Experte Prof. Dr. Mustermann und das Netzwerk (Esoterik)

KlaKla, Sonntag, 13.11.2011, 11:01 (vor 2839 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 13.11.2011, 11:39

Weiter zum Beitrag "Im Netz der Paranoia".

Aus dem Artikel: Die Vorgehensweise ist dabei auf all diesen Webpages gleich: Zitiert werden »Experten«, die vorzugsweise einen Doktortitel haben oder an wissenschaftlichen Instituten tätig sind, sowie Untersuchungen, die in renommierten Zeitschriften veröffentlicht wurden. Hinzu kommen Interviews und Filme, die auf den ersten Blick seriös wirken. Versucht man allerdings, diese Informationen nachzurecherchieren, wird man bei Google nur ganz selten auf Anhieb eine der kritischen Websites finden, auf denen die Verschwörungstheorien entlarvt werden.
Das hat einen einfachen Grund: Durch fortwährendes gegenseitiges Zitieren erreichen die Seiten der Verschwörungstheoretiker ein besseres Google-Ranking und damit auch eine Aura der Glaubwürdigkeit.

von Elke Wittich

Da sehe ich doch glatt Parallelen beim Agieren bekannter Mobilfunkgegner. Sie bemächtigen sich mMn gleicher Strategie.

Beispiel: Prof. Dr. Mustermann wird Laien als Experte verkauft. Vor Laienpublikum referiert er über medizinische Auswirkungen durch Mobilfunk. Man könnte meinen, man hat es mit einem Mediziner zu tun. Dem ist aber nicht so. Prof. Dr. Mustermann hat seinen Dr.-Titel in der Physik erworben. Auf dem Gebiet worüber er referiert (Medizin) ist er ebenso Laie wie sein Publikum. Erschwerend kommt hinzu, Prof. Dr. Mustermann ist Professor im Ruhestand, daher müsste man auch em. (emeritierte) anfügen. Eine weitere Bühne bekommt Prof. Dr. Mustermann von einem Mitstreiter, der eine „wissenschaftliche Fachzeitschrift“ herausbringt. Durch Netzwerke, die von interessierten Kreisen betrieben werden, findet die weltweite Verbreitung wissenschaftlich bedeutungsloser Veröffentlichung (weil pseudowissenschaftlich) statt und wird Laien als anerkanntes Allgemeingut verkauft.
Siehe Naila-Studie, Hennen-Studie, oder Rimbach.

Wissenschaftliche Fachzeitschrift in Anführungszeichen weil diese Zeitschrift keinen guten Ruf hat. Sie publiziert auch Artikel die in anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften keine Chance auf Veröffentlichung hätten, weil es sich um Pseudowissenschaft handelt.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Rentner, Unseriös, Netzwerk, Trick, Titelmania, Zitat, Mitstreiter, Berater Kompetenzinitiative, Paranoia, Doktortitel


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