Verbraucherschützer sollten umdenken ! (Allgemein)

Doris @, Mittwoch, 25.06.2008, 10:53 (vor 4956 Tagen) @ AnKa

Ich denke nicht, dass die Verbraucherschützer die Sendemasten lieber neben dem Eigenheim sehen wollen als an der Schule. Sie glauben wohl eher, so wie die populären Mobilfunkgegner, dass Sendemasten raus aus der Stadt gehören.

Die Verbraucherschützer, die im Gegensatz zu Politikern, die auf Stimmenfang sind, scheinen sich einfach nicht umfassend zu informieren. Ich selber habe diese Erfahrung gemacht, wie sich der Blickwinkel verändern muss, wenn man sich intensiv mit der Materie auseinandersetzt. Diese Mühe machen sich nicht alle, sondern beharren nach wie vor auf den teilweise widerlegten Argumenten. Ein Engagement in dieser Form zu führen ist wesentlich einfacher und kostet nicht annähernd diese Zeit, die ich z.B. investiere.

Ob ein Verbraucherschützer grundsätzlich eine Verlagerung der Sendemasten nach außen favorisiert, weiß ich nicht. Diese Möglichkeit ist ja z.B. auch nur in bestimmten Gebieten möglich. In einer Stadt z.B. nicht und das müsste auch den Verbraucherschützer, die ja allgemein fordern, klar sein.
Nein, mich stört hier, dass durch derartige Aussagen, die Bedrohlichkeit und Gefährlichkeit durch eine Mobilfunkbasisstation am Köcheln gehalten wird und das entstandene Feindbild der Netzbetreiber, die diese "Orte", wo Kinder !! sich aufhalten, "bestrahlen" ebenfalls aufrechterhalten wird. So entschärft sich die Mobilfunkdebatte nie.

Wobei ich hiermit nicht ausdrücken will, dass die Sender vor Schulen harmlos sind, sondern Sender sollen insgesamt so platziert werden, so z.B. durch entsprechende Höhe, dass so wenige wie möglich unnötig hoch dauerbelastet werden. Das gilt für Schulen, Kindergärten und sämtliche Orte, wo sich Menschen dauerhaft aufhalten.

So wie seit Jahren gebetsmühlenartig die Gefährlichkeit der Sender runtergeleiert wurde und sich dies mittlerweile in den Köpfen der Leute festgebrannt hat, wäre es wirklich an der Zeit ein vernünftiger Umgang mit dem Handy ebenso gebetsmühlenartig runterzuleiern. Das wäre echter Verbraucherschutz.

Und warum bin ich der Meinung, dass ein Umdenken zwangsläufig stattfinden muss?
Den Mobilfunkbasisstationen wird angelastet, dass diese die Menschen unfreiwillig dauerbelastet rund um die Uhr. Dies trifft auch auf DECt-Telefone und WLAN zu. Während ein sehr hoher Prozentsatz der Bevölkerung diese Dauerbelastung in den eigenen Räumen erfährt, ist der Prozentsatz der Bevölkerung, die diese Werte unverschuldet durch eine nahe Mobilfunkbasisstation erhält, deutlich geringer. In Anbetracht der Verbreitung von DECt-Telefonen seit mindestens 10 Jahren müsste sich eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch schwächere Dauerbestrahlung bereits gezeigt haben. Dies gilt allerdings für die normale Bevölkerung, Elektrosensible sind ausgeschlossen, die sicherlich selber auch keine Funktechnik nutzen. Allerdings steht auch hier hinter den Langzeitwirkungen ein Fragezeichen. Aber die massive gesundheitliche Schädigung der gesamten Bevölkerung durch Basisstationen, wie sie von den Aktiven der Kritikerszene aufgezeigt wird, ist für mich deshalb nicht mehr glaubhaft.
Was ich mittlerweile den Betroffenen wirklich wünsche, sind Gebiete, in denen sie unbeschwert leben können.


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