Prof. Belpomme will Biomarker für EHS gefunden haben (Elektrosensibilität)

Kuddel, Sonntag, 07.02.2016, 11:07 (vor 1756 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Sonntag, 07.02.2016, 14:03

Belpomme ist (emeritierter) Spezialist für Krebserkrankungen in Paris und Vorsitzender der ARTAC, eines privaten Vereins zur Untersuchung der Ursachen von Krebserkrankungen.

Herr Belpomme behauptetete auf dem "5th Paris Appeal Congress" am 18.Mai2015 in Brüssel, dass er über die Jahre 1213 Patienten untersucht habe, wobei bewiesen wäre, dass 93% davon tatsächlich elektrosensibel seien.
Wodurch der behauptete Beweis erfolgte, wird nicht gesagt.
(Quelle, Vorsicht, "MS-word Docx" format !)

Der Verein Artac hat eine Art Tochter-Verein gegründet, welcher sich ausschließlich EHS und MCS widmet, inklusive "Behandlungsmethoden" .

Unter "Etudes" (Studien) wird auf eine einzige Studie (PDF) von Dr. Belpomme verwiesen, in welcher er die von ihm entdeckten Biomarker bewirbt.

Die Finanzierung der Studie erfolgte offenbar durch die finanziellen Beiträge, welche die EHS für die ärtzlichen Konsultationen während der Studie zu leisten hatten, sowie durch Drittmittel , offenbar aus dem Umfeld der Alternativmedizin, die durch Dr. Belpommes "Forschung" indirekt profitiert.
Artac scheint an ganzes Ärtzeteam zu beschäftigen ...welches durch Belpomme's Studien profitiert. Mithin handelt es sich meines Erachtens nicht um eine "unabhängige" Studie.

Soweit ich verstanden habe, stellt Herr Dr. Belpomme anhand seiner Biomarker schlicht fest, daß diese bei selbsterklärten EHS bedenkliche Werte haben (die Herr Belpomme vermutlich auch von Krebspatienten kennt) und vergeleicht diese mit den Biomarkersn nachdem der EHS sich selbst für eine gewisse Zeit "de-exponierte", z.B. während eines Urlaubs.

Ob ein echter Zusammenhang zu den elektromagnetischen Feldern besteht, wurde von Dr. Belpomme nicht untersucht. Er geht auf diesen Punkt kaum ein, wodurch sich die Frage stellt, wie er behaupten kann (siehe eingangs erwähnte Konferenz), dass der Nachweis der Existenz von EHS erbracht sei.

Vermutlich zieht Dr. Belpomme hier einen bequemen (indirekten) Schluß, da er im letzen Absatz darauf hinzuweist, dass es ja eliche Studien gibt, welche biologische (athermische) Einflüsse unterhalb geltenter Grenzwerte bewiesen hätten.
Dabei hat es ihm die GSM-Studie eines Griechen sehr angetan, welcher Fruchtfliegen mit GSM exponierte.
Vermutlich, weil diese Studie (mit nur jeweil 10 Fruchfliegen pro Gruppe) bei besonderes geringer Expositionen einen schädlichen Effekt fand (3V/m).

K

Tags:
EHS, MCS, Professor, emeritiert, Belpomme, ECERI


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum