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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog - Stoa: Was wurde eigentlich aus Eva Kaili?</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Stoa: Was wurde eigentlich aus Eva Kaili? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Politisch ist Eva Kaili als EU-Vizepräsidentin Geschichte: sie verlor ihr Amt, wurde suspendiert und trat bei der Wahl 2024 nicht erneut an. Rechtlich ist der Fall weiterhin offen; es gibt bislang keine endgültige gerichtliche Entscheidung über Schuld oder Unschuld. Kaili bestreitet die Vorwürfe und hat ihrerseits juristische Schritte gegen Teile der Ermittlungen eingeleitet.</p>
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<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 19:28:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa: Ex-Vorsitzende in Korruptionsskandal verwickelt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Jahr nach Bekanntwerden des Bestechungsskandals im Europäischen Parlament kritisiert die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International mangelnde Fortschritte bei der Aufarbeitung. „Solange wir die Kultur im Parlament nicht ändern, kann es wieder passieren“, sagte Shari Hinds von Transparency International der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe zwar Vorschriften, aber sie würden nicht richtig durchgesetzt und nicht überwacht. „Im Moment gibt es praktisch keine Konsequenzen, wenn die Regeln nicht eingehalten werden.“<br />
[...]<br />
Das EU-Parlament reagierte auf den Skandal mit schärferen Transparenzregeln. Dazu zählen etwa Vermögenserklärungen am Anfang und am Ende eines Mandats sowie strengere Regeln für die Annahme von Geschenken. Außerdem müssen deutlich mehr Treffen mit Lobbyisten veröffentlicht werden. Nach Ansicht von Transparency International geht das nicht weit genug. Das Hauptproblem sei demnach nicht angegangen worden: „Die Kultur der Straflosigkeit und der Mangel an Integrität“, sagte Hinds.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.rnd.de/politik/eu-korruptionsskandal-2022-neue-vorwuerfe-gegen-eva-kaili-ZTSBIPQ6YJPQ7H7XF4U3CADUX4.html">Neue Vorwürfe gegen Eva Kaili</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 09 Apr 2024 13:08:49 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa-Studie: ein Geschenk Gottes für Italiens Mobilfunkgegner (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Diagnose-Funk nutzt die kommende Bundestagswahl, um sich mit einer neuen &quot;EU-Studie&quot;, einer alarmierenden Review über angebliche Gesundheitsrisiken von 5G in Szene zu setzen. Doch wie immer bei diesem Verein: Schaut man genauer hin, bleibt von der kernigen Ankündigung nicht viel übrig. Dieser Faktencheck gilt nicht dem Inhalt der Review, sondern den fragwürdigen Umständen, unter denen dieses Papier zustande kam. Die Recherchen deuten auf eine herbe Fehlfunktion in der Stoa-Lenkungsgruppe des EU-Parlaments hin. Ob sich daraus ein handfestes Skandälchen entwickelt ist noch nicht entschieden.</p>
</blockquote><p><strong><span style="color:#666;">Manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht. Denn ein weiterer bislang unbeachtet gebliebener Aspekt in der Causa &quot;Stoa-Studie&quot; ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie. Dieser hätte für die Studienautorin aus Italien nicht besser liegen können.</span></strong></p>
<p>Vergeben hatte Stoa den Auftrag für eine Review der gesundheitlichen Auswirkungen von 5G unter fragwürdigen Begleitumständen (darum geht es oben in diesem Strang) an die italienische Wissenschaftlerin Fiorella Belpoggi. Veröffentlicht wurde die Studie, die eigentlich ein Bericht ist, für die Allgemeinheit am 22. Juli 2021, zuvor wurde sie am 31. Mai 2021 anlässlich einer Online-Präsentation Mitgliedern des EU-Parlaments vorgestellt.</p>
<p>Der Zeitpunkt war für die überzeugte Mobilfunkkritikerin Belpoggi eine Punktlandung, denn Mitte 2021 tat sich ausgerechnet in Italien etwas, für dessen Vereitelung die Review wie geschaffen war: <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=70631">Die italienische Politik schickte sich an</a>, die strengen HF-EMF-Vorsorgewerte des Landes zu lockern, um den 5G-Netzausbau im Stiefel zu fördern. Ob es aufs Konto der alarmierenden Stoa-Studie ging ist nicht bekannt, Fakt ist jedenfalls, der politische Vorstoß zur Grenzwertlockerung in Italien versandete seinerzeit und wurde erst 2023 wieder aufgegriffen. Der Vorgang erinnert an das Scheitern des Nichtraucherschutzgesetzes im Deutschen Bundestag (<a href="https://dip.bundestag.de/vorgang/entschlie%C3%9Fungsantrag-zum-gesetz-zum-schutz-der-nichtraucher-in-der-%C3%B6ffentlichkeit/119335"><span class="underline">1998</span></a>), eine peinliche Fehlentscheidung, die erst rd. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtraucherschutzgesetze_in_Deutschland">zehn Jahre später</a> korrigiert wurde.</p>
<p>Der äußerst günstige Zeitpunkt des Erscheinens der Stoa-Studie auf der Bildfläche kann Zufall sein, die Häufung fragwürdiger Begleitumstände dieses Projekts nähren jedoch auch die Spekulation, dass hier ein perfider Plan im Spiel war. Welche der beiden Varianten die zutreffende ist, werden wir wohl nie erfahren und letztlich ist es auch egal, denn so oder so wird Ende April 2024 aller Wahrscheinlichkeit nach der Vorsorgegrenzwert in Italien von 6 V/m auf 15<span style="color:#fff;">.</span>V/m gelockert.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 08 Apr 2024 22:27:08 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa: Ex-Vorsitzende Kaili aus Haft entlassen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><blockquote><p>[...] Im Zuge der Ermittlungen wegen mutmaßlicher Korruption durch Katar ist auch die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Eva Kaili, ins Visier der belgischen Polizei geraten.</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p>Die Anwälte der abgesetzten EU-Parlamentsvizepräsidentin sind mit einem Antrag auf Haftentlassung vor einem Gericht gescheitert. </p>
