Magnetfeldimissionen: mit Abstand risikolos (Medien)

H. Lamarr @, München, Freitag, 03.04.2015, 14:38 (vor 3344 Tagen) @ Kuddel

Das eigentliche Problem (wenn man der Vorsorge halber davon ausgeht, dass es gesundheitliche Auswirkungen gibt) sind m.M.n. die körpernah-betriebenen Laptops und Tablets der Schüler.
Neben der WLAN Hochfrequenz emittieren diese auch starke, niederfrequente (gepulste) Magnetfelder, selbst wenn gar kein WLAN Betrieb stattfindet.

Diese Magnetfeldemission wurde zwar nicht bei Laptops und Tablets untersucht, aber bei GSM- und UMTS-Handys. Auch hier gilt, wie bei EMF: Abstand halten schützt. Wobei mit Abstand nicht etwa Größenordnungen im Bereich von Metern gemeint sind, sondern Millimeter. Die verlinkte Studie gibt dazu auf PDF-Seite 12 Auskunft. Die stärkste Emission bei einem GSM-Handy tritt bei 217 Hz auf, sie beträgt dort direkt an der Oberfläche des Geräts ungefähr 5 µT (bei 1 kHz am Lautsprecher gemessen sind es nur rd. 1 µT). In nur 30 mm Abstand ist dieser Wert von 5 µT bereits auf 0,1 µT gefallen. Zum Vergleich: Beim Elektroschweißen wirken kurzzeitig bis zu 200 µT auf den Schweißer ein. Für Haushaltsgeräte gelten in 3 cm Abstand gemessen noch ganz andere Maximalwerte: Haarföhn 2000 µT, Elektrorasierer 1500 µT, Fernseher 50 µT, Bügeleisen und Computer 30 µT.

Da Laptops/Notebooks im Unterricht auf Tischen genutzt werden und nicht direkt am Körper, sehe ich bei 10 cm bis 20 cm Abstand zwischen Gerät und Körper auch kein nennenswertes Risiko auf Seiten der Magnetfeldimmission.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Laptop, Magnetfeldimmission


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