Forschergruppe schraubt Sargdeckel auf Wiener "Reflex"-Studie (Forschung)

H. Lamarr @, München, Samstag, 25.04.2020, 22:31 (vor 358 Tagen)

Wissenschaftler aus Deutschland und der Schweiz konnten die Beobachtung erhöhter DNA-Schäden nach der Exposition von Zellen mit GSM-Signalen nicht reproduzieren. Dieser Befund dürfte wissenschaftlich das Ende der Causa "Reflex" bedeuten, auch wenn juristisch das letzte Wort noch immer nicht gesprochen ist.

Mitglieder der Forschergruppe sind D. Schuermann, C. Ziemann, Z. Barekati, M. Capstick, A. Oertel, F. Focke, M. Murbach, N. Kuster, C. Dasenbrock und P. Schär. Bemerkenswert ist die Teilnahme von Niels Kuster, denn der "Man in Black" weigert sich zur Enttäuschung von Alexander Lerchl beharrlich, der Retraktion der unter Fälschungsverdacht stehenden "Reflex"-Nachfolgestudie zuzustimmen. Im Gegensatz zur Wiener "Reflex-Studie (Diem et al., 2005) verwendete die Nachfolgestudie (Schwarz et al., 2008) jedoch nicht GSM als einwirkendes Funksignal, sondern UMTS. Doch auch dafür fand die Forschergruppe inkl. N. Kuster 2020 keinen Beweis, eine UMTS-Exposition könne DNA-Schäden oder eine Störung des DNA-Reparaturmechanismus in Zellen hervorrufen.

Die neue Studie trägt den Titel "Assessment of Genotoxicity in Human Cells Exposed to Modulated Electromagnetic Fields of Wireless Communication Devices" und bereits der Abstract macht deutlich, überzeugte Mobilfunkgegner in aller Welt werden sich wahrscheinlich große Mühe geben, diese Studie nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen:

Modulated electromagnetic fields (wEMFs), as generated by modern communication technologies, have raised concerns about adverse health effects. The International Agency for Research on Cancer (IARC) classifies them as "possibly carcinogenic to humans" (Group 2B), yet, the underlying molecular mechanisms initiating and promoting tumorigenesis remain elusive. Here, we comprehensively assess the impact of technologically relevant wEMF modulations on the genome integrity of cultured human cells, investigating cell type-specificities as well as time- and dose-dependencies. Classical and advanced methodologies of genetic toxicology and DNA repair were applied, and key experiments were performed in two separate laboratories. Overall, we found no conclusive evidence for an induction of DNA damage nor for alterations of the DNA repair capacity in cells exposed to several wEMF modulations (i.e., GSM, UMTS, WiFi, and RFID). Previously reported observations of increased DNA damage after exposure of cells to GSM-modulated signals could not be reproduced. Experimental variables, presumably underlying the discrepant observations, were investigated and are discussed. On the basis of our data, we conclude that the possible carcinogenicity of wEMF modulations cannot be explained by an effect on genome integrity through direct DNA damage. However, we cannot exclude non-genotoxic, indirect, or secondary effects of wEMF exposure that may promote tumorigenesis in other ways.

