Der falsche Prophet: Sebastian Müller vs. Peter Hensinger (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 25.07.2019, 23:46 (vor 637 Tagen) @ Gast

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Sebastian Müller (Jg. 1982) war Stadtrat in Freiburg von 2004 bis 2009 und von 2013 bis 2014. Seine Kritik an dem Hensinger-Auftritt vom 19. Juli 2019 in Freiburg ist auf Twitter fragmentiert und deshalb mühsam zu lesen. Einfacher liest sich die Kritik auf seinem Webblog.

Auszug:

Der falsche Prophet

Die Freiburger 5G Gegner behaupten, sie argumentierten mit wissenschaftlichen Fakten über die Gefahren von „Mobilfunkstrahlung“, die verwendeten Studien haben jedoch im besten Falle methodische Mängel, im schlimmsten Fall sind sie zurückgezogen, stammen von Forschern mit zweifelhaftem Ruf oder waren nicht reproduzierbar.

Schon der von den Gegner verwendete Begriff „Mobilfunkstrahlung“ ist ein geschicktes Framing, erinnert er ja mehr an Radioaktive Strahlung als an Funkwellen oder Radiowellen.

In den vergangenen Wochen war ich bei zwei Veranstaltungen des „Aktionsbündnis Freiburg 5G-frei“, beide male hatten sie den Stuttgarter Mobilfunkritiker Peter Hensinger eingeladen.

Peter Hensinger hat nach einem Studium der Germanistik und Pädagogik und Ausbildung zum Drucker in der Psychiatrie gearbeitet und ist Mitglied im Vorstand von Diagnose-Funk e.V und des Stuttgarter BUND.

Beide Male war der Saal voll, das Publikum würde ich als gut situierte, ältere Menschen beschreiben, darunter viele Gesichter, die man schon aus anderen Freiburger Verhinderungsbürgerinitativen (Stadion, Dietenbach) kennt. Es waren aber auch viele Menschen an der Veranstaltung, die die vorgebrachten Argumente kritisch sahen. [...]

Kommentar: Veranstaltungen organisierter Mobilfunkgegner sind üblicherweise fest in der Hand der Gegner. Denn in ihren Netzwerken werden ihre Veranstaltungen fleißig beworben und nicht selten reisen Mitglieder der Szene aus dem näheren und weiteren Umland zum Ort des Geschehens, um dort die Meinungshoheit zu festigen und einem Referenten Rückendeckung zu geben. Dass sich wie im aktuellen Fall mit Sebastian Müller einer aus der schweigenden Mehrheit öffentlich kritisch zu der in aller Regel geballten Desinformation äußert, welche die Referenten der Szene ihrem Laienpublikum einzutrichtern versuchen, ist extrem selten. In aller Regel bleiben die Gegner unter sich. Und gäbe es nicht Klatschreporter der Lokalpresse, die Veranstaltungen der Szene blieben der Bevölkerung zu deren Vorteil verborgen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Freiburg, Aktionsbündnis


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