Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 04.03.2008, 12:47 (vor 5446 Tagen) @ Fee

Wenn ein Betroffener oder Aktiver was anderes behauptet, als dass Prof. Bernhard Vorsitzender des Ausschusses "Nichtionisierende Strahlung" von 87 bis 89 war und 99 bis 02 bei der SSK, dann kann es auch nicht weit her mit der Glaubwürdigkeit seiner Schilderung von Gesundheitsbeschwerden wegen EMF, also weiterhin aussitzen.

Das ist ein treffendes Beispiel, so empfinde ich tatsächlich die Wirkung von Fehlern, Lügen, Schlampereien in der kritischen Argumentation. Denn nur das Greifbare kann ich bewerten und daraus meine Schlüsse für die Bewertung des nicht Greifbaren ziehen. Wer also beim Greifbaren schon versagt, dem kaufe ich seine Behauptungen erst recht nicht ab. Das daraus resultierende Misstrauen, der Vertrauensverlust, ist doch nur allzu verständlich, hat doch der Volksmund für die Pimpfe dazu seit langem das Sprüchlein parat: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Dabei spielt der Unterschied zwischen Lüge und Fehler keine Rolle. Ob dies alles in Ämtern und Behörden dazu führt, dass EMF-Fälle ausgesessen werden, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ich selber eher träge reagiere, wenn mir jemand, z.B. an der haustüre, mit vielen umständlichen wenig überzeugenden Worten irgendwelche Behauptungen auftischt - und dann erwartet, dass ich den Geldbeutel aufmache oder eine Police unterschreibe.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
SSK, Lügen, Misstrauen, Schlamperei, Vertrauensverlust


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