Hopper - Kühweid - Botulismus und Clostridiose (Allgemein)

KlaKla, Samstag, 28.01.2012, 12:16 (vor 2762 Tagen) @ Gast
bearbeitet von KlaKla, Samstag, 28.01.2012, 12:36

"Nach wie vor habe ich in meinem Tierbestand massive Probleme mit Missbildungen und Fruchtbarkeitsstörungen, die sogar tierärztlich bestätigt sind", so Hopper.

Wieweit ist Hopper mit seiner Studie, die er auflegen wollte und hat er auch mal über folgendes nachgedacht?


Massentierhaltung als Ursache für Seuchen

Im mecklenburgischen Groß Stieten lebt die Landwirtsfamilie B. In ihren Stallanlagen standen einmal über 300 Rinder. Bis 1998 lebte die Familie von der Milchproduktion und zog eigene Kälber auf. Mitte der 1990er-Jahre jedoch trat eine rätselhafte Krankheit auf. Der Hof verlor immer mehr Tiere, wie Niels B. berichtet: "Zwischen 1995 und 1998 hatten wir 850 Tiere auf diesem Hof. Doch wir konnten sie nie lange behalten, entweder waren sie verendet oder wir mussten sie zwangstöten. Am Ende haben wir ca. 300 Kühe auf Anraten der Amtstierärzte, der Schlachtung zugeführt."

Es begann immer gleich. Die Milchleistung fiel, die Kühe setzten kaum Fleisch an und bei den Jungtieren gab es Missbildungen und Geschwüre. Erst nach Jahren wurde die Ursache erkannt: Der Hof ist mit Clostridien verseucht. Diese Bakterien erzeugen das Botulinum-Gift. Und sie schaden nicht nur den Kühen, sondern auch den Menschen. Diese Erfahrung musste auch Simone B. machen. Sie litt unter Durchfall und äußerst schmerzhaften Bauchkrämpfen. Auch ihre Kinder wurden krank. Bei allen wurden die Botulismus-Erreger und ihr Gift im Körper nachgewiesen. Bei Sohn Jan verschlechterte sich das Sehvermögen. Im Darm trug er bleibende Schäden davon: "Bei der ärztlichen Untersuchung wurde festgestellt, dass meine Nerven im Enddarm komplett zerstört sind." Dadurch spürt Jan nicht von selbst, wann er auf Toilette muss."

Die rätselhafte Krankheit trat nicht nur auf dem Hof von Familie B. auf. Auch die Familie von Klaus W. hat ihren Rinderbestand verloren und wurde selbst krank. Landwirte sprechen inzwischen von über tausend betroffenen Betrieben. Doch die Behörden erkennen das Krankheitsbild "chronischer Botulismus" in der Regel nicht an, weil es aus ihrer Sicht keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt. Denn nach wie vor streiten Wissenschaftler und Mediziner darüber, ob es "chronischen Botulismus" beim Menschen überhaupt gibt. Die Betroffenen fühlen sich allein gelassen. Klaus W. hat mittlerweile, zusammen mit anderen Betroffenen die "Interessengemeinschaft für Botulismus und Clostridiose" gegründet. Trotzdem ist er frustriert: "Leider wird von politischer Seite nicht agiert. Man wartet wirklich, bis da nichts mehr geht in den Betrieben und dann schiebt man den Bauern eben die Schuld zu."

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Rinder, Kühweid, Hopper, Fruchtbarkeitsstörung, Mutation, Massentierhaltung, Botulismus, Interessengemeinschaft, Kälber


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