Kompetenzinitiative kommt mit angeblich neuer Hecht-Broschüre (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 14.04.2012, 23:21 (vor 2836 Tagen)

Das letzte, was ich ungefähr 2010 von Prof. Karl Hecht vom Hörensagen aus gut unterrichteter Quelle mitbekommen habe, war, dass er wegen eines Schwächeanfalls als Referent auf einer Anti-Mobilfunk-Veranstaltung vorzeitig unter der Obhut seiner Frau den Saal verlassen musste. Irgendwelche öffentlichen Auftritte des bald 90-Jährigen sind mir seither nicht zu Ohren gekommen, auch Suchmaschinen wissen davon nichts.

Umso überraschender zaubert die sogenannte Kompetenzinitiative (KOI) jetzt eine angebliche neue Broschüre aus dem Hut, die, so der Anschein des Titelblatts, von Karl Hecht geschrieben wurde. Dieses Heft 6 hat den Titel: Zu den Folgen der Langzeitwirkungen von Elektrosmog (PDF, 64 Seiten).

Ein Blick ins Impressum lässt erste Zweifel aufkommen: Dort wird Hecht "nur" neben anderen als Herausgeber geführt, die Redaktion des Heftes schreiben sich zu "Prof. Dr. Karl Richter (1936) in Zusammenarbeit mit Uwe Dinger und Peter Hensinger". 1. Auflage: März 2012.

In der Einleitung auf Seite 7 des Werks heißt es gleich zu Beginn: "Wenn ich als Arzt einen neuen therapeutischen ..." Hier schreibt also offenkundig der Mediziner Prof. Hecht (1924). Also ist Hecht anscheinend doch der Autor. Nur, warum dann im Impressum das Herumgedruckse mit "Herausgeber" und "Redaktion" statt klar erkennbarer Autorenschaft?

Ich meine die richtige Antwort darauf gefunden zu haben.

Am 7. Juli 2006 hielt Hecht auf der turnusmäßig von den "Grünen" im Bayerischen Landtag veranstalteten Elektrosmog-Anhörung einen Vortrag. Unser guter alter "Charles" war so freundlich, die 43-seitige Dokumentation dieses Vortrags als PDF auf seiner Website zu horten.

Tja, und wenn man dann anfängt, das alte PDF mit dem neuen PDF zu vergleichen, dann zeigt sich, dass das neue Fragmente des alten enthält. Hier ein paar auf die Schnelle gefundene Beispiele, wahrscheinlich gibt es noch viel mehr:

Neues PDF, Seite 7: "Wenn ich als Arzt einen neuen therapeutischen Wirkstoff oder ein neues diagnostisches Gerät bei Patienten anwenden möchte ...".
Altes PDF, Seite 13: "Wenn ich als Arzt ein neues Gerät oder ein neues Arzneimittel einführe möchte, muss ich für deren Unschädlichkeit Sorge tragen ...".

Neues PDF, Seite 18: "Tabellarische Übersicht über weitere Beispiele von Studien zu Langzeitwirkun-gen von EMF und deren Auswirkungen auf funktionelle Systeme des Menschen"
Altes PDF, Seite 24: "Beispiele von Langzeitwirkungen von EMF und deren Auswirkungen auf funktionelle Systeme des Menschen". Die Überschrift der Tabelle wurde neu getextet, der Inhalt blieb der alte.

Neues PDF, Seite 30: "An dem Richmonder Symposium nahm auch der Vertreter der Tschechoslowakei, Dr. Karel Marha et al. [1968/71], Leiter der Abteilung Hochfrequenzen am Institut für Betriebshygiene und Berufskrankheiten aus Prag, teil."
Altes PDF, Seite 21: "In der ehemaligen CSSR (Tschechoslowakei) war es Karel Marha et al. [1968/71],Leiter der Abteilung Hochfrequenzen am Institut für Betriebshygiene und Berufskrankheiten in Prag, der Untersuchungsergebnisse über die gesundheitsschädigende Wirkung von Mikrowellen mit analoger Symptomatik wie in Polen und Deutschaland fand."

