Schwurbel-Uli im Käseblatt "Die Wurzel" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 16.04.2022, 13:52 (vor 233 Tagen)

Ulrich Weiner ist für mich der Blödian der Anti-Mobilfunk-Szene. Denn macht er den Mund auf, kommt Blödsinn raus. Das ist hier im Forum vielfach belegt (Beispiel). Doch 2019 schaffte es Schwurbel-Uli, sich in einem anspruchslosen Naturkostblättchen selbst zu übertreffen. Er behauptet dort:

[...]Telekom-finanzierte Studie beweist Krebsvorstufe

Die Strahlenschutzkommission veröffentlichte damals [1991, Anm. Postingautor] das Ergebnis einer durch die Deutsche Telekom finanzierten Studie. Das Ergebnis: Es wurde der Kalziumausstoß einzelner Zellkulturen nachgewiesen, was eine Vorstufe von Krebs ist (biologische Wirkung). [...]

Als Beleg für seine Behauptung bietet der pleite gegangene Ex-Kleinunternehmer einen Link an, unter dem ein Auszug der Studie zu sehen sei. Eine extrem billige Täuschung, denn unter dem Link findet sich absolut nichts über die Telekom-finanzierte Studie, sondern nur ein kleiner Ausschnitt der SSK-Stellungnahme von 1991.

[image]◄ Screenshot aus "Die Wurzel" Ausgabe 02/2019.


Auf die Behauptung von Schwurbel-Uli könnte man nun sachlich eingehen, wie dies hier in einem ähnlich gelagerten Fall geschehen ist. Dort ist auch ein Link zum Volltext der SSK-Stellungnahme. Oder man vertieft sich in den Kalzium-Artikel von Dr. Giulia Ratto, in dem die Stellungnahme ebenfalls Thema ist. Beides würde Schwurbel-Uli jedoch nur unverdient aufwerten, zumal in der SSK-Stellungnahme eine "Telekom-finanzierte Studie" mit keiner Silbe erwähnt wird und Weiner seine Behauptung mit großer Wahrscheinlichkeit frei erfunden hat.

Nein, für einen Flach-Desinformanten wie Weiner genügt schon die banale Feststellung: 1991 konnte es keine von der Deutschen Telekom finanzierte Studie geben, weil es zu dieser guten alten Zeit noch keine Deutsche Telekom gab! Diese entstand erst 1995 durch Abspaltung des Fernmelde-Geschäftsbereichs von der Deutschen Bundespost.

Womit hinreichend belegt sein sollte, der Schwurbel-Uli ist tatsächlich und objektiv betrachtet ein Blödian. Man kann es einfach nicht schön reden :-). Und wenn ein Blatt wie "Die Wurzel" einem Blödian auch noch eine Bühne bietet, um seinen Blödsinn zu verbreiten, dann darf dieses Blatt mMn in die Güteklasse "Wurst- oder Käseblatt" eingeordnet werden.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Desinformation, Weiner, Täuschung, Irreführung, Esoterik-Magazin, Überzeugungstäter, Alternativmedien, Die Wurzel, Vitalkostmagazin

Parasiten-Darmkuren auf Kräuterbasis

H. Lamarr @, München, Sonntag, 17.04.2022, 11:36 (vor 232 Tagen) @ H. Lamarr

Und wenn ein Blatt wie "Die Wurzel" einem Blödian auch noch eine Bühne bietet, um seinen Blödsinn zu verbreiten, dann darf dieses Blatt mMn in die Güteklasse "Wurst- oder Käseblatt" eingeordnet werden.

Im sogenannten Wurzel-Shop gibt es, so eine Eigenanzeige im besagten Heft, Parasiten-Darmkuren im 3-Monats-Pack für 292 Euro zu kaufen. Das Darmpflege-Gesamtpaket, ebenfalls für drei Monate, gibt es schon für 264 Euro.

:confused:

Offensichtlich die passende Umgebung für Schwurbel-Uli. Erst diese Eigenanzeige hat mir den Weg zu Psiram gewiesen. Da hätte ich wahrlich früher drauf kommen können. Kein Wunder, dass Bürgerwelle und Diagnose-Funk mit Uli nichts mehr zu tun haben möchten, Prof. Dr. Dr. Klaus Buchner hatte 2019 noch keine Berührungsängste.

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– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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