Dr. med. Markus Kern: Notfallausweis für Elektrosensible (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 29.03.2012, 10:56 (vor 2793 Tagen)

Der bayerische "ärztliche Qualitätszirkel" hat eigenen Angaben zufolge einen Ausweis für überzeugte Elektrosensible entwickelt. Wie Zirkelleiter Dr. med. Markus Kern in einem Kurzvideo des Regionalsenders TVA berichtet, sei der Ausweis dazu gedacht, ähnlich wie ein Allergiepass im Ernstfall Behandler auf die Krankheit hinzuweisen. Dieser Notfallausweis ist außerordentlich sinnvoll, denn überzeugte Elektrosensible müssen so nicht mehr vergebliche Heilungsversuche mit klassischer Apparatemedizin über sich ergehen lassen, vielmehr wissen Behandler in Krankenhäusern anhand des Ausweises sofort, dass eine Überstellung des Notfallpatienten in die psychiatrische Abteilung bessere Erfolgsaussichten bietet. Kern ist Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, er weiß also wovon er redet und er hat auch selbst einen Fall von überzeugter Elektrosensibilität in seiner Familie.

Hintergrund
Der bayerische ärztliche Qualitätszirkel ist schon mehrfach durch spektakuläre Aktionen zum Wohle überzeugter Elektrosmog-Betroffner in Erscheinung getreten. Unvergessen sind z.B. die beschwörenden Aufrufe des Zirkelmitglieds Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam.

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Dr. med. Markus Kern: Notfallausweis für Elektrosensible

KlaKla, Samstag, 31.03.2012, 12:21 (vor 2791 Tagen) @ H. Lamarr

In Deutschland werden anerkannte Gesundheitspässe (Impfpass, Allergikerausweis oder Röntgenpass) von Krankenkassen oder Gesundheitsamt ausgegeben.

Wie anderswo geschrieben, (nicht von mir) stigmatisiert dieser Notfallausweis Patienten. Das erscheint offenkundig, für all jene, die sich mit der Problematik überzeugter EHS auseinander gesetzt haben. Eine Stigmatisierung von Patienten kann nicht im Interesse von Krankenkassen sein. Dieser Qualitätszirkel lässt einen Versuchsballon los.

Sie teste damit wie das evtl. Produkt (Notfallausweis) von den Patienten und der Öffentlichkeit angenommen wird und was dagegen spricht. Im Beitrag heißt es weitere Informationen zum Notfallausweis finden sie auf der Webseite .... Ich konnte jedoch keine weiteren Informationen zu diesem Notfallausweis für Elektrosensible finden.

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Qualitätszirkel "Elektromagnetische Felder in der Medizin"

H. Lamarr @, München, Samstag, 31.03.2012, 23:42 (vor 2790 Tagen) @ H. Lamarr

Der bayerische "ärztliche Qualitätszirkel" ...

... gemeint ist der ärztliche Qualitätszirkel "Elektromagnetische Felder in der Medizin", ist einer von mindestens 1440 ärztlichen Qualitätszirkeln (PDF) in Bayern. Die Einschränkung "mindestens" ist erforderlich, weil das PDF nur die Zirkel enthält, die einer Veröffentlichung zugestimmt haben. Einen zweiten Qualitätszirkel über elektromagnetische Felder enthält die verlinkte Liste nicht.

Mit Qualität haben die ärztlichen Qualitätszirkel allerdings nicht viel zu tun, so gibt es in Bayern z.B. fast 30 ärztliche Qualitätszirkel zur "Qualitästssicherung" in der Quacksalberei (Homöopathie).

Nach Darstellung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns sind Qualitätszirkel moderierte Arbeitskreise von Ärzten/Psychotherapeuten. Sie entstehen in Eigeninitiative (minimal 5, maximal 20 Mitglieder), die Teilnahme ist in der Regel freiwillig. Ziel ist die Qualitätssicherung der ärztlichen Leistung. Die Treffen finden regelmäßig statt, die Arbeitsergebnisse werden dokumentiert. Qualitätszirkel werden von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) finanziell und durch Ausbildung der QZ-Moderatoren gefördert.

Zwei schon etwas angestaubte Kostproben (PDFs) aus der Frühzeit des ärztlichen Qualitätszirkels "Elektromagnetische Felder in der Medizin" geben Einblick in die Geisteswelt der Zirkelmitglieder:

- Brief an (damaligen) Umwelt-Bundesminister Gabriel (2005)
- Einladung zum Mobilfunkgegner-Treffen in Murnau (2006)

Zuletzt war es still geworden, um den Qualitätszirkel von Dr. Kern im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.

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Alternative Heilmethode Qigong statt überzeugte EHS

KlaKla, Sonntag, 01.04.2012, 11:36 (vor 2790 Tagen) @ H. Lamarr

Ich gratuliere Anke K. nach vielen Jahren hat sie endliche ihre innere Mitte wider gefunden. Noch im Jahr 2009 sagte sie Zitat: „Ich habe keinen Zweifel, dass die Verbreitung der elektromagnetischen Felder das größte Element in der heutigen Umweltverschmutzung dieser Erde ist.“
2005 ließ sie verlauten, dass sie glaubte das Funkstrahlung sie krank macht und sie möglicherweise ihr Zuhause verlassen muss. Nicht bekannt war, dass Sie an einer schweren Rheumatischen Erkrankung litt.

Seit 7 Jahren beschäftigt Sie sich mit Qigong und es geht ihr wie man auch sehen kann deutlich besser.

Es scheint wirklich gut zu tun, Belastendes einfach abzuwerfen und sich positiven neuen Interessen anzunehmen.

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RayGuard und der ärztliche Qualitätszirkel

KlaKla, Montag, 02.04.2012, 09:12 (vor 2789 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Montag, 02.04.2012, 09:54

[image]Wenn ich mich nicht irre, ist der ältere Herr links neben Dr. Peter Germann (IGUMED)
Dr. Paul-Gerhard Valeske.
Valeske macht unter anderem Werbung für den Ray-Guard zuvor Ray-Master.
In einem Video sagt er dass das Aufstellen
eines Ray-Guard Home
(771,- inkl. MwSt.)
in der Wohnung sogar
das Wohlbefinden von Haus- u. Nutztieren steigert.

Ist das Ziel dieses ärztlichen Qualitätszirkels, den Kollegen die Esoterik und ihre wundersame Wirkung näher zu bringen? Das ist nicht so ganz in meinen Interesse als zahlendes Mitglied einer Krankenkasse.

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Besserer Verbraucherschutz vor esoterischen Angeboten

H. Lamarr @, München, Montag, 02.04.2012, 11:10 (vor 2789 Tagen) @ KlaKla

Valeske macht unter anderem Werbung für den Ray-Guard zuvor Ray-Master. In einem Video sagt er dass das Aufstellen eines Ray-Guard Home (771,- inkl. MwSt.) in der Wohnung sogar das Wohlbefinden von Haus- u. Nutztieren steigert.

"Liebe Frau Bundeskanzler,
ich schreibe aus aktuellem Anlass als Betroffener:
Meine Frau hat sich über einen längeren Zeitraum nach und nach in esoterische Angebote verstrickt. Fing es zu Beginn noch ganz harmlos mit alternativer Medizin, die sie an unseren 3 Kindern ausprobierte, an, ging es weiter über Heilsteine, Wahrsagerbesuche, Familienaufstellungen, Reiki, Kartenlegen, Meditationen bis hin zu Seminarbesuchen. Am Ende ist sie in der Annahme eine berufliche Weiterbildung zu machen in einer Sekte gelandet von der sie sich nicht mehr lösen konnte. Sie verließ die Familie und nahm sich etwa ein Jahr später aus Verzweiflung das Leben."

Dies und mehr schreibt Joachim Huessner im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin. Er wünscht sich einen besseren Verbraucherschutz vor esoterischen Angeboten. Wer Huessners Anliegen unterstützen möchte, kann <hier> eine Stimme für ihn abgeben und einen Kommentar hinterlassen. Meine Stimme hat der Mann schon. Momentan hat der Vorschlag 1624 Stimmen und 74 Kommentare, das ist weit mehr als alle Anti-Mobilfunk-Vorschläge zusammen, und dies zeigt mMn, dass Handlungsbedarf besteht.

