Risikokompensation (Allgemein)

gast13, Freitag, 07.12.2007, 19:04 (vor 4878 Tagen) @ KlaKla

Bernd Rainer Müller, Ingenieur für Arbeitsschutz und Messtechnik und Sprecher des Arbeitskreises Immissionsschutz beim BUND

Laut Elektrosmog-Experte Müller dürften ein Prozent der jährlich 600 neuen Leukämie-Erkrankungen im Zusammenhang mit der Strahlung aus Elektrogeräten stammen. Zwar, räumt Müller ein, gebe es noch keine entsprechende Statistik. Doch mit der Studie wolle man jetzt einen Anfang machen. Anfang des Jahrtausends empfahl auch die Strahlenschutzkommission des Bundesgesundheitsministeriums verstärkte Forschung zu Elektrosmog-Risiken.

Die Regierung ist anscheinend nur daran interessiert, ob irgendwas Krebs erzeugt oder nicht. Wenn es keinen Krebs erzeugt, denken sie, daß die Bevölkerung ausreichend geschützt ist und man keine weiteren Vorsorgemaßnahmen treffen muß.

Aber Studien können auch täuschen.
Es wär möglich, daß das Leben im Elektrosmog die Lebensqualität so stark einschränkt, daß betroffene Personen keine zusätzlichen Belastungen durch z.B. Alkohol, Rauchen, ungesundes Essen, etc. vertragen und sie deshalb vermeiden.

Dann hätte man ein vielleicht stark gesteigertes Risiko durch Elektrostress, aber dafür fallen andere Risikofaktoren weg.
Insgesamt würde man dann vielleicht nur ein durchschnittliches Krebsrisiko feststellen, wenn man es falsch macht.
Das nennt man wohl Risikokompensation.
Ich hoffe, die denken bei ihren vielen Studien daran. Nicht, daß sie nochmal von vorne anfangen müssen.


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