Die Suche kann man auf andere ältere Dokumente ausdehnen, etwa auf Hechts Analyse russischer EMF-Studien aus dem Jahr 1997 (PDF, 115 Seiten):

Neues PDF, Seite 24: "Höreffekte von Impuls-EMF im SHF-Bereich. Die Entstehung subjektiver Hörempfindungen als unspezifische Reaktion des Organismus ist das Ergebnis der Umwandlung elektromagnetischer Energie in mechanische ...".
Altes PDF, Seite 23: "Höreffekte von Impuls-EMF im SHF-Bereich. Die Entstehung subjektiver Hörempfindungen als unspezifische Reaktion des Organismus, ist das Ergebnis der Umwandlung elektromagnetischer Energie in mechanische ...".

Für Hecht ungewöhnlich, da in den älteren Vergleichsdokumenten nicht zu finden, sind zwei anonyme Fallgschilderungen von überzeugten Elektrosensiblen (Fall Mary M. und Fall Vera F.). Auffällig am Fall Vera F.: Sie soll 2009 von Prof. Hecht begutachtet worden sein ("Bevor Vera F. zu mir kam ...") für einen Gerichtsprozess, den sie 2009/2010 wegen angestrebter Erwerbsunfähigkeit geführt haben will. Leider schreibt der Professor nicht, ob sein Gutachten die erwünschte Wirkung hatte, dies aber wäre mMn die eigentlich wichtige Information gewesen. Dass sie fehlt, sagt allerdings auch schon viel.

Fazit: Das angeblich neue Werk von Karl Hecht ist zumindest passagenweise keineswegs neu, sondern ein "Relaunch" wortgleicher oder umformulierter Passagen aus sechs bis 15 Jahre alten Dokumenten des Professors. Die "Bearbeitung" ist zweifelsfrei Verdienst der Redaktion des Heftes, ob Sie so gefällig war, auch gleich die neu hinzu gekommenen Passagen (z.B. die über Elektrosensible) zu formulieren, das sei dahingestellt. Wenn es so wäre, stellt sich die Frage nach dem "Warum?". Doch darüber lässt sich nur spekulieren, nach einigen Jahren der Auseinandersetzung mit der KOI und deren wilden Spekulationen übers IZgMF wage auch ich diesmal eine:

********* Spekulation ein *********
Für die auf Prestig stark bedachte KOI ist Prof. Hecht eine wichtige Gallionsfigur, die man möglichst lange behalten möchte. Doch der alten Herr könnte womöglich ganz andere Sorgen haben, als sich mit 88 noch für etwas aus dem Fenster zu lehnen, das ihm zu entgleiten droht. Eine hilfreiche "Redaktion" erledigt daher die eigentliche Arbeit an Heft 6, mix aus Altem und Neuem etwas, was nach einem noch immer rüstigen Karl Hecht aussieht - lässt dies Hecht vielleicht sogar noch "mit letzter Tinte" abnicken, und hat damit die Gallionsfigur für ein paar Jahre gebrauchsfertig konserviert. Das wäre nun alles nicht so wild, würde die KOI die Karten offen auf den Tisch legen. So aber sehe ich in dem Heft 6 eine Täuschung. Sollte dagegen ich mich täuschen, bitte Bescheid geben, damit ich diese Spekulation berichtigen kann. Gerne hätte ich selber bei dem Professor nachgefragt, doch a) ist es dafür ziemlich spät und b) einen Prof. Karl Hecht kennt die Auskunft in ganz Deutschland nicht.
********* Spekulation aus *********

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Gutachten, Richter, Täuschung, Hensinger, Broschürenreihe, Hecht, Relaunch, EMF-Publikationen, Dinger, Metastudie

Prof. K. Hecht bei Wikipedia von Mobilfunkgegnern vereinnahmt

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.04.2012, 00:45 (vor 2836 Tagen) @ H. Lamarr

Prof. Hechts Wirken wird bei "seinem" ohnehin ziemlich kargen Eintrag in der Web-Enzyklopädie im Wesentlichen auf das eingedampft, was ihn lange nach seiner aktiven Laufbahn angefangen hat zu beschäftigen: Elektrosmog.