[Modulierte elektromagnetische Felder (weak EMFs, kurz wEMFs), wie sie durch moderne Mobilfunktechniken erzeugt werden, haben Bedenken über gesundheitsschädliche Auswirkungen aufgeworfen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft sie als "möglicherweise krebserregend für den Menschen" ein (Gruppe 2B), doch die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen, die die Tumorentstehung initiieren und fördern, sind nach wie vor nicht bekannt. Hier bewerten wir umfassend den Einfluss technologisch relevanter wEMF-Modulationen auf die Genomintegrität kultivierter menschlicher Zellen und studierten dabei Besonderheiten des Zelltyps sowie Zeit- und Dosisabhängigkeiten. Klassische und fortgeschrittene Methoden der genetischen Toxikologie und DNA-Reparatur wurden angewandt und die wichtigsten Experimente wurden in zwei getrennten Labors unabhängig voneinander durchgeführt. Insgesamt fanden wir keine schlüssigen Beweise für das Auslösen von DNA-Schäden oder für Veränderungen der DNA-Reparaturkapazität in Zellen, die verschiedenen wEMF-Signalen (d.h. GSM, UMTS, WiFi und RFID) ausgesetzt waren. Zuvor berichtete Beobachtungen über erhöhte DNA-Schäden nach der Exposition von Zellen mit GSM-Signalen konnten nicht reproduziert werden. Experimentelle Variablen, die vermutlich den widersprüchlichen Beobachtungen zugrunde liegen, wurden untersucht und diskutiert. Auf Grundlage unserer Daten kommen wir zu dem Schluss, die mögliche Kanzerogenität von wEMF-Signalen kann nicht mit einer Wirkung auf die Genomintegrität durch direkte Genomschäden erklärt werden. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass nicht-genotoxische, indirekte oder sekundäre Effekte der wEMF-Exposition die Tumorgenese auf andere Weise fördern.]

Hintergrund
Reflex-Studie: Replikation in Berlin trotz bester Voraussetzungen gescheitert
Reflex-Replikation: Franz Adlkofer vs. Paul Layer
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Krebs, IARC, DNA-Schäden, Reflex, Schär, Retraktion, Kuster, Focke, Tumor, 2B, UMTS-Exposition

Forschergruppe schraubt Sargdeckel auf Wiener "Reflex"-Studie

H. Lamarr @, München, Dienstag, 28.04.2020, 10:17 (vor 356 Tagen) @ H. Lamarr

Die neue Studie trägt den Titel "Assessment of Genotoxicity in Human Cells Exposed to Modulated Electromagnetic Fields of Wireless Communication Devices" und bereits der Abstract macht deutlich, überzeugte Mobilfunkgegner in aller Welt werden sich wahrscheinlich große Mühe geben, diese Studie nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen:

Unentgeltlicher Volltext der Studie.

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Forscher konnten auch Franzellitti-Studie nicht replizieren

H. Lamarr @, München, Dienstag, 28.04.2020, 10:52 (vor 356 Tagen) @ H. Lamarr

Unentgeltlicher Volltext der Studie.

Franz Adlkofer wurde nicht müde, Franzellitti et al., 2010, als schlagenden Beleg dafür zu benennen, die alarmierenden Befunde der Wiener "Reflex"-Studie seinen bestätigt worden. Doch die deutsch/schweizerische Forschergruppe konnte jetzt auch die Beobachtungen der Arbeitsgruppe Franzellitti nicht wiederholen.

Auszug aus dem Volltext, übersetzt mit deepl.com:

Im Laufe der Jahre gab es eine Reihe von Studien, die sich mit dem genotoxischen Potenzial von HF-EMF befassten. Insbesondere zwei Studien wiesen darauf hin, dass die Exposition gegenüber generischen GSM-Signalen (SAR 2 W/kg) das Ausmaß von DNA-Schäden in primären menschlichen Fibroblasten und in immortalisierten Trophoblastenzellen erhöhen kann [22,23]. Wir nahmen diese Beobachtungen als Ausgangspunkt, um das genotoxische Potenzial der wEMF-Exposition genauer zu untersuchen. Um die publizierten Effekte auf Trophoblasten zu validieren [22], untersuchten wir zunächst den DNA-Schaden in HTR-8/SVneo-Trophoblasten, die einer intermittierenden (5/10 min an/aus) GSM-Modulation für 1, 4 und 24 h ausgesetzt waren. In alkalischen CAs [Comet Assay; Anm. Postingautor] konnten wir keine Unterschiede in den DNA-Schadenswerten zwischen schein- und GSM-217Hz-exponierten (2 W/kg SAR) Zellen feststellen. Diese Experimente wurden unabhängig voneinander in zwei Labors mit durchweg negativen Ergebnissen durchgeführt (Abbildung 1a,b).

