Weiter Protest gegen Sendemast (Allgemein)

Gast, Sonntag, 23.09.2007, 09:04 (vor 5553 Tagen)

Mit einem leidenschaftlichen Brief an Bürgermeister Klaus Hofmann und den Gemeinderat wandten sich viele Anwohner der Kerzenbrunnenstraße und Am Trieb gegen den Bau eines Mobilfunkmasten an der Erddeponie in Esselbach.

Sie baten Ortsoberhaupt und Ratsmitglieder: "Lasst nicht zu, dass dort ein Funkmast mit drei Sendeanlagen aufgestellt wird." Sie argumentierten, dass bereits 95 Prozent des Gemeindegebietes über den Masten in Oberndorf für den Handybetrieb ausreichend versorgt sei.

Wilhelm Schwab als Wortführer der Unterzeichner sagte: "Bereits ein zusätzlicher Krebsfall in unserem Dorf, der möglicherweise auf das Konto einer Mobilfunkanlage geht, ist einer zu viel!" Er erinnerte an Helmstadt, in dessen Neubaugebiet im Strahlungsbereich des Masten sich die Krebsfälle dramatisch erhöht hätten (wir berichteten). Auch erinnerte er an eine Familie, die ihre sechsjährige Tochter durch Leukämie verloren habe. Eine andere Familie werde einer vollen Breitseite an Strahlenbelastung durch einen Masten am Trieb oder alternativ am Hasenbuckel ausgesetzt. Sie habe bereits den Tod einer Schwester und einer Tante verkraften müssen. Die 1200 Unterschriften und eine aufwendige Blutuntersuchung (wir berichteten) sprächen eine deutliche Sprache. Man verstehe nicht, dass die Gemeinde jetzt wieder eigene Grundstücke für den Mast anbiete.

Bürgermeister Hofmann entgegnete: "Das ist zwar traurig, aber ein Mast kann baurechtlich nicht verhindert werden." Er informierte, dass E-Plus wegen des Widerstandes in Esselbach nochmals eine Standortüberprüfung anstellen werde. Wunschstandort sei die Anhöhe zwischen Steinmark und Esselbach.

Bei den Ratsmitgliedern war wie schon in vorausgegangenen Sitzungen die Entschlossenheit zu erkennen, den Bau des Mastes nach allen Regeln der Kunst abzulehnen.

Quelle: Mainpost 21.09.2007

Tags:
Waldmann-Selsam, Helmstadt, Protest


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