REFLEX: Die Rolle von Niels Kuster, IT'IS Foundation, Teil 3 (Allgemein)

Alexander Lerchl @, Samstag, 01.02.2020, 19:23 (vor 1030 Tagen) @ Alexander Lerchl

Die E-mail von Kuster aus 2013 (Übersetzung unten)

From: Niels Kuster <xxxx>
To: Lerchl, Alexander < a.lerchl@jacobs-university.de>
Cc: Ralf Hütter <xxxx>; Peter Niederer < xxxx>; qb B <xxxx>; Peter Achermann <xxxx >; Primo Schär <xxxx >; Mirjana Moser < xxxx>; Klaas Pruessmann <xxxx >; Heinrich Walt < xxxx>
Sent: Sun, Feb 3, 2013 5:17 pm
Subject: Re: Adlkofer

Dear Alexander

My scientific position has always been:

replicate and investigate surprising findings to counter ignorance with scientific truth!

You are surely aware that I was the first to provide seed money to contract Prof. Primo Schär, one of the most prominent researchers in the field of genome integrity, to investigate and reproduce the ELF findings reported by Rüdiger's group. To the surprise of us all, he succeeded in reproducing the ELF effects and made inroads in untangling the mechanisms (Mutat Res. 2010, 683:74-83; doi: 10.1016/j.mrfmmm.2009.10.012). We are currently running the EU-funded ARIMMORA project to learn more about the still poorly understood interaction mechanisms of ELF exposures with biology.

The RF findings of the Vienna group were even more surprising. We also tried to immediately initiate studies since then to attempt to reproduce/investigate the RF results, however, acquisition of sufficient funding was more difficult than we expected, likely because of the claims of fabricated results in the Vienna study, i.e., valuable time was lost. The EU-funded project SEAWIND opened the possibility to perform a small set of experiments. In short, the strong effects found by the Vienna group were not found in any of the SEAWIND experiments (unfortunately, the original cell line was not available anymore due to the time lost). On the other hand, the latest and most-sensitive methodologies used in well-controlled experiments have produced further evidence supporting effects of RF exposures on genome stability of certain cell lines, e.g., Toxicol Lett. 2013 Jan 18. pii: S0378-4274(13)00016-7. doi: 10.1016/j.toxlet.2013.01.003. [Epub ahead of print], PLoS One. 2013;8(1):e54906. doi: 10.1371/journal.pone.0054906. Epub 2013 Jan 23. This field, however, is not my area of expertise and I do not want to over-interpret these findings. Overall important scientific progress was achieved and we continue our commitment to providing the best possible exposure systems optimized to the specific needs of the biomedical research labs. Thus, I am optimistic that eventually the cause of good science towards increasing knowledge and seeking scientific truth will prevail.

You must also be aware that after the charges of scientific misconduct, we carefully examined the exposure system used in Vienna, and we were not able to identify any evidence of malfunction during its operation, thus, I have no reason to doubt that our contributions to the study were sound. Therefore, I have no grounds to actively withdraw that single paper so long as the people responsible for the biology (over which I had no control) do not admit any wrong-doing: in dubio pro reo.

If you really must publish your letter, I request that you also print, back-to-back, my response without any modification or addition.

Kind regards,

Niels

Übersetzung (mit deepl.com)

Lieber Alexander

Meine wissenschaftliche Position war schon immer:

Überraschende Erkenntnisse zu reproduzieren und zu untersuchen, um Unwissenheit mit wissenschaftlicher Wahrheit zu kontern!

Sie wissen sicher, dass ich als erster ein Startkapital zur Verfügung gestellt habe, um Prof. Primo Schär, einen der prominentesten Forscher auf dem Gebiet der Genomintegrität, mit der Untersuchung und Reproduktion der von Rüdigers Gruppe berichteten ELF-Ergebnisse zu beauftragen. Zur Überraschung von uns allen gelang es ihm, die ELF-Effekte zu reproduzieren und die Mechanismen zu entwirren (Mutat Res. 2010, 683:74-83; doi: 10.1016/j.mrfmmm.2009.10.012). Wir führen derzeit das von der EU finanzierte Projekt ARIMMORA durch, um mehr über die immer noch schlecht verstandenen Wechselwirkungsmechanismen von ELF-Expositionen mit der Biologie zu erfahren.

Die HF-Ergebnisse der Wiener Gruppe waren sogar noch überraschender. Wir versuchten seitdem auch, sofort Studien zu initiieren, um zu versuchen, die HF-Ergebnisse zu reproduzieren/untersuchen, doch die Beschaffung ausreichender Mittel war schwieriger als erwartet, wahrscheinlich wegen der Behauptung, die Ergebnisse der Wiener Studie seien gefälscht, d.h. es ging wertvolle Zeit verloren. Das von der EU finanzierte Projekt SEAWIND eröffnete die Möglichkeit, eine kleine Reihe von Experimenten durchzuführen. Kurz gesagt, die von der Wiener Gruppe gefundenen starken Effekte wurden in keinem der SEAWIND-Experimente gefunden (leider war die ursprüngliche Zelllinie aufgrund des Zeitverlustes nicht mehr verfügbar). Andererseits haben die neuesten und empfindlichsten Methoden, die in gut kontrollierten Experimenten verwendet wurden, weitere Belege für die Auswirkungen von HF-Expositionen auf die Genomstabilität bestimmter Zelllinien erbracht, z.B. Toxicol Lett. 2013 18. Januar 2013. pii: S0378-4274(13)00016-7. doi: 10.1016/j.toxlet.2013.01.003. [Epub vor Drucklegung], PLoS One. 2013;8(1):e54906. doi: 10.1371/journal.pone.0054906. Epub 2013 23. Januar 2013. Dieser Bereich ist jedoch nicht mein Fachgebiet, und ich möchte diese Ergebnisse nicht überinterpretieren. Insgesamt wurden wichtige wissenschaftliche Fortschritte erzielt, und wir setzen unser Engagement fort, die bestmöglichen Expositionssysteme bereitzustellen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der biomedizinischen Forschungslabors optimiert sind. Daher bin ich optimistisch, dass sich letztendlich die Sache der guten Wissenschaft in Richtung Erkenntnisgewinn und Suche nach wissenschaftlicher Wahrheit durchsetzen wird.

Sie müssen sich auch bewusst sein, dass wir nach dem Vorwurf des wissenschaftlichen Fehlverhaltens das in Wien verwendete Expositionssystem sorgfältig untersucht haben und keine Anzeichen für eine Fehlfunktion während des Betriebs feststellen konnten. Daher habe ich keinen Grund, an der Fundiertheit unserer Beiträge zu dieser Studie zu zweifeln. Daher habe ich keinen Grund, dieses einzelne Papier aktiv zurückzuziehen, solange die für die Biologie verantwortlichen Personen (auf die ich keinen Einfluss hatte) kein Fehlverhalten zugeben: in dubio pro reo.

Wenn Sie Ihren Brief wirklich veröffentlichen müssen, dann bitte ich Sie, meine Antwort ohne jede Änderung oder Ergänzung auch gleich auszudrucken.

Mit freundlichen Grüßen,

Niels

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
Kuster, Verblindung, IT'IS Foundation, wissenschaftliche Fehlverhalten


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