</blockquote><p>Am 12. April 2023 <a href="https://www.spiegel.de/ausland/eva-kaili-darf-gefaengnis-verlassen-a-39fa8368-90ad-4111-915b-9ffb18e84449?dicbo=v2-GdB4g1w#kommentare">meldet der Spiegel</a>, die Stoa-Ex-Vorsitzende Eva Kaili darf den Rest der Untersuchungshaft im Hausarrest verbüßen. Die Meldung hat 203 Kommentare ausgelöst, erschreckend viele erwecken den Anschein, Kaili sei eine rechtmäßig verurteilte Straftäterin, an deren Schuld es keinerlei Zweifel gibt.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 16 Apr 2023 20:42:06 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa: Ex-Vorsitzende Kaili bleibt weiter in Haft (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>[...] Im Zuge der Ermittlungen wegen mutmaßlicher Korruption durch Katar ist auch die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Eva Kaili, ins Visier der belgischen Polizei geraten.</p>
</blockquote></blockquote><p>Die Anwälte der abgesetzten EU-Parlamentsvizepräsidentin sind mit einem Antrag auf Haftentlassung vor einem Gericht gescheitert. Laut der Richter besteht Fluchtgefahr (<a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-01/eu-korruptionsskandal-eva-kaili">Quelle</a>). Und: Der SPIEGEL konnte Hunderte Seiten aus Ermittlungsakten zur Bestechungsaffäre im EU-Parlament einsehen. Sie zeigen, wie es so weit kommen konnte – und lassen ahnen, dass bislang erst die Spitze des Eisbergs bekannt ist (<a href="https://www.spiegel.de/ausland/korruption-im-eu-parlament-a-9e402bd7-33f2-4ff1-984d-35cd92c295c6">Quelle</a>).</p>
<p>Darüber, ob bei der Auftragsvergabe für die sogenannte &quot;Stoa-Studie&quot; zu 5G-Gesundheitsrisiken unter dem Stoa-Vorsitz von Kaili (gesprochen <em>Ka-ili</em> und nicht, wie anfangs häufig in den TV-Medien zu hören war <em>Kai-li</em>) zu Mauscheleien kam, liegen bislang öffentlich keinerlei Information vor. Auch wenn es mMn unwahrscheinlich ist, ausschließen lässt sich eine Einflussnahme Kailis in dieser Angelegenheit nicht.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 21 Jan 2023 11:50:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa: Ex-Vorsitzende in Korruptionsskandal verwickelt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>[...] Im Zuge der Ermittlungen wegen mutmaßlicher Korruption durch Katar ist auch die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Eva Kaili, ins Visier der belgischen Polizei geraten.</p>
</blockquote><p><a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-12/eu-parlament-vize-praesidentin-befugnisse-entzug-korruption-verdacht">Zeit Online</a> weiß: <em>[...] Festgenommen wurden zudem der ehemalige sozialdemokratische Europaabgeordnete und heutige Chef der Nichtregierungsorganisation Fight Impunity, Pier Antonio Panzeri, sowie der Generalsekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), Luca Visentini. Aus Kreisen der italienischen Regierung wurden der Nachrichtenagentur AFP am Samstag in Rom zudem zwei weitere Festnahmen bestätigt: Betroffen sind die Ehefrau und die Tochter Panzeris. [...]</em></p>
<p>Hmmm, das sind alles Italiener ...</p>
<p>Sicherlich nur ein Zufall, dass auch die Autorin des umstrittenen Stoa-Berichts Italienerin ist <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />. </p>
<p>Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass F. Belpoggi eine politische Karriere anstrebt und sich auf der <a href="https://www.abilitychannel.tv/elezioni-politiche-2022-candidati-senato-plurinominale/">Liste des Bündnisses Grüne/Linke</a> im September 2022 (vergeblich) für einen Sitz im <a href="https://www.senato.it/leg/19/BGT/Schede/Attsen/Regioni/13.html">Senat der Region Abruzzen</a> empfahl.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72691</link>
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<pubDate>Sun, 11 Dec 2022 13:29:16 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa: Ex-Vorsitzende in Korruptionsskandal verwickelt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Stoa-Vorstand setzt sich gegenwärtig zusammen aus der Vorsitzenden Eva Kaili, Griechenland, sowie dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden Christian Ehler, Deutschland, und dem zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Ivars Ijabs, Lettland. Alle drei werden von den Gruppenmitgliedern gewählt, vierte im Vorstand ist Ewa Kopacz.</p>
</blockquote><p>Inzwischen hat Christian Ehler Eva Kaili was den Stoa-Vorsitz anbelangt beerbt, da die Griechin zu einer Vizepräsidentin des EU-Parlaments aufstieg.</p>
<p>Doch heute <a href="https://www.spiegel.de/ausland/korruptionsermittlungen-im-eu-parlament-eva-kaili-im-visier-a-fbc54e0c-76c5-453c-93e8-4c4c809b36bc">berichtet der Spiegel</a>:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Im Zuge der Ermittlungen wegen mutmaßlicher Korruption durch Katar ist auch die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Eva Kaili, ins Visier der belgischen Polizei geraten. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete am Freitagabend unter Berufung auf Angaben der Staatsanwaltschaft, Kaili sei festgenommen worden. Andere Medien meldeten, Kaili werde von der Polizei befragt. [...]</strong></em></span></p>
<p>Solange nichts bewiesen ist, gilt auch für Kaili die Unschuldsvermutung. Sollte sich der Korruptionsverdacht jedoch bestätigen, muss man sich mMn schon fragen dürfen, ob die ehemalige Stoa-Vorsitzende im Fall der umstrittenen Belpoggi-Review ganz und gar unabhängig war.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72686</link>
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<pubDate>Sat, 10 Dec 2022 09:35:16 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa-Finale: 5G-Health-Review wurde ohne Ausschreibung vergeben (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>... sagt <strong>wer</strong>?</p>
</blockquote><p>□  Bill Gates<br />
□  George Soros<br />
□  die Rothschilds<br />
□  das System<br />
□  die da oben</p>
<p>Gewünschtes bitte ankreuzen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72356</link>
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<pubDate>Tue, 16 Aug 2022 22:23:46 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa-Finale: 5G-Health-Review wurde ohne Ausschreibung vergeben (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wie das IZgMF bei Recherchen in Brüssel erfahren hat, ging der Auftrag direkt an Belpoggi, da das Auftragsvolumen unter 15'000 Euro liegt und deshalb gemäß den Auftragsvergaberegeln der EU für externe Dienstleister keine öffentliche Ausschreibung des Projekts erforderlich war. Die Quelle dieser Information möchte ich nicht nennen, sie ist jedoch über jeden Zweifel erhaben.</p>
</blockquote><p>Da bekommt die <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=71215">Auskunft vom STOA-Verantwortlichen</a> doch ein Geschmäckle.</p>