Irritierend finde ich vor allem diese Passage aus seinem Eintrag:

"Bekannt wurde Hecht durch seine Auswertung russischer Studien zu Langzeitwirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder. Er vertritt die These, dass die derzeitigen Grenzwertbestimmung [sic!] nicht ionisierender Strahlung untauglich sind zum Schutz vor schädlichen EMF-Strahlung für den Menschen."

Irritierend deshalb, weil einen solchen tendenziösen Text eigentlich nur ein Außenstehender geschrieben haben kann, jemand der wenig Durchblick (bei Hecht) hat, ein Mobilfunkgegner vielleicht, auf jeden Fall kein unvoreingenommener Mensch.

Ich habe mir deshalb die Verfasser der "Hecht-Seite" etwas genauer angesehen.

Gewachsen ist der Eintrag am 3. April 2010 um 12:07 Uhr auf dem Mist eines "Enzyklopädist", der die schräge Textpassage jedoch noch nicht drinstehen hatte. "Enzyklopädist" wurde am 21. März 2011 als Autor von Wikipedia-Beiträgen dauerhaft gesperrt, es sei bei ihm "kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit erkennbar gewesen" schreibt einer der Admins lakonisch.

Doch schon am 7. April tritt ein "Gregor Bert" auf den Plan, jemand, der spontan zu Werke gegangen sein muss, denn in 18 Minuten schafft er es, nicht weniger als fünf Versionen des Hecht-Eintrags zu fabrizieren.

Sein erster Schritt um 21:35 Uhr war ein Link auf den Lebenslauf von Hecht bei "hese". Dies ist mMn auch ein deutlicher Hinweis darauf, wo der gute Mann anzusiedeln ist.

Um 21:50 Uhr hudelte er die oben zitierte schräge Passage ein, um 21:53 Uhr krönte er sein Werk abschließend mit einem Link zu der Anti-Mobilfunk-Bürgerinitiative Pulsschlag.

Unser Mann war so sehr darauf fixiert, seine Anti-Mobilfunk-Spuren eilends einzubringen, dass er den kapitalen Bock, der im vorhandenen Beitrag an exponierter Stelle stand, nicht bemerkte:

"Karl Hecht studierte von 1950 bis 1995 an der Charité Humanmedizin ...".

Demzufolge wurde Prof. Hecht noch vor Ende seiner Studienzeit an der Charité von dieser bereits wieder in den Ruhestand geschickt. Wahrscheinlich Weltrekord.

Der kuriose Fehler stand von Anfang an drin und hielt sich dort bis 15. Februar 2012, als ein Unbekannter mit einer Berliner IP-Adresse sich erbarmte und Hechts Studienzeit von 45 Jahren auf fünf verkürzte. Der von "Gregor Bert" gekonnt eingeflochtene Grammatikfehler hat jedoch auch diesen Eingriff unbeschadet überstanden.

"Gregor Bert" kümmert sich seit seinem missratenen Spontanauftritt bei Wikipedia wieder um Themen, von denen er hoffentlich mehr Peilung hat.

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Fehler, Hecht, Voreingenommen

Neue Irreführungen im alten Gewand

RDW ⌂ @, Sonntag, 15.04.2012, 09:30 (vor 2836 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von RDW, Sonntag, 15.04.2012, 09:53

Umso überraschender zaubert die sogenannte Kompetenzinitiative (KOI) jetzt eine angebliche neue Broschüre aus dem Hut, die, so der Anschein des Titelblatts, von Karl Hecht geschrieben wurde. Dieses Heft 6 hat den Titel: Zu den Folgen der Langzeitwirkungen von Elektrosmog (PDF, 64 Seiten).

Ein Blick ins Impressum lässt erste Zweifel aufkommen: Dort wird Hecht "nur" neben anderen als Herausgeber geführt, die Redaktion des Heftes schreiben sich zu "Prof. Dr. Karl Richter in Zusammenarbeit mit Uwe Dinger und Peter Hensinger". 1. Auflage: März 2012.

Egal von wem und wann, eines ist all diesen Heftchen der KOI gemeinsam: Das Streben nach Irreführung des Lesers steht offenbar an erster Stelle.

