Messtechnik-Fetischisten (Technik)

Kuddel, Sonntag, 13.09.2009, 21:46 (vor 4058 Tagen) @ Gast
bearbeitet von Kuddel, Sonntag, 13.09.2009, 22:08

Ein bewährtes Mittel zur Überprüfung beider Faktoren sind Ringmessungen. Hierbei messen die verschiedenen Teilnehmer unter gleichen Bedingungen nacheinander an den selben Messpunkten. Im Vergleich der Messergebnisse miteinander wird offenbar, wie eng diese beieinander liegen bzw. wie breit sie streuen und wie weit sie vom Referenzwert entfernt liegen.

Ist ja witzig, wenn Baubiologen-Meßtechniker versuchen, Meßgeräte-Toleranzen zu reduzieren, das gaukelt Professionalität vor.

Aber wozu soll das gut sein, wenn es im Funktionsbereich der Baubiologen-Meßgeräte (bis max 10mW/m²) eigentlich gar keine Grenzwerte gibt, die einzuhalten wären, bzw es noch niemandem gelungen ist, einen meßtechnisch unterlegten Ursache Wirkungszusammenhang zu gesundheitlichen Beschwerden herzustellen ?

Auch Herr Virnich ist sicher nicht in der Lage, einen relevanten Grenzwert zu nennen, der (unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte) gesundheitliche Probleme hervorruft.

Was macht es da also für einen Unterschied, wenn ein Gerät vielleicht 100uW/m² anzeigt, und ein anderes 300uW/m², wenn die Baubiologen-Richtwerte fröhlich frei mangels jeglichen Nachweises gesundheitlicher Wirkungen zwischen 10mW/m² (Salzburg 1), 1mW/m² (Salzburg 2), 100uW/m² 10uW/m² 1uW/m² (Maes) schwanken ?

An sich wäre es doch völlig ausreichend, wenn diese Baubiologen-Knatterboxen innerhalb einer Zehnerpotenz gleich liegen.

Einziger plausibler Grund an dieser Veranstaltung teil zu nehmen: Mit solchen "Eich-Dienstleistungen" läßt sich trefflich verdienen.

Zitat: Die Teilnahmegebühr beträgt 175,- Euro

Würde mich nicht wundern, wenn rein zufällig der eine oder andere Meßgeräte-Hersteller auf der selben Veranstaltung "genaue(re) Meßgeräte zu besonders günstigen Konditionen" anbietet.


K

Tags:
Geschäft, Virnich, Dienstleistung, Knatterbox, HF-Messgerät


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