Grenzwertüberschreitung (Magnetfeld) bei GSM900-Handys (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 02.11.2020, 23:14 (vor 1328 Tagen) @ e=mc2

Die NF-Felder, die durch die Batterieströme von Mobiltelefonen erzeugt werden, entsprechen daher nicht den ICNIRP-Referenzpegeln für den normalen Gebrauch, d.h. am Kopf. Die Bewertung in Bezug auf die Basisgrenzwerte in Bezug auf die induzierten Felder oder Ströme hat jedoch gezeigt, dass die Exposition höchstens 40% der Grenzwerte der ICNIRP 1998 erreicht, aber eine Größenordnung niedriger für ICNIRP 2010 und IEEE.

Diese Berichtigung in der Studie von 2013 (hier deren Volltext) gegenüber der Studie von 2005 ist wieder ein schönes Beispiel, dass Wissenschaft ein kontinuierlicher Prozess ist und es deshalb nicht ausreicht, so wie ich das gemacht habe, eine ältere Studie heraus zu picken und diese als Stand des Wissens anzusehen. Danke, dass Sie mich sanft auf den Boden der Tatsachen geholt haben :-).

Neu ist mir auch, dass im Volltext der jüngeren Studie zu erfahren ist, nicht allein die starken Ströme der HF-Endstufe tragen zu NF-Magnetfeldern bei, auch die Speiseströme der NF-Endstufe (Lautsprecher) haben beträchtlichen Anteil:

In addition, it is interesting to note that the contribution from the audio signal at a normal speech level, i.e.,−16 dBm0, is the same order of magnitude as the fields induced by the current bursts generated from the implementation of the globalsystem for mobile (GSM) communication system.

Man lernt doch nie aus ...

Und: Sollten Sie zu dem Einwand von Teilnehmer "Wellenreiter" hier im Strang bezüglich HF-Magnetfeldexposition im reaktiven Nahfeld eines Mobiltelefons einen Literaturtipp zur Hand haben, wir würden uns freuen ...

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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