Bemerkenswert sind beispielsweise die Ausführungen des Autors auf Seite 9 zu einer Veröffentlichung des schweizerischen Buwal. Dabei wird unter Zuhilfenahme einer selbsterstellten Tabelle moniert, daß das Buwal Langzeituntersuchungen zu wenig berücksichtigt haben soll.
Nur: Weshalb unterschlägt der Autor dabei die Dutzenden von Untersuchungen zu Krebs, die das Buwal ebenfalls beschreibt und die allesamt Langzeitwirkungen umfassen?
Ist das der Sache angemessen, selbst wenn er zugibt, dazu nur 129 von 206 Quellenangaben des Buwal ausgewertet zu haben? Wohl kaum, man muss m. M. n. schon richtig betrügerische Absichten haben, um auf diese Weise das Buwal herabzuwürdigen. Eine wahrhaft tolle Leistung der Redaktion, absolut entlarvend. Zumal weiter hinten im Heftchen auf die Krebserkrankungen von Radarsoldaten als Langzeitwirkung herumgeritten wird.

Und wie nur kann man zu folgender Einschätzung in dem Kästchen unterhalb der Tabelle auf Seite 10 kommen.
"An den athermischen Effekt, der derartige Beschwerden auslösen kann, wurde jedoch nicht gedacht!"
Steht doch schon in der Zweitüberschrift der Veröffentlichung des Buwal, daß darin alleine Studien im Niedrigdosenbereich betrachtet wurden; also wie kann man es schaffen, daran nicht zu denken?
Ist eine solche Behauptung also Blindheit, Ignoranz oder einfach eine Frechheit?

Es gäbe noch einige Irreführungen mehr in diesem neuen Erguss der KOI zu beleuchten, doch mir genügen diese Beispiele bereits völlig. Was mag darin noch alles irreführend gekürzt oder verfälscht dargestellt sein? Was kann man als richtig und zutreffend ansehen? Wurden die Inhalte der Studien aus Russland ebenso manipulativ selektiert und editiert? Ich mache mir jedenfalls nicht die Mühe, das zu sortieren, es ist verlorene zeit und wenn ich Märchen lesen möchte, dann greife ich zu der Sammlung der Gebrüder Grimm.

Ich möchte einmal unterstellen, daß sich in dieser "Kompetenzinitiative" auch Menschen mit Sinn für Faktentreue und Anstand beteiligen. Nur frage ich mich dann, wie die so etwas durchgehen lassen können, ich finde das einfach beschämend.

RDW

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Kompetenzinitiative, Entlarven, EMF-Publikationen

Trittbrettfaher ohne Fachkompetenz

KlaKla, Sonntag, 15.04.2012, 11:43 (vor 2836 Tagen) @ RDW

Bekannter Massen haben diese Verfasser keine anerkannte Fachkompetenz vorzuweisen. Sie sind belesene Laien wie du und ich. Mit dem Unterschied, dass sie a. selbst überzeugte EHS-Betroffene sind oder b. zu den Nutznießer zählen (siehe Seite 2 im Pamphlet). Meinem Verständnis nach sind hier Trittbrettfahrer am Werk.

Mit zunehmender sachlich und fachlich kompetenter Aufklärung um Elektrosensibilität (EHS), sehen sich überzeugten EHS als missverstanden, verhöhnt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Sie klammern sich an überholte Ansichten und versuchen wo immer ihnen möglich darauf aufmerksam zu machen. So verpacken Sie mMn ihre persönliche Meinung u.a. in diesem Pamphlet und verweisen wie nicht anders zu erwarten auf Altes.

An Ihrer persönlichen Meinung ist nichts falsch. Wer an Ufos glauben will, darf das. Falsch ist, wie diese Verfasser mVn den Lesern ihre persönliche Meinung manipulativ unter jubeln und sich selbst als Kompetent versuchen darzustellen. Letztendlich betreiben sie doch nur Lobbyarbeit. Stichwort: Doppelmoral und nützliche Idioten

Beispiel, Meinung die 1.: Diese Einschätzung eines Arztes, weitab von dem seit 70 Jahren bekannten Erkenntnisstand, ist eine Verhöhnung der unter starkem Leidensdruck stehenden Mikrowellenkranken und Elektrosensiblen und eine arrogante Missachtung gesicherten Wissens, das ich vorstehend angeführt habe. Auf derartige Empfehlungen werden Gerichtsurteile in einem Land gefällt, das sich als ,Rechtsstaat’ bezeichnet. Dabei ist die unmenschliche ,Abfertigung’ von Vera F. vor dem Sozialgericht Stuttgart kein Einzelfall. (Testkasten orange im Pamphlet, Seite 45).