<p><em><span style="color:#090;">Der Gedanke, einer Gruppe von Wissenschaftlern, die gemeinsam an einem bestimmten Thema arbeiten, Studien zuzuweisen, ist sinnvoll, aber nicht immer einfach unter Einhaltung unserer strengen Finanzvorschriften umzusetzen. <br />
</span></em><em><span style="color:#090;"></span></em></p>
<p><em><span style="color:#090;">Vor allem, wenn wir, wie <span class="underline">in diesem Fall</span>, den Abgeordneten innerhalb einer relativ <span class="underline">kurzen Zeitspanne</span> Ratschläge erteilen <span class="underline">müssen</span>. </span></em><br />
... sagt <strong>wer</strong>?</p>
<p><br />
Danke für die hartnäckige Recherche!<br />
<em>Nothing in this world can take the place of persistence.</em><br />
(Calvin Coolidge)<br />
 <br />
[<em>Admin: Verunglückten Link mit id=71215 repariert, 16.08.22, 21:50 Uhr</em>]</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72353</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72353</guid>
<pubDate>Tue, 16 Aug 2022 15:01:58 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Schutti2</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa-Finale: Jeder hat eine Wirkung größer Null (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In der <a href="https://www.europarl.europa.eu/cmsdata/185282/1184799_de.pdf">Stoa-Geschäftsordnung</a> steht nichts über die genauen Modalitäten eines Studienauftrags an externe Autoren, mutmaßlich weil dies übergeordnet auf EU-Ebene geregelt ist. Das entsprechende Dokument habe ich bei Stoa angefragt, ob ich es bekomme steht in den Sternen.</p>
</blockquote><p>Marcus Scheuren, seit Mai 2022 Referatsleiter des Stoa-Sekretariats und damit Nachfolger von Theo Karapiperis, antwortete auf meine Anfrage: Seines Wissens nach gäbe es kein Dokument, das die Vergabe von Studienaufträgen durch Stoa an externe Autoren regelt. Er wolle die Anregung jedoch gerne aufgreifen, um den Prozess der Studienvergabe transparenter, professioneller und nachvollziehbarer zu machen. </p>
<p>Glaubt man Diagnose-Funk, kommt an der &quot;Stoa-Studie&quot; niemand vorbei. <a href="https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&amp;newsid=1789">Der Verein salbt dazu</a> die Studie, die eigentlich ein Bericht ist, als die bisher <span style="font-size:large;">weltweit</span> wohl <span style="font-size:large;">umfangreichste Auswertung</span> des Forschungsstandes zu den <span style="font-size:large;">Auswirkungen des Mobilfunks</span> auf die Endpunkte <span style="font-size:large;">Krebs</span> und <span style="font-size:large;">Fertilität</span>. Das <span style="font-size:large;">kompetente Autorenteam</span> habe sich aus <span style="font-size:large;">Wissenschaftlern</span> des Ramazzini-<span style="font-size:large;">Institutes</span> (Italien) zusammengesetzt, welches <span style="font-size:large;">führend</span> auf diesem Gebiet sei. <span style="font-size:large;">Studienleiterin</span> sei Fiorella Belpoggi gewesen. Die <span style="font-size:large;">Studienlage</span> zu diesen zwei Endpunkten mit <span style="font-size:large;">scheinbar widersprüchlichen Studienergebnissen</span> werde <span style="font-size:large;">transparent aus­gewertet</span> und es werde <span style="font-size:large;">geklärt</span>, wie <span style="font-size:large;">unhaltbar Behauptungen</span> seien, von diesen Technologien würden keine <span style="font-size:large;">Gesundheitsgefahren</span> ausgehen.</p>
<p>Wer wollte es wagen, dieses grandiose Werk elitärer Wissenschaftsmanufaktur zu vitalen Fragen der Gegenwart nicht dankbar aus den gütigen Händen von Diagnose-Funk zu empfangen und unverzüglich zu verschlingen? </p>
<p>Theo Karapiperis zum Beispiel. </p>
<p>Der ehemalige Stoa-Referatsleiter und damit verantwortlich für die Studie, rezipierte das Papier auf eine Weise, die mit der überschwänglichen Begeisterung von Diagnose-Funk nicht ganz im Einklang steht. In einer E-Mail ließ Karapiperis, damals noch im Amt, den Empfänger über besagte Stoa-Studie wissen:  </p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>&quot;The content of the document is the sole responsibility of its author and any opinions expressed [therein] should not be taken to represent an official position by Parliament&quot;. The study in question, like all STOA studies, was published on the STOA website and disseminated within the EP. STOA studies limit themselves to formulating policy options based on scientific evidence, which MEPs may take into account, along with other inputs they consider relevant and to the extent and in the way they deem appropriate, when they take their political decisions.</strong></em></span></p>
<p><em>[&quot;Der Inhalt des Dokuments obliegt der alleinigen Verantwortung der Autorin, und die darin zum Ausdruck gebrachten Meinungen sind nicht als offizieller Standpunkt des Parlaments zu verstehen&quot;. Die fragliche Studie wurde, wie alle STOA-Studien, auf der STOA-Website veröffentlicht und im Europäischen Parlament verbreitet. STOA-Studien begnügen sich auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse mit der Formulierung politischer Optionen, welche die Mitglieder des Europäischen Parlaments bei ihren politischen Entscheidungen berücksichtigen können, zusammen mit anderen Informationen, die sie für relevant einstufen, und in dem Umfang und der Art und Weise, wie sie es für angemessen halten.]</em></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72352</link>
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<pubDate>Mon, 15 Aug 2022 23:58:49 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa-Finale: Donnerschlag! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Donnerschlag! Herzlichen Glückwunsch zu dieser Recherche, ich ziehe meinen Hut!</p>
</blockquote><p>Freut mich, dass Ihnen die Story gefällt. Sie ziehen den Hut, andere, meine ich, würden lieber den Dolch ziehen <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/lookaround.gif" alt=":lookaround:" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72351</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72351</guid>
<pubDate>Mon, 15 Aug 2022 21:05:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa-Finale: Donnerschlag! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="color:#666;"><strong>Bislang bin ich von der Annahme ausgegangen, der Auftrag für den Stoa-Bericht &quot;Health impact of 5G&quot; sei nach einer öffentlichen Ausschreibung des Projekts an die überzeugte Mobilfunkkritikerin Fiorella Belpoggi gegangen. Doch diese Annahme trifft nicht zu. Mit dieser erhellenden Erkenntnis schließe ich die Recherchen im &quot;Fall Stoa&quot; ab. Denn der Sachverhalt liegt wie ein offenes Buch da, ihn auch noch beweisen zu wollen wäre unverhältnismäßig. </strong></span></p>
<p>Wie das IZgMF bei Recherchen in Brüssel erfahren hat, ging der Auftrag direkt an Belpoggi, da das Auftragsvolumen unter 15'000 Euro liegt und deshalb gemäß den Auftragsvergaberegeln der EU für externe Dienstleister keine öffentliche Ausschreibung des Projekts erforderlich war. Die Quelle dieser Information möchte ich nicht nennen, sie ist jedoch über jeden Zweifel erhaben.</p>
<p>Die Information ist ein entscheidendes Teil in dem Puzzle des unglücklich verlaufenen Stoa-Projekts &quot;<a href="https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2021/690012/EPRS_STU(2021)690012_EN.pdf">Health impact of 5G</a>&quot;. Denn jetzt steht für mich fest: Die beiden mobilfunkkritisch eingestellten Stoa-Projektleiter (Lead-Panel-Member) Ivo Hristov (S&amp;D, BG) und Michèle Rivasi (Greens/EFA, FR) haben den Auftrag gezielt an die Italienerin vergeben. Auf diese Weise konnten sie davon ausgehen zu bekommen, was sie sich erhofft haben und genau so kam es dann auch.</p>
</blockquote><p>
<strong>Donnerschlag! Herzlichen Glückwunsch zu dieser Recherche, ich ziehe meinen Hut! </strong></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72350</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72350</guid>
<pubDate>Mon, 15 Aug 2022 19:08:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Alexander Lerchl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa-Finale: 5G-Health-Review wurde ohne Ausschreibung vergeben (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Bislang bin ich von der Annahme ausgegangen, der Auftrag für den Stoa-Bericht &quot;Health impact of 5G&quot; sei nach einer öffentlichen Ausschreibung des Projekts an die überzeugte Mobilfunkkritikerin Fiorella Belpoggi gegangen. Doch diese Annahme trifft nicht zu. Mit dieser erhellenden Erkenntnis schließe ich die Recherchen im &quot;Fall Stoa&quot; ab. Denn der Sachverhalt liegt wie ein offenes Buch da, ihn auch noch beweisen zu wollen wäre unverhältnismäßig. </strong></span></p>
<p>Wie das IZgMF bei Recherchen in Brüssel erfahren hat, ging der Auftrag direkt an Belpoggi, da das Auftragsvolumen unter 15'000 Euro liegt und deshalb gemäß den Auftragsvergaberegeln der EU für externe Dienstleister keine öffentliche Ausschreibung des Projekts erforderlich war. Die Quelle dieser Information möchte ich nicht nennen, sie ist jedoch über jeden Zweifel erhaben.</p>
<p>Die Information ist ein entscheidendes Teil in dem Puzzle des unglücklich verlaufenen Stoa-Projekts &quot;<a href="https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2021/690012/EPRS_STU(2021)690012_EN.pdf">Health impact of 5G</a>&quot;. Denn jetzt steht für mich fest: Die beiden mobilfunkkritisch eingestellten Stoa-Projektleiter (Lead-Panel-Member) Ivo Hristov (S&amp;D, BG) und Michèle Rivasi (Greens/EFA, FR) haben den Auftrag gezielt an die Italienerin vergeben. Auf diese Weise konnten sie davon ausgehen zu bekommen, was sie sich erhofft haben und genau so kam es dann auch.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Stoas Instrumente der Qualitätssicherung </span></p>
<p>In der <a href="https://www.europarl.europa.eu/cmsdata/185282/1184799_de.pdf">Stoa-Geschäftsordnung</a> steht nichts über die genauen Modalitäten eines Studienauftrags an externe Autoren, mutmaßlich weil dies übergeordnet auf EU-Ebene geregelt ist. Das entsprechende Dokument habe ich bei Stoa angefragt, ob ich es bekomme steht in den Sternen. Was die Geschäftsordnung in Bezug auf externe Dienstleister regelt, lässt sich den Artikeln 5 (Verträge mit externen Anbietern wissenschaftlicher Dienstleistungen) und 6 (Studien zur technologischen Bewertung und wissenschaftlichen Vorausschau) entnehmen. Diese machen deutlich, dass Stoa durchaus Instrumente zur Qualitätssicherung gehabt hätte, diese im Fall des Stoa-Berichts &quot;Health impact of 5G&quot; jedoch nicht genutzt hat.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Unerklärlich selektive Qualitätssicherung</span></p>
<p>So wurde der fragliche Bericht vor Veröffentlichung offenbar keinen Gutachtern zur Peer-Review vorgelegt, wie es gemäß Artikel 6 der Geschäftsordnung möglich gewesen wäre, denn der Bericht nennt an der dafür vorgesehenen Stelle keine Gutachter. Dies ist deshalb auffällig, weil der zum selben Zeitpunkt von denselben Lead-Panel-Members vergebene zweite Stoa-5G-Bericht (<a href="https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2021/690021/EPRS_STU(2021)690021_EN.pdf">Environmental impacts of 5G</a>) sehr wohl von zwei Gutachtern geprüft wurde (siehe PDF-Seite 4)! Hier hapert es zweifellos an der Balance zwischen den beiden Berichten. Der spektakuläre von Belpoggi wurde ohne erkennbare Peer-Review von Stoa durchgewunken, der unspektakuläre von Arno Thielens, Universität Gent, Belgien, musste sich hingegen einer Peer-Review unterziehen. Warum ausgerechnet Thielens Paper? Hofften die beiden Projektleitern vielleicht, die beiden Gutachter würden ihren Segen verweigern und den Autor zur Berücksichtigung alarmierender, qualitativ jedoch bescheidener Studien nötigen? Wir werden es wohl nie erfahren. Tatsache ist: Die ungeprüfte Belpoggi-Review wird von dem deutschen Verein Diagnose-Funk nach allen Regeln des Populismus bis an die Grenze zur Lächerlichkeit verwurstet, die geprüfte Thielens-Review jedoch ignoriert der Verein bis heute sowohl auf seiner Website als auch in seiner Alarmstudiendatenbank EMF-Data zu 100 Prozent. <br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Freispruch aus Mangel an Beweisen</span></p>