Die Leistung der CA-Methode wurde als angemessen beurteilt, da die Induktion von DNA-Schäden bei beiden Positivkontrollen, 1 Gy von γ-ray und dem bekannten Clastogen Ethylmethansulfonat (EMS), leicht nachgewiesen werden konnte (Abbildung 1c). Ebenso konnten wir den Befund, dass sowohl ein GSM-Signal als auch eine unmodulierte Trägerwelle (kontinuierliche Welle) in der Lage waren, DNA-Strangbrüche in primären menschlichen Fibroblasten zu verstärken, nicht reproduzieren [23]. Wir fanden keine signifikante DNA-schädigende Wirkung bei CAs, wenn die primären menschlichen MRC-5-Fibroblasten intermittierend (5/10 Min. ein/aus) 2 W/kg SAR GSM-modulierten Signalen (Abbildung 1d) oder der 1,95 GHz-Trägerwelle (Abbildung 1e) in einer Expositionsdosis (0, 0,5, 2 und 4,9 W/kg SAR) und Expositionszeit-abhängigen (1, 4 und 24 h) Weise ausgesetzt wurden (Tabellen S7 und S11).

[...]

[22] Franzellitti, S.; Valbonesi, P.; Ciancaglini, N.; Biondi, C.; Contin, A.; Bersani, F.; Fabbri, E. Transient DNA damage induced by high-frequency electromagnetic fields (GSM 1.8 GHz) in the human trophoblast HTR-8/SVneo cell line evaluated with the alkaline comet assay. Mutat. Res. 2010, 683, 35–42. [Google Scholar] [CrossRef] [PubMed]
[23] Diem, E.; Schwarz, C.; Adlkofer, F.; Jahn, O.; Rudiger, H. Non-thermal DNA breakage by mobile-phone radiation (1800 MHz) in human fibroblasts and in transformed GFSH-R17 rat granulosa cells in vitro. Mutat. Res. 2005, 583, 178–183.

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Game over, Replikation, Franzellitti, Bersani

Grenzgänger machen Wissenschaft glaubwürdig

H. Lamarr @, München, Montag, 11.05.2020, 00:22 (vor 343 Tagen) @ H. Lamarr

Seitdem ich 2002 unfreiwillig in die Mobilfunkdebatte geschlittert bin, ist mir das Schubladendenken von Mobilfunkgegnern in Fleisch und Blut übergegangen. Seit eh und je trennt die Anti-Mobilfunkszene EMF-Wissenschaftler in die Guten und die Bösen. Die Gegner von Mobilfunkgegnern praktizieren dies ebenso, nur spiegelverkehrt. Solange die Guten nur Gutes tun und die Bösen nur Böses, gleiten die beiden Schubladen reibungslos und die jeweilige Erwartungshaltung wird vollauf befriedigt. Für die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft ist diese für Zaungäste bequeme Situation jedoch abträglich, denn wie kann es gut sein, wenn von einem Wissenschaftler schon bekannt ist, was er in seiner nächsten Studie finden wird, noch bevor er damit angefangen hat? Da stellt sich im Laufe der Zeit die zweifelnde Frage nach der Ergebnisoffenheit zunehmend drängender.

Alexander Lerchl war aus Sicht überzeugter Mobilfunkgegner zu Beginn seines Wirkens in der Mobilfunkdebatte aus Sicht überzeugter Mobilfunkgegner zuerst Hoffnungsträger, dann aber die Personifizierung des Bösen. Aus dieser Schublade sprang er 2015 völlig unerwartet mit einer alarmierenden Studie heraus (Tumorpromotion infolge schwacher EMF-Exposition). Doch heute tun sich die Einpeitscher der Anti-Mobilfunkszene unglaublich schwer, den Mann, den sie jahrelang aufs Übelste verunglimpften, leidenschaftslos als Autor einer alarmierenden Mobilfunkstudie zu benennen. Die grotesken Verrenkungen, die einige Szenegrößen bei dieser Übung anstellen, sind zu beobachten höchst amüsant.

