Standortkonzept Attendorn kommt an seine Grenzen (Allgemein)

KlaKla, Dienstag, 19.03.2013, 14:51 (vor 2455 Tagen)

Stadt Attendorn und Betreiber ringen um Standorte für weitere Sendemasten.

Handynutzer, insbesondere die, die ein internettaugliches Smartphone besitzen, haben in Attendorn zunehmend Probleme. Die Qualität der Netze ist bescheiden. Auch ein Anbieterwechsel bringt nichts, „alle“, so Telekom-Pressesprecher André Hofmann, „sind betroffen.“

So unstrittig wie die mangelnde Netzqualität im Bereich der Hansestadt bei allen Beteiligten ist, so unversöhnlich sind die Positionen der Kontrahenten bei der Frage nach der Ursache. Auf der einen Seite die Stadt Attendorn mit ihrem eigenen Mobilfunkkonzept, auf der anderen Seite die Netzbetreiber, die dieses Konzept für untauglich halten.

Ganz offensichtlich wollen sich die Netzbetreiber von der Stadt nicht in ihre Planungen reinreden lassen. Hofmann: „Wir haben die besten Funkplaner und wissen, wie das Netz verbessert werden kann.“ Mehr dazu hier ...

Die Leidtragenden sind doch wohl wir Bürger

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Krötenwanderung, Standortkonzept, Steuerverschwendung, Attendorn, Hilleke

Scheitern alternativer Netzplanungen war vorhersehbar.

Raylauncher @, Dienstag, 19.03.2013, 19:48 (vor 2455 Tagen) @ KlaKla

"Immissionsminimierte Netzplanung" oder wie die den Kommunen üblicherweise verkauften Konzepte alternativer Planungsbüros auch genannt werden mögen, sind hauptsächlich eines: Eine teuere Mogelpackung.

Es ist in jeder Hinsicht fatal, Funkstandorte ideologisch motiviert so anzuordnen und zu konfigurieren, dass daraus - einseitig und plakativ auf den Downlink bezogen - möglichst geringe Immissionen resultieren: Ergebnis der Irreführung durch einschlägige Profiteure und Irrtum aus einer laienhaften Vorstellung heraus, die wohl nie auszurotten sein wird.

Gravierende Netzstrukturmängel mögen bis zu einer gewissen Last bei GSM-Netzen noch handhabbar sein. Leistungsfähige und schnelle Datennetze (UMTS, LTE) verzeihen wesentlich weniger und fordern ein flächendeckendes und möglichst gleichmäßiges Raster mit Standorten nahe der Bevölkerungs- und Verkehrsschwerpunkte. Denn nur so lassen sich ausreichende Netz-Qualität und -Kapazität erzielen bei gleichzeitig moderaten Gesamtimmissionen auf die Bevölkerung, zu denen auch und ganz besonders die Handys beitragen.

Sind die von Fachleuten prognostizierten Folgen der Unvernunft dann eingetreten, ist man seitens der dafür Verantwortlichen schnell bei der Hand, den Betreibern der Netze den schwarzen Peter zuzuschieben. Attendorn ist dafür ein exemplarisches Beispiel und das Synonym für ein Scheitern kommunaler Mobilfunkkonzepte.

Raylauncher

Tags:
Geschäftsmodell, Mobilfunkkonzept, Nachbesserung

Das Attendorner Modell - oder: Kein Empfang.

Lilith, Mittwoch, 20.03.2013, 00:01 (vor 2455 Tagen) @ Raylauncher

Sind die von Fachleuten prognostizierten Folgen der Unvernunft dann eingetreten, ist man seitens der dafür Verantwortlichen schnell bei der Hand, den Betreibern der Netze den schwarzen Peter zuzuschieben. Attendorn ist dafür ein exemplarisches Beispiel und das Synonym für ein Scheitern kommunaler Mobilfunkkonzepte.

Ja das sieht in Attendorn nach langwierigem Streit um die Mobilfunkmasten aus.

Allerdings diesmal unter umgekehrtem Vorzeichen:

Leute, die sich qualitativ gute Smartphones leisten, werden es auf die Dauer nicht hinnehmen wollen, von einem eifrigen Bürgermeister, der auf Einflüsterer aus der Mobilfunkgegnerszene hört, geschulmeistert zu werden.

Sie schauen in die umliegenden Dörfer und werden feststellen, dass man dort besseren Empfang hat und trotzdem nicht an Krebs erkrankt.

Also denn mal viel Spaß, liebe Attendorner Kämpfer für "mobilfunksenderfreie Wohngebiete".

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