5G-Messwerte aus Frankreich: Blamage für Gigaherz-Präsident (Technik)

Kuddel, Montag, 18.05.2020, 18:15 (vor 987 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Montag, 18.05.2020, 20:08

Man sollte anmerken, dass die 9V/m unter folgender Bedingung zustande gekommen sind:

- Sichtverbindung zwischen Basis und Endgerät.
Bei NLOS würde sich der Strahl auffächern und die Leistungsflußdichte abnehmen

- Das Endgerät bekommt die gesamte zur Verfügung stehende Bandbreite der Basis...
Sind mehrere Nutzer in der Zelle, verteilt sich die Leistung

- Die Datenquelle befindet sich auf dem Server des Providers. Anders würde man diese Datenraten zumindest heutzutage kaum hinbekommen. Ist die abgefragte Bandbreiter aber geringer, bekommt man nur einen Teil der Bandbreite und damit einen Teil der Sendeleistung der Basis "zugewiesen".
Ein Nutzer, der ein Video auf Youtube schaut, konsumiert maximal 5 Mbit/s.
Die eintreffende Feldstärke würde dann nur einen Bruchteil der maximal möglichen 9V/m betragen.

- Das Endgerät lädt in diesem Test mehrere GigaByte große Dateien mit 500Mbit/s Datenrate herunter ...
Letzteres sollte man besser nicht mit einer Prepaidkarte vom Aldi versuchen, denn dann wäre bereits nach ca 50 Sekunden das Datenvolumen eines Monats aufgebraucht.
Zumdem währe der Speicher eins Mobiltelefons bereits nach einigen Minuten "voll" und die Übertragung würde abbrechen.

Fazit:
Ein "Prepaid-Nutzer" könnte sich den Luxus der 9V/m (0,2W/m²) heutzutage für gerade mal 50 Sekunden pro Monat leisten
;-)

Es ist also unter den oben genannten Randbedingungen theoretisch möglich, dass man in 100m Entferung "auf Sicht" die besagten 9V /m "abbekommt", aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.

Möglichkeiten zur Begrenzung solcher "Spitzen"

Eigentlich sollte es auch problemlos möglich sein, per Software (in der Steuerung der Basis) das Auftreten solcher Leistungsspitzen zu verhindern, indem man schlicht unterbindet, dass ein einziger Nutzer die gesamte Bandbreite zugewiesen bekommt.

Natürlich läßt sich dann nicht mehr so schön Werbung mit exorbitanten Datenraten betreiben... die, wenn man ehrlich ist, in Praxis kaum einer braucht, aber durchaus eine "emotionale" Bedeutung haben.

Es ist wie mit der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen.
Will man sie begrenzen, gibt es irgendwo eine Klientel die sich echauffiert, weil sie befürchtet, dass sich "höherwertige" Autos schlechter verkaufen.

Es gäbe noch einen anderen Weg, die "Strahlenbelastung" zu reduzieren.
Werbung im Internet verbieten, bzw eine saftige Steuer darauf erheben. :yes:
Gut 68% der im Internet übertragenen Daten bestehen aus "Werbung", die dem Nutzer unfreiwillig als "Beifang" aufgezwungen wird.

Noch besser wäre eine generelle Besteuerung aller (mobil) übertragenen Daten, so wie auch Benzin sehr "üppig" besteuert wird.
Das würde sowohl Nutzer als auch Anbieter endlich zur "Datensparsamkeit" erziehen.


K


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