Auch Dariusz Leszczynski rechne ich zu diesen unberechenbaren EMF-Wissenschaftlern. Bislang klar den Mobilfunkgegnern und ICNIRP-Hassern zuzuordnen, irritiert der Finne inzwischen alle Schubladenzieher auf den Zuschauerrängen. Denn plötzlich argumentiert er schonungslos auch gegen zwielichtige akademische Gesinnungsfreunde, die von eher schlichten Gemütern der Anti-Mobilfunkszene noch als Leitfiguren verehrt werden. Damit punktet Leszczynski ebenso wie Lerchl, nur diesmal auf der anderen Seite. Auf der Gegenseite wiederum wurde James Lin begeistert empfangen. Grund: Das ehemalige Mitglied der ICNIRP-Kommission vertritt plötzlich die Meinung, die EMF-Grenzwerte, die er jahrelang vertrat, müssten gesenkt werden. Der Schweizer Martin Röösli hingegen ist für die Mobilfunkgegner des Alpenstaats ein rotes Tuch. Zu Unrecht, denn Röösli belieferte vor Jahren die Anti-Mobilfunkszene mit einer gern genommen Studie, die zeigte, allein von der Industrie finanzierte Studien zeigen weniger Effekte als anders finanzierte.

Zuletzt gelang das Kunststück, aus ihnen zugewiesenen Schubladen zu springen, Niels Kuster, Frauke Focke und Primo Schär. Sie alle fanden alarmierende EMF-Wirkungen, was sie jetzt jedoch nicht hinderte, mit einer nicht geglückten Replikation die umstrittene "Reflex"-Studie endgültig ins Jenseits zu schicken. Wobei anzumerken ist, dass das Schubladendenken zulasten dieser drei nie so ausgeprägt war wie z.B. zulasten von Alexander Lerchl.

Was ich sagen will ist, wäre die Wissenschaft so korrumpiert, wie uns manche einreden wollen, dürfte es die genannten Grenzgänger nicht geben. Dass es sie gibt und dass sie tun dürfen, was sie tun, spricht für eine unabhängige glaubwürdige Wissenschaft. Dass des einen Glück des anderen Leid ist, das muss auszuhalten sein. Im Auge behalten sollte man mMn gleichwohl diejenigen, die ununterbrochen über lange Zeit hinweg ausschließlich Gutes oder ausschließlich Böses finden. Dort könnte der Wurm drin sein.

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Franz Adlkofer: Hat er "Reflex" endgültig abgeschrieben?

H. Lamarr @, München, Freitag, 05.06.2020, 22:05 (vor 317 Tagen) @ H. Lamarr

Adlkofers jüngster Auftritt fand am 23. Mai 2020 in Rubikon statt, einem "Magazin für die kritische Masse", dem sich auch der unbequeme und folglich wütend angefeindete Internetpranger Psiram schon ausführlich angenommen hat.

Schon seltsam, dass Franz Adlkofer die Zeit fand, am 23. Mai 2020 auf Rubikon einen – sagen wir mal verzichtbaren – Artikel zu veröffentlichen. Warum seltsam? Weil am 25. März 2020 lizenzfrei und so für jeden lesbar der Sargdeckel auf seine Lieblingsstudie des "Reflex"-Projekts gelegt wurde. Das ist jetzt über zwei Monate her und der ehemalige Koordinator des Projekts hat sich öffentlich zu dieser Beerdigung mit keiner Silbe geäußert, wohl aber Zeit gefunden, auf Rubikon Belangloses zu plaudern. Das mag daran liegen, dass wir alle dazu neigen, zuerst Dinge, die uns leicht fallen zu erledigen und Unerqickliches auf später zu verschieben. Aber: Aus meiner Sicht sind bis heute 72 Tage ohne eine sichtbare Reaktion schon so lange, dass der Eindruck entstehen kann, Adlkofer betrachte eine Erwiderung auf die Studie der Schweizer nicht als unerquicklich, sondern als hoffnungslos.

Sollte meine Einschätzung zutreffen und Franz Adlkofer weiter schweigen, dann ist die im April 2008 von Lerchl im RDW-Forum begonnene sachliche Auseinandersetzung um die Wiener "Reflex"-Studien am 23. Mai 2020 nach ziemlich genau zwölf Jahren zuende gegangen. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen Adlkofer vs. Lerchl gehen weiter.