Beispiel Meinung die 2.: Eine wachsende Zahl betroffener Menschen kann bestätigen, dass das auch in Deutschland nicht anders ist – ganz abgesehen von der Frage, wie es auch bei uns um die EMF-Belastung der Operationssäle und Intensivstationen steht. Die Diffamierung der Elektrohypersensiblen zu einer Gruppe eingebildeter und/oder psychisch Kranker bezeichnet auch die deutsche Regel. Die Einweisung in psychiatrische Kliniken hat den Vorrang vor einer Gesundung durch den Schutz unserer Lebenswelt. Gestützt auf willige wissenschaftliche Berater entlasten die politisch Verantwortlichen ihr Gewissen mit dem Dogma, dass es Elektrosensible nicht gibt. Nicht hinzugefügt wird, dass es sie nicht geben soll und nicht geben darf, weil ihre Anerkennung ein Störfaktor für kommerzielle Interessen wäre. (Testkasten orange im Pamphlet, Seite 46).

Die Texte aus dem Pamphlet sind nicht gekennzeichnet als ein Zitat von … so entsteht wider mal der Fehler im Kopf des Leser. Dieser strategische Manipulationsversuch findet sich auch in anderen Pamphleten dieser Verfasser wider. Seriös ist mVn etwas anderes.

Die einen wollen und können wohl nicht mehr akzeptieren, dass Sie möglicher Wiese eine somatoforme Störung aufsitzen, die sich beheben lässt, wenn man sich in Fachlich kompetente Hände begibt (ohne das der Fachmann als befangen zu werten ist durch seine eigeneEHS-Betroffeneheit). Die anderen wollen sich ihre Geschäfte nicht abspenstig machen lassen.

In dem Pamphlet spricht man von einem Bericht eines Robert Becker. Gibt man in Google die Stichwörter Robert Becker u. Elektrohypersensibilitätssyndrom ein, wird klar woher die Verfasser ihre Inspiration haben und das Bild ist wider Stimmig. Was aus der Feder dieser Leute kommt ist mMn mit Vorsicht zu genießen.

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Meine Meinungsäußerung

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Unseriös, Glauben, Befangen, Trittbrettfahrer, Elektrochonder, Toleranz, Pamphlet, Glaubensfrage, Fachkompetenz, Hypersensibilität

Neue Irreführungen im alten Gewand

AnKa, Sonntag, 15.04.2012, 15:58 (vor 2836 Tagen) @ RDW

Ich möchte einmal unterstellen, daß sich in dieser "Kompetenzinitiative" auch Menschen mit Sinn für Faktentreue und Anstand beteiligen. Nur frage ich mich dann, wie die so etwas durchgehen lassen können, ich finde das einfach beschämend.

Viele werden einfach nur ihren Namen für die vermeintlich gute Sache hergegeben haben.

Dass ihre Namen bloß benutzt werden, müssen sie im Jahresverlauf nicht notwendigerweise bemerken.

Ab und zu wird es einen Mitgliederbrief mit den üblichen Hinweisen auf die eigenen Veröffentlichungen setzen. Das dürfte ausreichen, um die arglosen Leutchen bei der Stange zu halten.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Neue Irreführungen im alten Gewand

Sektor3, Sonntag, 15.04.2012, 16:40 (vor 2836 Tagen) @ RDW

Umso überraschender zaubert die sogenannte Kompetenzinitiative (KOI) jetzt eine angebliche neue Broschüre aus dem Hut, die, so der Anschein des Titelblatts, von Karl Hecht geschrieben wurde. Dieses Heft 6 hat den Titel: Zu den Folgen der Langzeitwirkungen von Elektrosmog (PDF, 64 Seiten).

...

