Wiener: Lieber Schnitzel als Ärztekammer (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 08.01.2016, 00:25 (vor 2579 Tagen) @ Der Rutengeher

...Stefan (Spatenpauli) gerecht zu werden, hat sich die
Wiener Ärztekammer viel Mühe gemacht!

Hätte die Kammer sich Mühe gegeben, stünde dort nicht so viel Schmarrn. Diese Regeln haben sich "Experten" am grünen Tisch ausgedacht, der praktische Nutzen geht mMn stellenweise gegen Null. Im Gegenteil: Wegen der Wischi-Waschi-Instruktionen im Stil von "Meiden Sie größere Wasseransammlungen, sie könnten darin ertrinken" werden unnötige Ängste geschürt, der alberne Vorspann und Nachspann (im Original, siehe weiter unten "Gelbtafel") tut sein übriges.

Was mir spontan konkret aufgefallen ist:

Wieso steht dort, das Handy während des Gesprächsaufbaus von Kopf und Körper fern zu halten? Das galt anno Tobruk theoretisch für GSM und gilt nicht mehr für UMTS und LTE.

Wieso steht dort nicht, dass Handys nicht in den BH gehören? Dass Handys nicht in Männer-Hosentaschen gehören, meinen die Wiener "Experten" dagegen schon zu wissen. Ich überlege, ob ich denen Alice Schwarzer auf den Hals hetzen soll ..

Wieso steht dort nicht, dass Handys mit der Tastaturseite Richtung Körper in Hosentaschen getragen werden sollten?

Dieser Quatsch hängt jetzt demnächst wieder als DIN-A3-Gelbtafel in Arztpraxen rum und verstört die Leute. Es ist nicht Aufgabe der Ärzteschaft, sich als Helfer von Geschäftemachern zu betätigen, die Angst vor E-Smog als Geschäftsmodell haben. Die Kammer scheint jedoch am Panikmachen Spaß zu haben.

Wohl bekomms...:yes:

Kellner, nehmen Sie das bitte wieder zurück in die Küche. Schmeckt tranig.

Punkt 10 irritiert mich...
Gibt es überhaupt noch Handys mit externer Antenne?

Im Mai 2009 suchte Wolfgang Rat, weil er nirgends ein Handy mit Antennenbuchse mehr fand. Damals führte der Handy-Finder von inside-handy anscheinend noch 387 ältere Modelle, die so einen Anschluss hatten. Den Handy-Finder gibt es noch immer, das Auswahlkriterium "externer Antennenanschluss" suchste heute dort aber vergeblich. Heißt: Auch Punkt 10 auf der Gelbtafel enthält 50 Prozent Schmarrn aus der Kaiserstadt.

Wie war das doch gleich wieder?

Das größte Problem der Anti-Mobilfunk-Szene ist ihr Personal.

Hintergrund
Ärzte und Mobilfunk: schlechte Noten für Mediziner

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Hintergrund, Aerztekammer, Springer


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