<p>Die Faktenlage lässt bei Licht besehen kaum Zweifel zu, dass Stoa von zwei seiner Mitglieder instrumentalisiert wurde, um Gesinnungsfreunden einen alarmierenden Stoa-Bericht über die gesundheitlichen Auswirkungen von 5G präsentieren zu können. Zu einem Stoa-Skandal würde dieser Sachverhalt jedoch erst, wenn sich nachweisen ließe, die beiden Projektleiter hätten von der mobilfunkkritischen Überzeugung der Autorin Belpoggi gewusst und deshalb ihr den Auftrag gezielt zugeschanzt. Diesen Nachweis kann ich aus der Distanz jedoch nicht erbringen, dazu müsste in Brüssel eine pompöse Anhörung mit Zeugeneinvernahme stattfinden. Doch dazu ist das Belpoggi-Papier, das von Stoa selbst nur als einer von vielen Diskussionsbeiträgen zum mutmaßlichen Risiko 5G gesehen wird, zu unbedeutend, zumal den Projektleitern formal kein Regelverstoß nachzuweisen ist. Meine Recherche um die Auftragsvergabe an Belpoggi endet damit für mich wie so manches Gerichtsverfahren, bei dem jeder weiß, der Angeklagte ist schuldig, muss aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden. Immerhin habe ich im Verlauf meiner Korrespondenz den Eindruck gewonnen, auch Stoa-Führungskräfte sind im nachhinein zu der Einsicht gekommen, die Auftragsvergabe der 5G-Health-Review an eine überzeugte Mobilfunkkritikerin war nicht das Gelbe vom Ei. Einen Coup, wie ihn Hristov und Rivasi landen konnten, wird es deshalb in Brüssel wohl so schnell nicht noch einmal geben <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/lookaround.gif" alt=":lookaround:" />.</p>
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<pubDate>Sat, 13 Aug 2022 18:50:58 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Nachtrag: Belpoggi &amp; Reykjavik-Appell (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Here now some evidence for my claim that Fiorella Belpoggi is a convinced critic of cell phone technology:</p>
<p>· 2002: Participation in the <a href="https://www.bems.org/node/824">Catania Resolution</a>, Italy, (16 scientists).<br />
· 2006: Participation in the <a href="http://www.icems.eu/benevento_resolution.htm">Benevento Resolution</a>, Italy, (52 scientists)<br />
· 2012: Participation in the <a href="https://maisonsaine.ca/sante-et-securite/electrosmog/smart-meters-correcting-gross-misinformation.html">Smart Meter Appeal</a>, USA, (54 scientists)<br />
· 2014: Participation in the <a href="http://www.c4st.org/images/documents/hc-resolutions/scientific-declaration-to-health-canada-english.pdf">Safety Code 6 Appeal</a>, Canada, (53 scientists)<br />
· 2017: Participation in the <a href="https://www.emfscientist.org/index.php/emf-scientist-appeal">Martin Blank Appeal</a>, global, (224 scientists)<br />
· 2017: Participation in the <a href="https://www.5gappeal.eu/signatories-to-scientists-5g-appeal/">Hardell/Nyberg Appeal</a>, global, (417 scientists)<br />
· 2018: Participation in the <a href="https://www.5gspaceappeal.org/scientists">Firstenberg Appeal</a>, global, (number unknown)<br />
· 2019: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HtCoDWN_nWg&amp;t=309s">Performance with Stop-5G activist</a> Maurizio Martucci (YouTube video)<br />
· 2021: Organisation of a <a href="https://www.change.org/p/governo-italiano-stop-5g-moratoria-subito-in-difesa-della-salute-pubblica">Stop-5G petition</a> in Italy together with Martucci<br />
· 2021: Various <a href="https://www.alleanzaitalianastop5g.it/442963889">video appearances</a> (website of Stop-5G activists)<br />
· 2021: <a href="http://vogliamolimiticautelativi.it/lettera-al-presidente/">Protest letter</a> to Italian Prime Minister Mario Draghi</p>
</blockquote><p>In der Liste oben fehlt der <a href="https://www.priartem.fr/IMG/pdf/Reykjavik_Appeal_170224.pdf">Reykjavik-Appell</a>, den F. Belpoggi 2017 gemeinsam mit 103 anderen unterschrieben hat, darunter Wissenschaftler und &quot;Wissenschaftler&quot;.</p>
<p>Der Appell wendete sich gegen W-Lan in Schulen.</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Wir, die Unterzeichner, sind besorgt über die Gesundheit und die Entwicklung unserer Kinder in Schulen, in denen Funktechnologien für den Unterricht eingesetzt werden. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die langfristige Exposition gegenüber hochfrequenter Strahlung (RFR) durch Geräte und Netzwerke erhebliche medizinische Risiken birgt, die weit unter den von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlenen Referenzwerten liegen. Wir fordern die Behörden auf, ihre Verantwortung für die zukünftige Gesundheit und das Wohlergehen unserer Kinder wahrzunehmen. [...]</strong></em></span></p>
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<pubDate>Wed, 03 Aug 2022 14:59:01 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Stoa-Bericht: neue Stellungnahme des BfS (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Um einem Sucherei zu ersparen, hättest du deiner Quelle <a href="https://www.diagnose-funk.org/download.php?field=filename&amp;id=1390&amp;class=NewsDownload">einen Link</a> hinterlegen können <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/frown.png" alt=":-(" />.</p>
<p>In dem 5-seitigen PDF behaupten die Stuttgarter Blähboys nach wortreicher Herleitung selbstsicher: </p>
<p><strong>Fakt ist: Die STOA-Studie ist von ihrer Methodik her ein Scoping Review (kein narrativer Review). Sie ist eine fundierte, wichtige Studie. Für Politikerinnen und Politiker ist sie Basis für verantwortliches Handeln.</strong></p>
</blockquote><p>Das Bundesamt für Strahlenschutz teilt in einer heute veröffentlichten Stellungnahme (<a href="https://www.bfs.de/DE/themen/emf/kompetenzzentrum/berichte/berichte-mobilfunk/stoa.html">Volltext</a>) zum Stoa-Bericht &quot;Health Impact of 5G&quot; die wohlwollende Deutung von Diagnose-Funk nicht. In seiner kritischen Stellungnahme sieht das Amt bei der Bewertung der Qualität der in dem Bericht berücksichtigten Studien definierte wissenschaftliche Kriterien nicht ausreichend berücksichtigt:  </p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] Ein Scoping Review ist definitionsgemäß explorativ und kann verschiedene Ziele verfolgen, bspw. die Schlüsselkonzepte eines Forschungsbereichs abbilden, Arbeitsdefinitionen erstellen oder die inhaltlichen Grenzen eines Themas abstecken [1]. Üblicherweise wird bei dieser Art der Literatursondierung die Qualität der einzelnen Studien nicht berücksichtigt. Dies kann aber optional durchgeführt werden. Die Autorin gibt an, Qualitätskriterien bei der Auswahl und Bewertung der Studien berücksichtigt zu haben.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Hier setzt der Hauptkritikpunkt des BfS an dem Bericht an. Die Durchsicht der von der Autorin in die Bewertung aufgenommenen Studien zeigt deutlich, dass definierte wissenschaftliche Kriterien bei der Bewertung der Qualität der Studien nicht ausreichend berücksichtigt worden sind. Vielfach weisen sowohl die berücksichtigten tierexperimentellen Studien als auch die epidemiologischen Studien Einschränkungen und Defizite bei der Durchführung auf (z.B. fehlende Verblindung, keine adäquate Expositionsanlage mit kontrollierten Expositionsbedingungen, fehlende oder nicht ausreichende Berücksichtigung von Confoundern, d.h. Störvariablen). Diese Studien werden von der Autorin dennoch – ohne Einschränkung – als adäquat bewertet. Die mangelhafte Qualität und damit Aussagekraft dieser Studien wurde von der Autorin in der Bewertung und Schlussfolgerung nicht ausreichend beachtet. [...]</strong></em></span></p>