Ist das der Sache angemessen, selbst wenn er zugibt, dazu nur 129 von 206 Quellenangaben des Buwal ausgewertet zu haben? Wohl kaum, man muss m. M. n. schon richtig betrügerische Absichten haben, um auf diese Weise das Buwal herabzuwürdigen. Eine wahrhaft tolle Leistung der Redaktion, absolut entlarvend. Zumal weiter hinten im Heftchen auf die Krebserkrankungen von Radarsoldaten als Langzeitwirkung herumgeritten wird.

Bei den Radarsoldaten spielen mWn drei Faktoren eine Rolle:

  • Radaranlagen hantieren mit extrem hohen Energien
  • bei den alten Radaranlagen wurde als Nebenprodukt Röntgenstrahlung erzeugt
  • die alten Radaranlagen waren z.T. mit radioaktiver Farbe (leuchtet im Dunkeln) markiert

Verhöhnung der Radaropfer

RDW ⌂ @, Sonntag, 15.04.2012, 17:18 (vor 2836 Tagen) @ Sektor3

Ist das der Sache angemessen, selbst wenn er zugibt, dazu nur 129 von 206 Quellenangaben des Buwal ausgewertet zu haben? Wohl kaum, man muss m. M. n. schon richtig betrügerische Absichten haben, um auf diese Weise das Buwal herabzuwürdigen. Eine wahrhaft tolle Leistung der Redaktion, absolut entlarvend. Zumal weiter hinten im Heftchen auf die Krebserkrankungen von Radarsoldaten als Langzeitwirkung herumgeritten wird.

Bei den Radarsoldaten spielen mWn drei Faktoren eine Rolle:

  • Radaranlagen hantieren mit extrem hohen Energien
  • bei den alten Radaranlagen wurde als Nebenprodukt Röntgenstrahlung erzeugt
  • die alten Radaranlagen waren z.T. mit radioaktiver Farbe (leuchtet im Dunkeln) markiert

Auch, oder gerade weil Prof. Hecht in dem Heftchen der Koi "Da ich mich den leidenden und Hilfe suchenden Radaropfern jedoch verpflichtet fühle,..." schreibt, empfinde ich es es als eine regelrechte Verhöhnung dieser Opfer, wenn er sie mit den durch Mobilfunk um Größenordungen geringer exponierten vermeintlichen "Mobilfunk-Elektrosmog-Betroffenen" in einen Topf wirft und sie dazu auf dem Deckblatt eines Heftchens mit dem Untertitel "Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks" abbildet.
Immerhin handelte es sich bei den Expositionen dieser "Radarsoldaten" um eine nicht unerhebliche ionisierende Strahlung sowie elektromagnetische Felder mit einem Vielfachen des Grenzwertes nach der 26. BImSchV, so etwas kann man doch nicht mit den Mikro- und Milliwatt pro Quadratmeter vergleichen, über die beim Mobilfunk so endlos gejammert werden.

All das meinte ich, als ich von einem mangelnden Anstand bei den Akteuren der Kompetenzinitiative schrieb. Diese Menschen haben m.M.n. doch jedes Maß und dazu noch die Fairness verloren und wollen nur noch in verantwortungsloser Weise Angst verbreiten.

RDW

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Radarsoldaten, Verhöhnung

Die Lüge kommt aus dem Inneren, die Wahrheit von Anderswoher

Alexander Lerchl @, Sonntag, 15.04.2012, 21:46 (vor 2836 Tagen) @ RDW

All das meinte ich, als ich von einem mangelnden Anstand bei den Akteuren der Kompetenzinitiative schrieb. Diese Menschen haben m.M.n. doch jedes Maß und dazu noch die Fairness verloren und wollen nur noch in verantwortungsloser Weise Angst verbreiten.

RDW

Im Prinzip richtig. Wobei das voraussetzt, dass sich die Damen und Herren ihres Tuns bewusst sind.

Dazu ein Zitat aus einer Buchbesprechung (Cristóbal von Erik Orsenna):

"Aber vielleicht kann man sich mehr auf die Lüge als auf die Wahrheit verlassen - 'weil die Lüge aus dem tiefsten Innern der Person kommt, während die Wahrheit anderswoher stammt' "

Schauermärchen wie von Frau W. und Elaborate "wuff"-schen Umfangs nimmt wirklich niemand mehr ernst, dazu ist schon so viel geschrieben worden, dass es mittlerweile nur noch langweilig ist.

