Standortkonzept Attendorn kommt an seine Grenzen (Allgemein)

KlaKla, Dienstag, 19.03.2013, 14:51 (vor 3604 Tagen)

Stadt Attendorn und Betreiber ringen um Standorte für weitere Sendemasten.

Handynutzer, insbesondere die, die ein internettaugliches Smartphone besitzen, haben in Attendorn zunehmend Probleme. Die Qualität der Netze ist bescheiden. Auch ein Anbieterwechsel bringt nichts, „alle“, so Telekom-Pressesprecher André Hofmann, „sind betroffen.“

So unstrittig wie die mangelnde Netzqualität im Bereich der Hansestadt bei allen Beteiligten ist, so unversöhnlich sind die Positionen der Kontrahenten bei der Frage nach der Ursache. Auf der einen Seite die Stadt Attendorn mit ihrem eigenen Mobilfunkkonzept, auf der anderen Seite die Netzbetreiber, die dieses Konzept für untauglich halten.

Ganz offensichtlich wollen sich die Netzbetreiber von der Stadt nicht in ihre Planungen reinreden lassen. Hofmann: „Wir haben die besten Funkplaner und wissen, wie das Netz verbessert werden kann.“ Mehr dazu hier ...

Die Leidtragenden sind doch wohl wir Bürger

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Krötenwanderung, Standortkonzept, Steuerverschwendung, Attendorn, Hilleke

Scheitern alternativer Netzplanungen war vorhersehbar.

Raylauncher @, Dienstag, 19.03.2013, 19:48 (vor 3604 Tagen) @ KlaKla

"Immissionsminimierte Netzplanung" oder wie die den Kommunen üblicherweise verkauften Konzepte alternativer Planungsbüros auch genannt werden mögen, sind hauptsächlich eines: Eine teuere Mogelpackung.

Es ist in jeder Hinsicht fatal, Funkstandorte ideologisch motiviert so anzuordnen und zu konfigurieren, dass daraus - einseitig und plakativ auf den Downlink bezogen - möglichst geringe Immissionen resultieren: Ergebnis der Irreführung durch einschlägige Profiteure und Irrtum aus einer laienhaften Vorstellung heraus, die wohl nie auszurotten sein wird.

Gravierende Netzstrukturmängel mögen bis zu einer gewissen Last bei GSM-Netzen noch handhabbar sein. Leistungsfähige und schnelle Datennetze (UMTS, LTE) verzeihen wesentlich weniger und fordern ein flächendeckendes und möglichst gleichmäßiges Raster mit Standorten nahe der Bevölkerungs- und Verkehrsschwerpunkte. Denn nur so lassen sich ausreichende Netz-Qualität und -Kapazität erzielen bei gleichzeitig moderaten Gesamtimmissionen auf die Bevölkerung, zu denen auch und ganz besonders die Handys beitragen.

Sind die von Fachleuten prognostizierten Folgen der Unvernunft dann eingetreten, ist man seitens der dafür Verantwortlichen schnell bei der Hand, den Betreibern der Netze den schwarzen Peter zuzuschieben. Attendorn ist dafür ein exemplarisches Beispiel und das Synonym für ein Scheitern kommunaler Mobilfunkkonzepte.

Raylauncher

Tags:
Geschäftsmodell, Mobilfunkkonzept, Nachbesserung

Das Attendorner Modell - oder: Kein Empfang.

Lilith, Mittwoch, 20.03.2013, 00:01 (vor 3604 Tagen) @ Raylauncher

Sind die von Fachleuten prognostizierten Folgen der Unvernunft dann eingetreten, ist man seitens der dafür Verantwortlichen schnell bei der Hand, den Betreibern der Netze den schwarzen Peter zuzuschieben. Attendorn ist dafür ein exemplarisches Beispiel und das Synonym für ein Scheitern kommunaler Mobilfunkkonzepte.