<p><strong>Kommentar</strong>: Das IZgMF sieht sich von der BfS-Stellungnahme in seinen Vorbehalten gegen die Autorin des Stoa-Berichts bestätigt. Fiorella Belpoggi ist, wie weiter oben mit Quellen belegt, ohne Wenn &amp; Aber eine langjährige überzeugte Mobilfunkkritikerin. Diese Überzeugung trübt das Urteilsvermögen und erklärt schlüssig, warum sie in ihre Review Studien von mangelhafter Qualität eingeschlossen und nicht ausgeschlossen hat. Denn auf diese Weise konnte sie in Übereinstimmung mit ihrer Überzeugung zu alarmierenden Schlussfolgerungen gelangen und zugleich den Habitus von seriöser ergebnisoffener Wissenschaftlichkeit gegenüber fachlichen Laien aufrecht erhalten. Die Verzerrung erkennt nur, wer fachlich kompetent ist und sich die Mühe macht, Stichproben der im Bericht berücksichtigten Studien gründlich zu analysieren.</p>
<p>Die vom BfS aufgedeckte Schwäche bei Belpoggis Studienbewertung ist weder neu noch ein Einzelfall, sondern typisch für meinungsmachende Mobilfunkkritiker. Dies zeigt schlüssig das Dokument &quot;Divergierende Risikobewertungen im Bereich Mobilfunk&quot; (<a href="http://doris.bfs.de/jspui/handle/urn:nbn:de:0221-2017050314269">Volltext</a>). Das Papier erforscht das Phänomen, warum trotz derselben Datenbasis (Bestand an Studien aller Qualitätsstufen) in der Mobilfunkdebatte divergierende Studienbewertungen geradezu programmiert sind. Die Differenzen, heißt es, könne man mit zwei Faktoren erklären: Einerseits mit der Faktenbasis, auf welche die beiden Streitparteien ihre Bewertungen stützen, andererseits mit der Wertorientierung, nach der sie unsichere wissenschaftliche Aussagen beurteilen.</p>
<p>Institutionen, die sich primär auf wissenschaftliche Evidenz verlassen (und diese systematisch oder zumindest umfassend analysieren), kommen dem Papier zufolge zu gleichen oder sehr ähnlichen Risikoeinschätzungen. Qualitativ geben diese Einschätzungen eher wenig Anlass zur Besorgnis. Organisationen, welche die wissenschaftliche Datenbasis selektiv und nur spärlich nutzen, die auch außerwissenschaftliche Evidenzen berücksichtigen und die Studienresultate primär politisch – im Sinne der Vorsorge – bewerten, kommen mehrheitlich zu einer warnenden bis alarmistischen Beurteilung.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 02 Aug 2022 20:21:29 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kampagne, mit &quot;STOA-Studie&quot; Aufmerksamkeit erhaschen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wortgleiche Anfrage ging am 27. August von Eva M. an folgende Politiker im Sekundentakt</p>
</blockquote><p>Acht auf einen Streich <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/clap.gif" alt=":clap:" />.</p>
<p>So konkret wie Bartke antwortete kein anderer, deshalb wurde nur er von den Stuttgartern aufs Korn genommen. Bis zum Schuss dauerte es allerdings fast 1 Jahr, so viel Zeit nahm sich keiner der Angefragten, um zu antworten.</p>
<p>Wer im Berufsleben steht hat für nebensächliche Tiefenbohrungen nur wenig Zeit. Die Rentner-Gang aus Stuttgart hat hingegen viel Zeit. Daraus lässt sich der Rückschluss ziehen, dass Vater Staat sich mit der Überalterung der Gesellschaft zunehmend mit den Ergüssen grauhaariger Querdenker und Querulanten auseinandersetzen muss. Das sind rosige Aussichten für die Zukunft der Beamtenlaufbahn <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 06 Jul 2022 08:39:18 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kampagne, mit &quot;STOA-Studie&quot; Aufmerksamkeit erhaschen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich sehe das anders. Bartke <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/matthias-bartke/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">antwortete</a> am 31. August 2021 auf eine inszenierte Anfrage der Anti-Mobilfunk-Szene. </p>
</blockquote><p>Wortgleiche Anfragen gingen am 27. August von Eva M. auf abgeordnetenwatch.de an folgende Politiker im Sekundentakt hinaus:</p>
<p><strong><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/renate-kuenast/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere-studien">Renate Künast</a></strong>, Bündnis 90/Die Grünen - Anfrage von Eva M. am 27. August 2021 um <strong><span style="color:#f00;">09:52</span></strong> <br />
<strong><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/annalena-baerbock/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">Annalena Baerbock</a></strong>, Bündnis 90/Die Grünen - Anfrage von Eva M. am 27. August 2021 um <strong><span style="color:#f00;">09:52 </span></strong><br />
<strong><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/juergen-trittin/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">Jürgen Trittin</a></strong>, Bündnis 90/Die Grünen - Anfrage von Eva M. am 27. August 2021 um <span style="color:#f00;"><strong>09:52</strong></span> <br />
<strong><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/hubertus-heil/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere-studien">Hubertus Heil</a></strong>, SPD - Anfrage von Eva M. am 27. August 2021 um <strong> <span style="color:#f00;">09:52</span></strong> <br />
<strong><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/christoph-de-vries/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">Christoph de Vries</a></strong>, CDU - Anfrage von Eva M. am 27. August 2021 um <span style="color:#f00;"><strong>09:52</strong></span> </p>
<p><strong><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/marcus-weinberg/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">Marcus Weinberg</a></strong>, CDU - Anfrage von Eva M. am 27. August 2021 um <strong><span style="color:#f00;">09:53</span> </strong><br />
<em><strong><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/matthias-bartke/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">Matthias Bartke</a></strong>, SPD Frage - Anfrage von Eva M. am 27. August 2021 um <span style="color:#f00;"><strong>09:53</strong></span></em><br />
