Gutbier in Münsing: Die große Lust am kleinen Risiko (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 29.06.2019, 11:44 (vor 236 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn überhaupt, geht von Smartphones ein gesundheitliches Risiko aus, weil diese körpernah betrieben werden. Mit Ihrer unsinnigen Forderung (keine Sendemasten in Wohngebiete) erhöhen Sie für ausnahmslos alle in Wohngebieten dieses Risiko, auch für Kinder.

Das Risiko, Mobilfunk könnte gesundheitsschädlich sein, ist objektiv betrachtet sehr klein. Jörn Gutbier betrachtet es daher wie unter einem Mikroskop, um es furchterregend groß erscheinen zu lassen wie ein gefährliches Bakterium. Ein bewährter Trick von Populisten. Laien kann er damit beeindrucken, Fachleute nicht, sie erkennen mühelos die verzerrte Risikopräsentation des selbsternannten Experten. Gutbiers Erfolg: In Münsing fürchten sich jetzt mutmaßlich mehr Menschen als zuvor vor dem Phantomrisiko Mobilfunk. Vor realen Risiken, wie dem schleichenden Klimawandel, fürchten sich die Münsinger hingegen wohl weiterhin weniger.

Deutschlands bekanntester Risikoforscher Ortwin Renn beschäftigt sich seit langem mit verzerrten Risikowahrnehmungen und er hat die Fähigkeit, Sachverhalte ohne Geschwurbel prägnant auf den Punkt zu bringen. Zum Beispiel in diesem Interview, das er 2011 den Stuttgarter Nachrichten gab.

Die Umwelt-Akademie hat Renn für einen Vortrag (Klimawandel) nach München eingeladen (Donnerstag, den 11. Juli 2019, 19.00 Uhr). Anmeldung unter Fax 09 11/30844-81779 oder anmeldung@oekom-verein.de (weitere Informationen <hier>).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Baubiologe, Risikowahrnehmung, Risikobewertung, Lobbyist, Phantomrisiko, VortragKommerz, Populistmus


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