Ja das sieht in Attendorn nach langwierigem Streit um die Mobilfunkmasten aus.

Allerdings diesmal unter umgekehrtem Vorzeichen:

Leute, die sich qualitativ gute Smartphones leisten, werden es auf die Dauer nicht hinnehmen wollen, von einem eifrigen Bürgermeister, der auf Einflüsterer aus der Mobilfunkgegnerszene hört, geschulmeistert zu werden.

Sie schauen in die umliegenden Dörfer und werden feststellen, dass man dort besseren Empfang hat und trotzdem nicht an Krebs erkrankt.

Also denn mal viel Spaß, liebe Attendorner Kämpfer für "mobilfunksenderfreie Wohngebiete".

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Meine Beiträge sind als Meinungsäußerungen aufzufassen. Die Meinungsäußerungsfreiheit ist ein in allen zivilisierten Ländern gesetzlich geschütztes Grundrecht.

"Wer die Dummbatzen gegen sich hat, verdient Vertrauen." (frei nach J.-P. Sartre)

Notruf an die Regierung aus dem abgehängten Attendorn

KlaKla, Freitag, 05.11.2021, 07:03 (vor 452 Tagen) @ KlaKla

Auszug: Brief der UWG-Fraktion: Schlechte Netzabdeckung in Attendorn, LokalPlus vom 03-11-2021

... 5G kaum verfügbar

Mitte dieses Jahres wurden die UMTS/3G Dienste abgeschaltet. So verteilen sich die mobilen Endgeräte auf die LTE/4G Sender, wobei der neue schnellere 5G-Dienst eine wesentlich höhere Funkzellendichte benötigt und nur an einigen wenigen Stellen in Attendorn verfügbar ist. Die derzeit vorhandenen Probleme sind:

- Kein Gesprächsaufbau der Mobilfunkverbindung
- Sehr schlechte Sprachqualität der Mobilfunkverbindung (Roboterstimmen, abgehackt, keine oder nur einseitige Verständigung)
- Langsame Datenverbindungen (Bandbreiteneinschränkungen)


Dringender Handlungsbedarf

Da die Mobilfunkverbindung nicht nur mediale Funktionen erfüllt, sondern auch in sicherheitskritischen Einrichtungen wie Aufzugsnotrufsystemen, Alarm- und Brandmeldeanlagen, Kraftfahrzeugen und vielen weiteren Anlagen Grundvoraussetzung ist, sehen wir umso dringlicher einen kurzfristigen Handlungsbedarf.

Um dem Wirtschaftsstandort Attendorn schnellstmöglich eine Lösung zu bieten, freuen wir uns auf Ihre Antwort."

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KlaKla, Freitag, 03.12.2021, 08:34 (vor 423 Tagen) @ KlaKla

von Wolfgang Schneider

Mobilfunknutzer in Attendorn haben es oft nicht leicht. Schwierigkeiten beim Gesprächsaufbau, eine oftmals schlechte Sprachqualität und lahme Datenverbindungen sind an der Tagesordnung – und das seit vielen Jahren. Immer wieder wurde das Thema diskutiert und die Situation kritisiert, doch gebessert hat sich bisher nichts. Im Gegenteil: Nachdem Ende September 3G-Sendeanlagen abgeschaltet worden sind, wurde die Misere noch größer.

Die UWG hatte sich vor einigen Wochen mit einem offenen Brief an die heimischen Abgeordneten gewandt und nochmals auf die unbefriedigende Situation hingewiesen (LokalPlus berichtete).

Die CDU-Abgeordneten Florian Müller (MdB) und Jochen Ritter (MdL) hatten das Thema aufgegriffen und Kontakt zur Telekom aufgenommen. Diese zeigte sich gesprächsbereit und Bürgermeister Christian Pospischil lud schließlich am Dienstag, 30. November, Vertreter der Ratsfraktionen, der Verwaltung und der Telekom zum Gespräch hinter verschlossenen Türen ein.

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