<strong><a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/linda-heitmann/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere-studien">Linda Heitmann</a></strong>, Bündnis 90/Die Grünen - Anfrage von Eva M. am 27. August 2021 um <strong><span style="color:#f00;">09:53</span></strong></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Wir sind hier, nehmt uns endlich wahr!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72215</link>
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<pubDate>Wed, 06 Jul 2022 05:49:40 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KlaKla</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Diagnose-Funk &quot;widerlegt&quot; nicht Dr. Bartke, sondern das IZgMF (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Um einem Sucherei zu ersparen, hättest du deiner Quelle <a href="https://www.diagnose-funk.org/download.php?field=filename&amp;id=1390&amp;class=NewsDownload">einen Link</a> hinterlegen können <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/frown.png" alt=":-(" />.</p>
<p>In dem 5-seitigen PDF behaupten die Stuttgarter Blähboys nach wortreicher Herleitung selbstsicher ...</p>
</blockquote><p>Der Verein Diagnose-Funk kommentiert in dem PDF vom 9. Juni 2022 seinen eigenen Artikel (<img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />)  und lässt die Leser wissen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Es ist schon erstaunlich – nein, erschreckend! – wie wenig Sachkenntnis der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bartke hier beweist. Offensichtlich hat sein Mitarbeiterstab sich nicht einmal die Mühe gemacht, die ersten Abschnitte des Reviews zu lesen, obwohl diese mit eindeutigen Überschriften versehen sind, zu Beginn des Review-Textes stehen und so leicht zu finden wären. Oder wurden der Einfachheit halber (statt selbst nachzulesen) Satzbausteine vom Bundesamt für Strahlenschutz übernommen? [...]</strong></em></span></p>
<p>Ich sehe das anders. Bartke <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/matthias-bartke/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">antwortete</a> am 31. August 2021 auf eine inszenierte Anfrage der Anti-Mobilfunk-Szene. Damals gab es mutmaßlich (noch) keine Textbausteine des BfS zur Belpoggi-Review, wohl aber das kurz zuvor eingestellte <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=71116">Startposting</a> dieses Stangs hier. Und wenn ich mir das ungewöhnliche Indikatorwort &quot;Lenkungsgruppe&quot; ansehe, es kommt hier wie dort vor, dann komme ich – in aller Bescheidenheit – zu dem Schluss, Bartke hat sich bei seiner Antwort stellenweise der Informationen aus unserem Startposting bedient. Das freut uns so kolossal, wie es Diagnose-Funk ärgern dürfte <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/tongue.png" alt=":-P" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72214</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72214</guid>
<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 12:35:32 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Diagnose-Funk: Das Märchen von der &quot;Scoping&quot;-Review (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Die &quot;EU-Studie&quot; ist eigenen Angaben zufolge keine systematische Review, sondern eine narrative, also eine subjektive Review ohne nennenswerten wissenschaftlichen Neuheitenwert.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Das sieht Diagnose-Funk anders, sie behauten es sei eine &quot;Scoping Review&quot;! <br />
<strong><span style="color:#399;">... Grundsätzlich hat ein narrativer Review die geringste Aussagekraft, da er mit einer breiten Fragestellung angelegt sein kann und keine vordefinierten Auswahl- und Auswertungskriterien befolgen muss. Ein Scoping Review hat schon viel mehr wissenschaftliche Aussagekraft und steht dem systematischen Review sehr nahe. </span></strong> Quelle: Kompakt 2022/2 Seite 31</p>
</blockquote><p>Um einem Sucherei zu ersparen, hättest du deiner Quelle <a href="https://www.diagnose-funk.org/download.php?field=filename&amp;id=1390&amp;class=NewsDownload">einen Link</a> hinterlegen können <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/frown.png" alt=":-(" />.</p>
<p>In dem 5-seitigen PDF behaupten die Stuttgarter Blähboys nach wortreicher Herleitung selbstsicher: </p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Fakt ist: Die STOA-Studie ist von ihrer Methodik her ein Scoping Review (kein narrativer Review). Sie ist eine fundierte, wichtige Studie. Für Politikerinnen und Politiker ist sie Basis für verantwortliches Handeln.</strong></em></span></p>
<p>Was eine Scoping-Review überhaupt ist, das kann man <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1865921719300662"><span class="underline">hier</span></a> nachlesen.</p>
<p>Und wie immer ist es ergiebig, fühlt man Diagnose-Funk auf den Zahn, indem man sich nicht auf die Bekundungen des Vereins verlässt, sondern selbst recherchiert. Im konkreten Fall ist dies die Sichtung der <a href="https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2021/690012/EPRS_STU(2021)690012_EN.pdf">Belpoggi-Review</a>, was nach 30 Sekunden zu dem Ergebnis führte:</p>
<p>Stimmt, die Belpoggi-Review ist nach Angaben der Autorin <em>keine</em> narrative Review, jedoch ebenso wenig eine Scoping-Review, wie es Diagnose-Funk einem weismachen möchte!</p>
<p>Richtig ist, das Paper ist beides, sowohl eine narrative Review als auch eine Scoping-Review. Die folgende Textpassage aus dem Abschnitt &quot;2. Methodology&quot; löst den vermeintlichen Widerspruch auf (hier in deutscher Übersetzung):</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>1) Studien zur Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen von HF im unteren Frequenzbereich (FR) (FR1: 450 bis 6 000 MHz), zu dem auch die Frequenzen gehören, die in den bestehenden 2-4 Generationen der zellulären Breitbandnetze verwendet werden. Die aktuellen Erkenntnisse aus den 2G-4G-Studien sind gegenwärtig das Beste, was zur Auswertung verfügbar ist. Diese Studien wurden mit narrativen Methoden ausgewertet;</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>2) Studien zur Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen von HF im oberen Frequenzbereich (FR2: 24 bis 100 GHz - Millimeterwellen). Die höheren Frequenzen sind neu, wurden bisher nicht für die mobile Kommunikation verwendet und sind spezifisch für die neue 5G-Technologie, die besondere physikalische Eigenschaften und Wechselwirkungen mit biologischer Materie aufweist (geringere Durchdringung, höhere Energie usw.): Sie wurden gesondert mit einer Scoping-Review-Methode betrachtet.</strong></em></span></p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Die narrative Review (FR1) wird von der Scoping-Review (FR2) unterschieden, die Auswahl- und Bewertungskriterien, die für die Scoping-Review angegeben sind, wurden für beide Recherchen und für die Aufnahme/den Ausschluss von Studien zu den biologischen Endpunkten Krebs und Fortpflanzung/Entwicklung übernommen.</strong></em></span></p>