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Esoterik mit tödlicher Folge

Gast, Montag, 02.04.2012, 11:46 (vor 2789 Tagen) @ H. Lamarr

Glauben bis in den Tod-Der oberbayerische Messias

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Sektenepertin warnt vor Esoterik

KlaKla, Dienstag, 03.04.2012, 09:49 (vor 2788 Tagen) @ Gast

Dazu gibt es u.a. hier einen interessanten Beitrag aus dem vergangenen Jahr.
Sektenexpertin warnt vor Esoterik und Jürgen Fliege

J. Fliege verteidigte seine obskuren Kauf-Homepage-Angebote mit dem Satz:
"Ich kaufe auch bei Juden." Noch Fragen?

:no:

Auch in der Szene der Mobilfunkgegner ist eine Sekten ähnliche Gruppierung ins Spiel gebrachte wurden.
Ich erinnere an die Auftritte von
Dr. J. Mutter, Dr. Ch. Scheiner und Ulrich Weiner

Weitere Verbindungen von diesen Leuten führen u.a. zu Dr. med. Dietrich Klinghardt - Psycho - Kinesiologie I + II (2)

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Scheiner & Weiner auf Jesustrip?
Aufbruch: Partei der elektrosensiblen Sektierer

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Leukämie durch DECT

kureck @, Dienstag, 03.04.2012, 10:56 (vor 2788 Tagen) @ KlaKla

Dr. Ch. Scheiner

Bei 07:20 (noch länger kann man sich sowas ja nicht anschaun...):

"[...] ein Professor Hardell, dass die Leukämierate, und da bitte schön an die Kinder denken, die Leukämierate 7 bis 11 mal so hoch ist."

Es geht um DECT. Hab' ich was verpasst?

Leukämie durch DECT

Kuddel, Dienstag, 03.04.2012, 19:51 (vor 2787 Tagen) @ kureck

...nicht nur DECT, auch Sendemasten...

Dr. S. hatte in einigen Fallbeispielen seine Finger im Spiel.
Z.B. Suzanne S. aus Oberammergau, oder Familie K. aus Dresden, welche aus Sorge um Ihre Kinder aus ihrem Haus ausgezogen ist.
http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=42138

Derbleckt mit Leukämie durch DECT

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 04.04.2012, 00:06 (vor 2787 Tagen) @ kureck

Bei 07:20 (noch länger kann man sich sowas ja nicht anschaun...):

"[...] ein Professor Hardell, dass die Leukämierate, und da bitte schön an die Kinder denken, die Leukämierate 7 bis 11 mal so hoch ist."

Es geht um DECT. Hab' ich was verpasst?

Nein, Sie haben nichts verpasst, sondern Dr. Scheiner hat seinen Zuhörern im Vorübergehen mal schnell einen mörderischen Bären aufgebunden. Er ist in dieser Disziplin führend, denn weil er eine so seriöse Ausstrahlung hat, können bei ihm die Bären viel größer sein als bei anderen.

Hardell hat gemäß EMF-Portal fünf Studien durchgeführt, bei denen er auch DECT-Befeldung eingesetzt hat. Eine Betrachtung des Endpunkts Leukämierisiko ist jedoch bei keiner dieser Studien gegeben. Nicht verwunderlich, denn eigentlich wissen schon Frischlinge in der Anti-Mobilfunkszene, dass Lennart Hardell der Mann für Hirntumoren ist und nicht für Blutkrebs.

Gegenprobe: Gäbe es infolge DECT-Befeldung tatsächlich eine sieben- bis elfmal höhere Leukämierate (bei Kindern), DECT würde das Leukämierisiko im Nahfeld von Atomkraftwerken weit in den Schatten stellen und Dr. Scheiner würde es bestimmt nicht im Plauderton mal eben beiläufig in einem Vortrag vor AZK-Sektenanhängern einflechten, sondern das Thema läge in Berlin auf den Tischen von vielen wichtigen Leuten.

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