Thiedes Welt: Gedanken zum Energiebedarf des Mobilfunks (Allgemein)

Schutti2, Mittwoch, 18.09.2019, 19:23 (vor 80 Tagen) @ H. Lamarr

[Admin: Postingtitel inhaltsbezogen umformuliert am 18.09.2019, 22:30 Uhr]

Über
"Dabei dürfte der effektive technische Wirkungsgrad des Mobilfunks, bezogen auf die in den Endgeräten genutzte Energie, der geringste sein im Vergleich zu allen sonst bekannten Technologien."
könnte man mal ein Meditationswochenende mit Herrn Pfarrer veranstalten.
Keine Ahnung, ob er eigentlich selbst weiß, was er damit genau sagen will.


Mit
Die nahezu omnipräsente Strahlung dürfte freilich ihren Anteil an der Aufheizung des Erdklimas haben – primär wegen der mit ihr entstehenden Verlustenergien.

haben wir Stoff für das zweite Wochenende.

Klar, auch die Funkwellen (Thiede: Strahlung) werden schließlich zu nichts als Wärme. Aber ihr Anteil am Gesamtenergieverbrauch des Internet, oder auch nur des mobilen Teils vom Internet ist lächerlich gering.

Mit den 50 Watt (siehe Kommentator Holm) mal 55.000 Sender haben wir mit 2,75 MW für die reine Strahlungsleistung der Funkwellen aus deutschen Mobilfunkantennen vielleicht eine brauchbare Hausnummer. Übers Jahr (mal 8.760 Stunden) also eine Strahlungsenergie von 24 GWh.
Sind wir vorsichtig und runden auf: 99,999 GWh, weil Handys, Fernsehsender, funkende Milchkannen usw. dazu kommen.
Dann noch die pösen Funk-Stromzähler... Hundert GWh.
Wird alles zu Wärme

Nicht unbedingt zustimmen würde ich Kommentator Holm beim Gesamt-Energieverbrauch eines Mobilfunksenders. 300 Watt sind da sicher zuwenig. Mit 1000 Watt, incl. aller Hilfselektronik und Kühlagreggat ist man vielleicht näher dran.

Angeblich verbrauchten vor zehn Jahren alle deutschen Mobiltelefone 320 GWh/Jahr, die Mobilfunknetze (das ist mehr als nur die Sendemasten!) ca. 3.000 GWh/Jahr im Jahr an Strom.

Mag sein das hat sich verzehnfacht bis heute... wer weiß.

Aber mal zum Vergleich: Der Primärenergieverbrauch in Deutschland, also alles zusammen,
liegt bei ca. 3.8 Millionen GWh. Wird auch -fast- alles zu Wärme.
Verglichen damit sind der Mobilfunk, und ganz sicher dessen Funkwellen, Krümelkram.


In einem Punkt stimme ich Pfarrer Thiede aber zu:
Beim Download eines Katzenvideos von 20 MB verbrauche ich angeblich 2,4 Wattstunden allein durch den Energiebedarf, der dafür im Internet entsteht.
Dank des mobilen Internet werden leider tausende Katzenvideos täglich um den Erdball gejagt.
Mit oder ohne Funk: Der Wirkungsgrad ist null.
Nur der Tag vergeht, irgendwie.

Tags:
Energieverbrauch, Energiebedarf Mobilfunk, Strombedarf


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