Franz Adlkofer und die Kunst der Darstellung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 31.03.2017, 15:56 (vor 987 Tagen) @ H. Lamarr

Franz Adlkofer möchte seinen Privatkrieg gegen Alexander Lerchl nicht selbst finanzieren, sondern wirbt um Spenden, damit andere ihm die Last abnehmen oder wenigstens erleichtern. Die offizielle Begründung auf der Pandora-Website liest sich freilich ganz anders, es wird nichts Geringeres als der ewige Kampf Gut gegen Böse versprochen.

Ich finde es immer wieder spaßig zu beobachten, wie Franz Adlkofer versucht mit Worten Sachverhalte zu seinen Gunsten zu verdrehen. Sein Spätwerk "Reflex" ist wissenschaftlich inzwischen bedeutungslos geworden, weniger wegen Lerchls Fälschungsvorwürfen, sondern weil es bislang niemanden gelungen ist, die HF-Ergebnisse aus Wien/Berlin erfolgreich zu replizieren. Inzwischen lasten drei gescheiterte Replikationsversuche bleischwer auf "Reflex", alle jüngeren großen EMF-Studienreviews berücksichtigen "Reflex" daher nicht mehr oder nur unter Vorbehalt bei der Risikobeurteilung.

Und was macht Franz?

Der tut so, als gäbe es keine einzige gescheiterte Replikation. Und gelänge es doch nur, Lerchls Fälschungsvorwürfe grundlegend zu entkräften, dann stünde "Reflex" wieder sauber da und sein Widersacher wäre der gelackmeierte. Dieser Wunschtraum des alten Herrn bricht sich gleich zu Beginn von Adlkofers unsäglichen Spendenaufruf 2017 Bahn:

Am 15.03.2015 wurde Professor Alexander Lerchl von der privaten Jacobs University in Bremen vom Landgericht Hamburg als Verleumder und Ehrabschneider verurteilt, weil er die Technische Assistentin Elisabeth K. aus Wien zu Unrecht der Fälschung der REFLEX-Ergebnisse beschuldigt hatte. Am 07.09.2017 wird er ein weiteres Mal vor Gericht stehen, diesmal dem Landgericht Bremen. Er wird den Richtern erklären müssen, warum er seine Behauptung, dass die REFLEX-Ergebnisse gefälscht sind, immer noch aufrechterhält, obwohl ihm die angebliche Fälscherin abhandengekommen ist. Ob er das Gericht von seiner Sicht der Dinge überzeugen kann, bleibt abzuwarten.

Ich gehe davon aus, hinter diesem Geschwurbel von Adlkofer steckt die aus meiner Sicht reichlich fade Meineidstory, die sich daran entzündet, Lerchl habe in einer eidesstattlichen Erklärung fälschlich eingeräumt, von Fälschungsverdacht gesprochen zu haben, tatsächlich habe er aber nachweislich Fälschung gesagt. Weil derartiges juristisches Kleinklein den gewöhnlichen Mobilfunkgegner zu Tode langweilt, stellt Adlkofer den Sachverhalt wie oben zitiert anders dar und tut so, als ginge es um die Reinwaschung des "Reflex"-Projekts von allen Fälschungsvorwürfen.

Doch bereits heute ist klar: Wie das Landgericht Bremen auch urteilen wird, es kann mangels wissenschaftlicher Kompetenz nicht darüber befinden, ob bei "Reflex" getrickst wurde oder nicht, sondern es kann nur den Argumenten von Lerchl oder denen von Adlkofer folgen. So oder so bleiben die umstrittenen HF-Studien des "Reflex"-Projekts jedoch ohne Zweifel wissenschaftlicher Sperrmüll auf den Halden der Bioelektromagnetiker. Womit aus meiner Sicht fest steht: Auch Adlkofer hat "Reflex" längst aufgegeben, ihm geht es nur noch darum, seinem Gegenspieler und dessen Karriere so viel wie möglich zu schaden, bis zum bitteren Ende.

Hintergrund
"Reflex"-Replikationen

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Minderheit, Außenseiter, Randgruppe, gescheitert


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