It'Is (Niels Kuster) bewertet die wissenschaftlichen und technischen Auswirkungen der neuen Studie so:

► Es wurden keine schlüssigen Beweise für eine Störung der DNA-Integrität oder Veränderungen in der DNA-Reparaturkapazität in kultivierten menschlichen Zellen nach Exposition mit WEMFs gefunden, im Gegensatz zu früher berichteten Ergebnissen

► Zellkultur-Bedingungen und die Komet-Assay-Methodik wurden als wahrscheinlich relevante Variablen identifiziert, z.B. wurden in einigen Experimenten mit UMTS-Expositionen kleine Veränderungen im DNA-Schadens-Level und in der Reparatur-Dynamik beobachtet

► Die Variabilität der Reaktionen wird als möglicher Beweis für eine unspezifische WEMF-induzierte zelluläre Stressantwort interpretiert, der zugrunde liegende Mechanismus einer solchen Interaktion zwischen WEMF und Zellphysiologie muss jedoch weiter untersucht werden

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"Reflex"-Einsturz 2/21 symbolisch gesehen

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 18.02.2021, 14:22 (vor 60 Tagen) @ H. Lamarr

Schon seltsam, dass Franz Adlkofer die Zeit fand, am 23. Mai 2020 auf Rubikon einen – sagen wir mal verzichtbaren – Artikel zu veröffentlichen. Warum seltsam? Weil am 25. März 2020 lizenzfrei und so für jeden lesbar der Sargdeckel auf seine Lieblingsstudie des "Reflex"-Projekts gelegt wurde. Das ist jetzt über zwei Monate her und der ehemalige Koordinator des Projekts hat sich öffentlich zu dieser Beerdigung mit keiner Silbe geäußert, wohl aber Zeit gefunden, auf Rubikon Belangloses zu plaudern. Das mag daran liegen, dass wir alle dazu neigen, zuerst Dinge, die uns leicht fallen zu erledigen und Unerqickliches auf später zu verschieben. Aber: Aus meiner Sicht sind bis heute 72 Tage ohne eine sichtbare Reaktion schon so lange, dass der Eindruck entstehen kann, Adlkofer betrachte eine Erwiderung auf die Studie der Schweizer nicht als unerquicklich, sondern als hoffnungslos.

Am oben geschilderten Sachverhalt hat sich bis heute nichts geändert. Bis drauf, dass im Dezember 2020 das OLG Bremen in zweiter Instanz zugunsten Adlkofers entschied und Lerchl nicht länger behaupten darf, die umstrittene Wiener "Reflex"-Studie sei gefälscht. Dass sie, wenn schon nicht gefälscht so doch Murks ist, darf er hingegen risikolos sagen, dies steht nicht erst nach dem Urteil außer Frage.

Seit dem OLG-Urteil sieht sich Lerchl einem Shitstorm ausgesetzt, entfacht von Adlkofer, Diagnose-Funk und Microwave News. Primärziel ist zweifelsfrei Lerchl, nebenbei hat der Shitstorm jedoch auch das Ziel, zu versuchen, die Wiener "Reflex"-Studie in der Szene laienhafter Mobilfunkgegner zu rehabilitieren.

Doch die Rehabilitationsanstrengungen von Diagnose-Funk sind hilflos und konstruiert. Denn die umstrittene Wiener "Reflex"-Studie ist wegen der reihenweise gescheiterten Replikationsversuche wissenschaftlich nicht weniger krachend untergegangen, ersichtlich in großen Studien-Reviews, als jetzt Donald Trumps berühmtes Casino-Hotel "Plaza" in Atlantic City, das im Gegensatz zu "Reflex" allerdings mit Dynamit zu Fall gebracht werden musste :-).

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Entwertung, Leszczynski, Ex-Tabaklobbyist, Slesin, Cyber-Mobbing, Deutungshoheit, Bremen, Shitstorm, Diagnose:Funk, Stopfgänse, Wissenschaftsporno

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