Rimsting: Der Popanz und die Steuerverschwendung (Allgemein)

Gast, Freitag, 14.01.2022, 08:10 (vor 265 Tagen) @ KlaKla

Januar 2021 Die Grünen wollen ein Mobilfunk-Konzepte für Rimsting.
Der vom Mobilfunkbetreiber beantragte Standort ist aus ästhetischen Gründen (siehe Ablehnung in 2017) nicht zumutbar für die Gemeinde. Außerdem fehlt eine unabhängige Untersuchung, welcher Standort die geringste Strahlungsbelastung für die umliegende Bevölkerung darstellt. Dies soll mit dem Mobilfunkleitkonzept nachgeholt werden. Sprecherin der Grünen Melanie Busemann, Holzbauingenieurin

Kehrtwende bei Mobilfunkanlage
In der Gemeinde Rimsting wird möglicherweise doch ein 5G-Mobilfunkmast aufgestellt.
... Der Mast ist demnach in der Westernacher Straße in Rimsting geplant. Er soll etwa 30 Meter hoch werden und beim Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G auch auf dem Land helfen.

BVMDE, Initiativen fordern ein 5G-Moratorium, eine Technikfolgenabschätzung durch unabhängige Experten, Strahlenminimierung und die Beachtung des Vorsorgeprinzips

Februar 2021 Mobilfunk und 5G: Rimsting spielt beim Thema Funkmast auf Zeit
... Es gäbe einen weiteren Standort für den Funkmast, aber Rimsting setzt auf einen neuen Plan: Eine Änderung der Flächennutzung und ein Mobilfunkkonzept sollen bewirken, dass der Betreiber sich nach den Vorstellungen der Gemeinde richten muss. Der Bürgerinitiative fehlt in der Diskussion der Gesundheitsaspekt.

März 2021 Hans Ulrich von Funktechanalyse rät Rimsting, zügig mit der Telekom zu verhandeln. Der alternative Mobilfunkmast-Standort auf einem kleinen Waldgrundstück an der Bahnunterführung Westernacher Straße ist der Favorit der Gemeinde Rimsting. Er soll Bestandteil der neuen Verhandlungen mit der Telekom sein, welche man baldmöglichst starten will. Die Telekom selbst will bislang auf dem Bahn-Grundstück rechts der Unterführung bauen.

Juli 2021 Sabine Lang (Lehrerin) von der Bürgerinitiative „Rimsting 5G-frei“ mit einer der Unterschriftenlisten für eine außerordentliche Bürgerversammlung zum Thema Mobilfunk in der Gemeinde.

August 2021 Bürgerinitiative, Bürgermeister und Dialogbüro der Bundesregierung äußern sich im Vorfeld der Bürgerversammlung, die in Rimsting außerplanmäßig zum Thema Mobilfunk und 5G stattfinden soll. Es prallen ganz unterschiedliche Interessen aufeinander.

Oktober 2021 Bürgerversammlung in Rimsting: Experten zum Für und Wider von 5G
RA Wolf Herkner, Baubiologe Jörn Gutbier, Bürgerinitiative-Sprecherin Sabine Lang, RA Kerstin Funk und Bürgermeister Andreas Fenzl

Januar 2022 In Rimsting gibt es schon zum Teil 5G, nun plant die Telekom einen neuen Mast, auch der Mobilfunkanbieter Telefónica* hatte einen eigenen Standort in der Gemeinde angefragt. „Mich macht das alles sehr unsicher“, sagt Sabine Lang. Die Mittelschullehrerin befürchtet, dass es irgendwann „keine Bereiche ohne Elektrosmog“ mehr gibt. „Insbesondere für elektrosensible Menschen.“ Die Strahlung sei nicht gut genug erforscht. „Viele Wissenschaftler und die Weltgesundheitsorganisation WHO sind der Meinung, dass 5G krebsfördernde Wirkung haben kann.“

Das stimmt so nicht ganz: Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der WHO hat zwar 2011 Mobilfunkstrahlung als potenziell krebserregend eingestuft, dabei wurde aber nicht berücksichtigt, wie viel Strahlung der Mensch im Alltag tatsächlich abbekommt. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) konnte bislang keine krebserregende Wirkung im Alltag feststellen. Die IARC stuft auch eingelegtes Gemüse als „möglicherweise krebserregend“ ein, sowie Rauchen, Fleischessen und Flugzeugfliegen als „wahrscheinlich krebserregend“.

Tags:
Diagnose-Funk, Steuerverschwendung, Moratorium, Popanz, Stopfgänse, BVMDE, Chiemgau, Alpenvorland, Lehrerin


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