Grenzwertüberschreitung (Magnetfeld) bei GSM900-Handys (Allgemein)

e=mc2, Montag, 02.11.2020, 08:08 (vor 754 Tagen) @ H. Lamarr

Der Grenzwert wurde von der 217-Hz-Grundwelle nicht gerissen, wohl aber (modellabhängig) von der 1. bis zur 4. Oberwelle, also bei Frequenzen von 433 Hz bis 1083 Hz. Im schlimmsten Fall wurde der Grenzwert um 100 Prozent überschritten. Gemessen wurde in 5 mm Abstand am Gehäusepunkt der maximalen Emission.

Vielen Dank für die Klärung. Der springende Punkt ist, dass in unmittelbarer Nähe von einer Quelle die Umrechnung von den ICNIRP Basisrestriktionen zu Referenzwerten sehr ungenau ist. Aus diesem Grund sollten für die Beurteilung von Grenzwertüberschreitungen die Basisrestriktionen und nicht die Referenzwerte herangezogen werden. Das wurde von Kuster et al in einer späteren Studie korrekt gemacht. In diesem Fall sind die Grenzwerte deutlich eingehalten (siehe Bilder unten). Die Schlussfolgerungen waren:

"From the assessment of compliance with the ICNIRP guidelines for the complex waveforms generated, we have found that the reference levels were exceeded by up to a factor of 5.6 in the measurement plane, i.e., 4 mm from the phone surface. Considering the measured decay along the axis perpendicular to the phone surface, we found that the compliance factor reduces to a factor of 3 at the distance of the gray matter from the phone surface (12.6 mm for Billie). For the worst-case phone, compliance with the reference levels would be achieved only at a distance of 18 mm. The LF fields generated by mobile phone battery currents are, thus, not compliant with the ICNIRP reference levels for normal use, i.e., at the head. However, the assessment in terms of basic restrictions related to the induced fields or currents has shown that the exposure reaches at most 40% of the limits for ICNIRP 1998, but one order of magnitude lower for ICNIRP 2010 and IEEE."

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version): [Bei der Beurteilung der Einhaltung der ICNIRP-Richtlinien für die erzeugten komplexen Wellenformen haben wir festgestellt, dass die Referenzpegel in der Messebene, d.h. 4 mm von der Telefonoberfläche entfernt, um bis zu einem Faktor von 5,6 überschritten wurden. Unter Berücksichtigung des gemessenen Abklingens entlang der Achse senkrecht zur Telefonoberfläche stellten wir fest, dass sich der Übereinstimmungsfaktor in der Entfernung der grauen Substanz von der Telefonoberfläche auf den Faktor 3 reduziert (12,6 mm für Billie). Für das Worst-Case-Telefon würde die Übereinstimmung mit den Referenzwerten nur in einem Abstand von 18 mm erreicht werden. Die NF-Felder, die durch die Batterieströme von Mobiltelefonen erzeugt werden, entsprechen daher nicht den ICNIRP-Referenzpegeln für den normalen Gebrauch, d.h. am Kopf. Die Bewertung in Bezug auf die Basisgrenzwerte in Bezug auf die induzierten Felder oder Ströme hat jedoch gezeigt, dass die Exposition höchstens 40% der Grenzwerte der ICNIRP 1998 erreicht, aber eine Größenordnung niedriger für ICNIRP 2010 und IEEE.]

Sehr schön ist dieses Problem in einem anderen Bericht zur Energieeffizienz und EMF-Immissionen von integrierten Induktionsladestationen dargestellt.

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Tags:
Grenzwert, Referenzwert, ICNIRP-Richtlinie, EMF-Immissionen


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