Oncology Letters: Lennart Hardell greift Icnirp an (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 25.07.2020, 00:31 (vor 457 Tagen)

Lennart Hardell und Michael Carlberg haben wieder einmal das Feuer auf Icnirp und andere Missliebige eröffnet. Diesmal mit einem 11-seitigen Kommentar in Oncology Letters. Titel des Kommentars: Health risks from radiofrequency radiation, including 5G, should be assessed by experts with no conflicts of interest (Volltext). Der Angriff ist Teil einer seit Jahren auf unterschiedlichen Ebenen laufenden Kampagne der internationalen Anti-Mobilfunk-Szene, deren Ziel es es ist, einen Keil zwischen Icnirp und die WHO zu treiben und die Kommission so zu entmachten. Bislang zeigte die Kampagne allerdings keine sichtbaren Erfolge.

Offenbar ist Hardell inzwischen von der Universität Örebrö emeritiert worden, denn anstelle der Uni benennt er als seine Organisation eine Forschungsstiftung namens "The Environment and Cancer Research Foundation", Örebrö, bei der er im Vorstand sitzt. Hardell folgt damit dem Vorbild seines Gönners Franz Adlkofer (Forschungsstiftung Pandora).

Anschließend der Abstract des ungewöhnlich langen Kommentars.


Abstract
Die fünfte Generation (5G), der hochfrequenten (HF) Strahlung steht kurz davor, weltweit eingesetzt zu werden, ohne dass die Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt untersucht worden sind. Dies hat unter den Betroffenen in zahlreichen Ländern eine Debatte ausgelöst. In einem Appell an die Europäische Union (EU) vom September 2017, der derzeit von mehr als 390 Wissenschaftlern und Ärzten unterstützt wird, wurde ein Moratorium für den Einsatz der 5G-Strahlung gefordert, bis eine ordnungsgemäße wissenschaftliche Bewertung der möglichen negativen Folgen durchgeführt worden ist. Dieser Appell wurde von der EU nicht anerkannt. Die Bewertung der Gesundheitsrisiken durch die 5G-Technologie wird sowohl in dem Bericht einer Schweizer Expertengruppe als auch in einer kürzlich erschienenen Veröffentlichung der Icnirp ignoriert. Interessenkonflikte und Verbindungen zur Industrie scheinen mit ein Grund für diese voreingenommenen Dokumente zu sein. Das Fehlen einer angemessenen unvoreingenommenen Risikobewertung der 5G-Technologie gefährdet die Bevölkerung. Darüber hinaus scheint es ein Kartell von Einzelpersonen zu geben, die die Bewertungsausschüsse monopolisieren und so das Null-Risiko-Paradigma stärken. Wir glauben, dass diese Vorgehensweise als wissenschaftliches Fehlverhalten zu qualifizieren ist.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Hardell, Appell, ICNIRP-Kritiker, Carlberg, Kartell


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