<p>Die Belpoggi-Review ist demnach eine narrative Review, in welcher die Autorin Elemente einer Scoping-Review eingewoben hat. Warum auch nicht, möglicherweise wurde dies in der Ausschreibung des Review-Projekts durch den Auftraggeber so vorgegeben. Prüfen lässt sich dies nicht, da Stoa mir den angefragten Text der Ausschreibung hartnäckig vorenthält.</p>
<p>Ob es überhaupt eine öffentliche Ausschreibung der Review durch Stoa gab, stellt die folgende Textpassage aus Belpoggis Paper allerdings infrage. Der Text (im Original zu finden auf PDF-Seite 44 der Review) erweckt den fatalen Eindruck, Stoa beauftragte Belpoggi <span class="underline">ohne</span> Ausschreibung direkt. Das wäre ein dicker Hund <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/surprised.gif" alt=":surprised:" />:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>[...] STOA bat die Autorin, die verfügbaren Informationen über die Auswirkungen von 5G-Frequenzen auf die Gesundheit zu sammeln. Ursprünglich sollten die Kriterien einer systematischen Übersichtsarbeit befolgt werden, aber wir stellten bald fest, dass es ausreichend viele Studien zu Millimeterwellen für die relevanten Endpunkte nicht gibt. Wir einigten uns daher darauf, eine narrative Review über den unteren Frequenzbereich (FR1) anzufertigen, der bereits von maßgeblichen Arbeitsgruppen zumindest im Hinblick auf krebserregende Wirkungen bis 2011 bewertet wurde, und eine Scoping-Review über Millimeterwellen (FR2) durchzuführen, was, wie erwartet zu brauchbaren Ergebnissen führte. [...]</strong></em></span></p>
<p>Das Gerede, mit dem Diagnose-Funk in seinem PDF Aussagen des SPD-Politikers Matthias Bartke, die er auf der Website <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/matthias-bartke/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">abgeordnetenwatch.de</a> machte, wortreich widerlegen möchte, dient mMn vorrangig dem Zweck, davon abzulenken, dass die Belpoggi-Review eben <em>keine</em> systematische Review ist. Eine solche wäre meiner Einschätzung nach für den gegenwärtig wichtigen unteren Frequenzbereich FR1 methodisch durchaus möglich gewesen. Warum Stoa stattdessen eine wissenschaftlich geringerwertige Kreuzung aus narrativer und scopischer Review akzeptierte, erschließt sich mir nicht.</p>
<p>Um den eigentlichen Knackpunkt, dass nämlich Belpoggi seit rd. 20 Jahren bekennende Mobilfunkkritikerin ist und deshalb von Stoa wegen des Verdachts auf Voreingenommenheit nicht mit der Review hätte beauftragt werden dürfen, macht Diagnose-Funk einen großen Bogen. Dieses heiße Eisen schmiede ich gegen den Widerstand von Stoa noch immer, wegen anderer Verpflichtungen komme ich jedoch nur langsam voran. Aktueller Stand ist: Stoa mauert was das Zeug hält, auch was die mutmaßliche <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=71905">Urheberrechtsverletzung</a> durch Diagnose-Funk angeht.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=72213</link>
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<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 11:25:11 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Diagnose-Funk, Fakten verdrehen - Unterstellung der Lüge (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die &quot;EU-Studie&quot; ist eigenen Angaben zufolge keine systematische Review, sondern eine narrative, also eine subjektive Review ohne nennenswerten wissenschaftlichen Neuheitenwert.</p>
</blockquote><p>Das sieht Diagnose-Funk anders, sie behauten es sei eine &quot;Scoping Review&quot;! <br />
<strong><span style="color:#399;">... Grundsätzlich hat ein narrativer Review die geringste Aussagekraft, da er mit einer breiten Fragestellung angelegt sein kann und keine vordefinierten Auswahl- und Auswertungskriterien befolgen muss. Ein Scoping Review hat schon viel mehr wissenschaftliche Aussagekraft und steht dem systematischen Review sehr nahe. </span></strong> Quelle: Kompakt 2022/2 Seite 31</p>
<p><strong> diagnose:funk Kommentar:</strong> Seite 34<br />
<strong><span style="color:#399;">Es ist schon erstaunlich – nein, erschreckend! – wie wenig Sachkenntnis der <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/matthias-bartke/fragen-antworten/die-stoa-des-eu-parlaments-veroeffentlicht-7-21-eine-metastudie-zur-auswirkung-von-5g-fordert-weitere">SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bartke</a> hier beweist. Offensichtlich hat sein Mitarbeiterstab sich nicht einmal die Mühe gemacht, die ersten Abschnitte des Reviews zu lesen, obwohl diese mit eindeutigen Überschriften versehen sind, zu Beginn des Review-Textes stehen und so leicht zu finden wären. Oder wurden der Einfachheit halber (statt selbst nachzulesen) Satzbausteine vom Bundesamt für Strahlenschutz übernommen? <br />
Dieses Vorgehen erleben wir immer wieder: Es werden Behauptungen in die Welt gesetzt, <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=68167">die Zweifel an seriösen Studien säen</a> sollen: Entweder bedienen diese bei näherer Betrachtung einen <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=65976">Nebenkriegsschauplatz</a> und lenken so vom eigentlichen, oft brisanten Ergebnis der Studien ab. Oder es wird – wie hier – gleich eine Unwahrheit in die Welt gesetzt...</span></strong></p>
<p><strong>Kommentar:</strong> Es wäre zu prüfen, wer hier eine Unwahrheit in die Welt setzt und Zweifel sät. Die gescheiteren Reflex-Teilergebnisse, einst das <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=58238">Kronjuwel der Funkgegner</a> hat seinen Glanz verloren. Nun versucht man denn STOA-Bericht Stopfgänsen als das neue Kronjuwel zu verkaufen. Dabei schreckt D-F auch nicht davor zurück, Andersdenkende zu entwerten und diese Entwertung als Schuhlöffel zu benutzen. Was Diagnose-Funk und seine Mitstreiter mir so unsympathisch macht.</p>
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<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 08:43:43 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KlaKla</dc:creator>
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