Die Lügen des Dr. L. v. Klitzing (Allgemein)

RDW ⌂ @, Samstag, 29.05.2010, 17:29 (vor 2947 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von RDW, Samstag, 29.05.2010, 17:49

Einer der Lieblingsredner von Mobilfunkkritikern ist Dr. L. v. Klitzing, der auch auf dem diesjährigen Mobilfunksymposium des BUND seinen Teil dazu beigetragen hat, die Zuhörer mit Unwahrheiten aus "Experten"mund zu konfrontieren.
Dabei ist es es schon richtig peinlich, wie hemmungslos er Expositionen und deren eventuelle Wirkungen durch Handynutzung auf Expositionen und eventuelle Wirkungen durch Sendemasten ummünzt. Aus einem "Experten"mund wie dem seinen sind das keine Irrtümer mehr, sondern Lügen.

Ein paar Beispiele aus seinem Vortrag, die Zitate sind kursiv:

"So bedient man sich der wissenschaftlich keineswegs begründeten Praxis, die aktuellen Grenzwerte nach DIN/VDE
0843 in der 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz deshalb nicht zu ändern, solange nach einer 6-minütigen Exposition in einem dem Menschen nachgebildeten Phantom die Temperaturdifferenz 0,5 K nicht überschreitet."

Diese Temperaturerhöhung gilt für den Grenzwert der SAR von 2 W/kg bei Mobilgeräten, nicht aber für den SAR-Wert von 0,08W/kg der 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz.
Irrt sich Klitzing oder lügt er?

"...weit unterhalb deraktuellen Grenzwerte nach der 26. BImSchV liegen. Diese gesetzlichen Vorgaben des Immissionsschutzgesetzes definieren nur den Bereich, wo mit der Energieumsetzung des elektromagnetischen Feldes in Wärme es zu kritischen Situationen für den Menschen kommen kann."

Diese gesetzlichen Vorgaben liegen um den Faktor 50 unterhalb des Bereichs, wo es durch Wärme zu kritischen Situationen kommen kann.
Irrt sich Klitzing oder lügt er?

"... dann sollte es doch jeden zum Nachdenken zwingen, dass im Bereich „Epidemiologie“ in der Tat Erkenntnisse gewonnen wurden, die deutliche Effekte im athermischen Bereich aufzeigen, wie z.B.
erhöhtes Melatonin (Lerchl, Bremen)
• Zunahme Körpergewicht (Lerchl)
• Fehlbildung Auge (Lerchl)
Schlafparameter (Leitgeb, Graz)
verringerte KS-Konzentration (Bornhausen, LMU)
Anstieg Sauerstoffradikale (Simko, Rostock)
Bleibt also fest zu halten: es kann gesundheitliche Probleme in der Langzeitexposition durch zeitschlitzmodulierte elektromagnetische Felder des Mobilfunks im athermischen Bereich geben, also bei Immissionen im Promillebereich der Grenzwerte. Langzeitexpositionen dieser Qualität sind z.B. dann gegeben, wenn man sich im Bereich der Hauptsendekeule auch bei größeren Abständen aufhält, als die Vereinbarung zwischen dem kommunalen Spitzenverband und Betreibern über die Entfernungsangaben empfiehlt , -nicht fordert."

Das ist nun wirklich unverschämt. Denn all diese Untersuchungen entstammen nicht dem Bereich "Epidemiologie", sondern dem Bereich "Biologie" und haben sich überwiegend mit Expositionen durch Mobiltelefone befasst. Ich habe mir erlaubt, die zugehörigen Projekte in seinem Text zu verlinken. Und zum Verständnis sei noch hinzugefügt, dass der Grenzwert der SAR für Sendemasten bei 0,08 W/kg liegt. Lesen Sie selbst, bei welchen SAR-Werten die von Klitzing behaupteten Wirkungen gefunden wurden.
An dieser Stelle ist bei seinen beiden letzten Sätzen daher nicht mehr zu fragen: Irrt sich Klitzing oder lügt er?
Er lügt. Denn so irren kann man sich doch gar nicht, als "Experte".

Solange sich Mobilfunkkritiker und auch den BUND von solchen "Experten" irreführen lassen, brauchen sie sich keinesfalls zu wundern, dass sie bei jeder fachlichen Auseinandersetzung letztendlich mit offener Hose im Regen stehen.

RDW

Tags:
Experten, Epidemiologie, Klitzing, Lüge, Irrtum, Lügen, Biologie, Desinformanten Mobilfunksymposium


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