Interessant wird es, wenn die Protagonisten sich nicht mehr daran erinnern (wollen), was sie einmal zu Papier brachten, wie jüngst im Fall Frau W. Das ist nicht nur hochgradig peinlich, sondern psychologisch interessant. Das Gehirn verdrängt gerne unangenehme Sachverhalte, u.a. die Wahrheit.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

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Die Lüge kommt aus dem Inneren, die Wahrheit von Anderswoher

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.04.2012, 22:50 (vor 2836 Tagen) @ Alexander Lerchl

Interessant wird es, wenn die Protagonisten sich nicht mehr daran erinnern (wollen), was sie einmal zu Papier brachten, wie jüngst im Fall Frau W. Das ist nicht nur hochgradig peinlich, sondern psychologisch interessant. Das Gehirn verdrängt gerne unangenehme Sachverhalte, u.a. die Wahrheit.

Das ist noch nicht raus, wer diese alte Story versemmelt hat. Herr Münzenberg hat meine Anfrage bislang nicht beantwortet, wegen möglichem Osterurlaub könnte aber doch noch etwas kommen.

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Münzenberg

Kompetenzinitiative kommt mit angeblich neuer Hecht-Broschüre

KlaKla, Sonntag, 15.04.2012, 10:46 (vor 2836 Tagen) @ H. Lamarr

Das letzte, was ich ungefähr 2010 von Prof. Karl Hecht vom Hörensagen aus gut unterrichteter Quelle mitbekommen habe, war, dass er wegen eines Schwächeanfalls als Referent auf einer Anti-Mobilfunk-Veranstaltung vorzeitig unter der Obhut seiner Frau den Saal verlassen musste. Irgendwelche öffentlichen Auftritte des bald 90-Jährigen sind mir seither nicht zu Ohren gekommen, auch Suchmaschinen wissen davon nichts.

Wie verhält es sich, mit diesem Pamphlet, wenn Prof. Dr. Hecht an Alzheimer/Demenz erkrankt ist?

Umso überraschender zaubert die sogenannte Kompetenzinitiative (KOI) jetzt eine angebliche neue Broschüre aus dem Hut, die, so der Anschein des Titelblatts, von Karl Hecht geschrieben wurde. Dieses Heft 6 hat den Titel: Zu den Folgen der Langzeitwirkungen von Elektrosmog (PDF, 64 Seiten).

Diese Art der Manipulation ist in diesem Kreis gängige Praxis, wie man hier sehen kann.

Ein Blick ins Impressum lässt erste Zweifel aufkommen: Dort wird Hecht "nur" neben anderen als Herausgeber geführt, die Redaktion des Heftes schreiben sich zu "Prof. Dr. Karl Richter in Zusammenarbeit mit Uwe Dinger und Peter Hensinger". 1. Auflage: März 2012.

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Meine Meinungsäußerung

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Richter, Hensinger, Broschürenreihe, Dinger

Kompetenzinitiative kommt mit angeblich neuer Hecht-Broschüre

Doris @, Sonntag, 15.04.2012, 11:45 (vor 2836 Tagen) @ H. Lamarr

Das letzte, was ich ungefähr 2010 von Prof. Karl Hecht vom Hörensagen aus gut unterrichteter Quelle mitbekommen habe, war, dass er wegen eines Schwächeanfalls als Referent auf einer Anti-Mobilfunk-Veranstaltung vorzeitig unter der Obhut seiner Frau den Saal verlassen musste. Irgendwelche öffentlichen Auftritte des bald 90-Jährigen sind mir seither nicht zu Ohren gekommen, auch Suchmaschinen wissen davon nichts.

Es sieht so aus, als sei er noch fit wie ein Turnschuh. Wahrscheinlich liegt es am eingenommenen Zeolith für das er unermüdlich wirbt und in dieser Sache ist er auch erstrangig unterwegs.

Er hat - so wie es aussieht - die wissenschaftliche Leitung bei Heck Bio Pharma und hat für dieses Unternehmen gestern einen Vortrag gehalten

Aktiv war er letztes Jahr anläßlich der Fukushima Katastrophe mit diesem Papier.

