Doktorarbeit Khubnazar: Frage an Prof. Lerchl (Forschung)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 13.03.2011, 21:23 (vor 4341 Tagen) @ H. Lamarr

Es geht um die folgende fett markierte Passage, die in einer Doktorarbeit vorkommt ...

...Untersuchungen mit ionisierenden Strahlen zeigen eine rasche und vollständige Reparatur der Schäden an. Es ist daher davon auszugehen, daß mögliche Strangbrüche, die auch durch nicht-ionisierende Strahlung wie hochfrequente elektromagnetische Felder ausgelöst werden, rasch und effektiv repariert werden. ...

"Sektor3" und ich streiten jetzt darum, ob diese Passage ...

a) mit voller Absicht geschrieben wurde, um im Schlepptau allerlei richtiger anderer Informationen unbemerkt auch eine gravierende Desinformation (HF bewirkt Strangbrüche) ins Ziel zu befördern. Immerhin geht es hier um eine naturwissenschaftliche Arbeit, die Bedeutung der Aussage "HF bewirkt Strangbrüche" muss daher der Autorin klar gewesen sein.

oder

b) den begrenzten schreiberischen Fähigkeiten des akademischen Nachwuchses geschuldet ist, der Konjunktiv "mögliche" also nicht absichtlich, sondern aus Versehen an die falsche Stelle rutschte, und die Gesamtaussage so unbeabsichtigt dahingehend verzerrt wird, HF könne Strangbrüche bewirken.

Hintergrund: Gutachter der Arbeit von Leila Violette Khubnazar war Prof. Tauber, der an der strittigen Textpassage anscheinend keinen Anstoß nahm. Sie sind ebenfalls Professor und haben wahrscheinlich auch schon die eine oder andere Doktorarbeit auf den Tisch bekommen. Deshalb die Frage nach Ihrer Meinung, welche der beiden Interpretationen a) oder b) aus Ihrer Sicht die Wahrscheinlichere ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Tauber, Strangbrüche, Khubnazar, Gutachter


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