Übrigens....
Nehmen Sie Zeolith ein, das soll sogar aus ergrautem Haar wieder auf wundersame Weise dunkles Haar zaubern, sollten Sie damit bereits behaftet sein. ;-) Steht in irgendeiner Stellungnahme von Dr. Hecht zu Zeolith.

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Hecht, Zeolith

Irrtum: Karl Hecht doch Autor von Heft 6

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.04.2012, 13:22 (vor 2836 Tagen) @ Doris

Es sieht so aus, als sei er noch fit wie ein Turnschuh. Wahrscheinlich liegt es am eingenommenen Zeolith für das er unermüdlich wirbt und in dieser Sache ist er auch erstrangig unterwegs.

Dann muss ich da wohl einen Irrtum einräumen.

Der Link zu Heck Bio Pharma revidiert meine Vorstellung, Prof. Hecht wäre ein Pflegefall geworden, erheblich. Wer mit 88 noch so aktiv umherreist, der kann zwischendurch für die KOI auch gut aus altem und neuem Material eine 64-seitige Broschüre zusammengemixt haben. Angesichts dieser Sachlage halte ich meinen Vorwurf der Täuschung durch die Redaktion der Broschüre nicht aufrecht. Das gilt natürlich nur für die Frage der Autorenschaft.

Übrigens....
Nehmen Sie Zeolith ein, das soll sogar aus ergrautem Haar wieder auf wundersame Weise dunkles Haar zaubern, sollten Sie damit bereits behaftet sein. ;-) Steht in irgendeiner Stellungnahme von Dr. Hecht zu Zeolith.

Danke für den Tipp, funktioniert aber wohl nicht immer :confused:

[image]

Allein durch sein Lebensalter scheint Prof. Hecht der lebendige Beweis dafür zu sein, dass Zeolith ein Lebenselixier ist. Aber: Auch Altkanzler Helmut Schmidt hat scheinbar so eines, das bei ihm offenkundig genauso stark wirkt, andere dagegen eher ins Grab bringt ;-).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Irrtum: Karl Hecht doch Autor von Heft 6

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.04.2012, 15:09 (vor 2836 Tagen) @ H. Lamarr

Irrtum: Karl Hecht doch Autor von Heft 6

Vielleicht sollte ich - der Kinder wegen - noch anmerken, dass Heft 6 noch lange kein 6-Heft sein muss :lookaround:.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Irrtum: Karl Hecht doch Autor von Heft 6

Kuddel, Sonntag, 15.04.2012, 15:13 (vor 2836 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Sonntag, 15.04.2012, 15:39

Der Link zu Heck Bio Pharma ...

Die Firma hat Mittelchen für fast alle Probleme, z.B. Grauer Star, Makuladegeneration, Fibromyalgie , ADHS, Zuckerkrankheit, Osteoporose

Interessant finde ich die Liste der Mitarbeiter:

Die "wissenschaftliche Leitung" besteht ausschließlich aus Prof. Hecht.
Merkwürdigerweise taucht der Firmen-Namensgeber , Dipl. Chemiker "Heck", dort nicht auf.

Im "Innendienst"gibt es offenbar keine Mitarbeiter (spricht für niedrige Entwicklungskosten...)

Die Mitarbeiter im "Außendienst" zeichnen sich durch "professionelle" E-Mail-Adressen a la "@web.de, @T-online.de, @gmx.de" aus...

...Überwiegend "Heilpraktiker" und auch eine "wissenschaftliche Mitarbeiterin" mit der Kompetenz eines Diplomabschlusses in Politik und Jura :lookaround:

K

Tags:
Linsentrübung, Hecht, Kommerz, Grauer Star, Heilpraktiker

Austrag

Robert, Sonntag, 15.04.2012, 19:59 (vor 2836 Tagen) @ Kuddel

Die Firma hat Mittelchen für fast alle Probleme, z.B. Grauer Star, Makuladegeneration, Fibromyalgie , ADHS, Zuckerkrankheit, Osteoporose


Es sieht so aus, als ob man damit ganz gut verdienen kann (Bundesanzeiger).

--
Niemand ist unnütz.
Man kann zumindest noch als schlechtes Beispiel dienen.

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