Buchner spricht über "Mobilfunkbelastung": Der Text zum Video (Allgemein)

Gast, Freitag, 23.05.2014, 22:37 (vor 2023 Tagen) @ H. Lamarr

Fleißige Hände haben das, was Klaus Buchner in dem Video sagt, aufgeschrieben.

Seit längerem beschäftigen Sie sich mit dem Thema Strahlen- und Tierschutz. Erzählen Sie kurz von Ihrer letzten Studie.

Prof. Klaus Buchner: Meine letzte Studie zu dem Thema hat einen Bauernhof begleitet, bei dem Schweine gezüchtet werden. Wir haben ein Material vom ungefähr 20 000 Ferkeln und interessant ist, dass von dem Augenblick an, wo in der Nähe ein Mobilfunkmast in Betrieb genommen worden sind, wir Fruchtbarkeitsstörungen haben bei den Säuen und zwar so stark, das die Wirtschaftlichkeit des Betriebs beeinflusst ist. Wir haben ein geändertes Geschlechterverhältnis, das ist ähnlich wie bei der Radioaktivität und vor allen, wir haben Missbildungen die in dieser Form vorher nicht aufgetreten sind. Und zwar grauenhafte Missbildungen. Offene Bauchdecke, deformierte Gliedmaßen und so weiter. Und zwar wirklich genau von diesem Moment an, nicht vorher aber danach.

(1:05 min) Gibt es zudem noch weitere Studien, die sich mit dem Thema beschäftigen?

Buchner: Eine ganze Menge, gerade im Tierbereich, im Haustierbereich nicht nur bei Schweinen, bei Kühen, bei Bienen zum Beispiel und anderen Tieren auch bei Katzen, Hunden beobachten wir Schäden. Beim Menschen möchte ich grad' eine Studie erwähnen, die vor kurzem veröffentlicht wurde von Professor Hardell. Der die deutliche erhöhte Krebswahrscheinlichkeit nachweist wenn die Leute von Mobilfunkstrahlen intensiv bestrahlt werden. Das ist erstaunlich, ich mein', Krebs ist leider eine sehr häufige Krankheit bei uns, hat viele Ursachen aber diese Studie ist so fantastisch und die Fälle sind jeweils einzeln medizinisch begleitet worden, so dass hier kein Zweifel besteht: Mobilfunk macht Krebs, dass kann man in dieser Schärfe sagen.

(2:02 min) Wie stark ist die Einflussnahme der Mobilfunkkonzerne auf die Bundesregierung?

Buchner: Man muss wissen, dass die offizielle deutsche Stellungnahme der Bundesregierung von Anfang an von Lobbygruppen der Mobilfunkbetreiber beherrscht wird. Das ging los bei der Festlegung der Grenzwerte in den 90-er Jahren, damals war Angela Merkel die Umweltministerin. Das ging weiter, die Strahlenschutzkommission ist fast ausschließlich von Leute aus der Mobilfunkindustrie besetzt wurden, die dann die Bundesregierung beeinflussen, die zum Beispiel großen Einfluss auch genommen haben auf das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm. Unabhängige Wissenschaft kam da leider nicht zum Zug.

(2:47 min) Welche Folgen hat die Elektrosensibilität?

Buchner: Zum Glück treten sie nur bei relativ wenigen Leuten auf. Das ist so ähnlich wie beim Rauchen. Es gibt ja auch Kettenraucher die im hohen Alter immer noch kerngesund sind. Denk Sie an unseren Altbundeskanzler. Aber diejenigen dies trifft, sind zum Teil sehr schwer betroffen. Das geht soweit, das das zum Beispiel zu Kopfschmerzen führen kann, die nicht mehr auszuhalten sind. Ich weiß von Selbstmorden von Leuten die einfach diese Schmerzen nicht mehr ausgehalten haben. Es gibt Erbschäden, ich hab vorher schon Krebs erwähnt, das heißt eine ganze Reihe von Schäden einfach deswegen weil die Mobilfunkstrahlung auf der Zellebene angreift. Freie Radikale ist ein Stichwort was hier eine Rolle spielt. Proteinfaltung ist ein Stichwort. Das heißt, das sind Dinge die praktisch in jeder Zelle eine Rolle spielen und deswegen sind auch die Wirkungen so breit.

(3:51 min) Bedeutet dies einen zukünftigen Verzicht auf Mobilfunktechnik oder gibt es eine andere Lösung?

Buchner: Die gibt’s, es gibt andere Techniken. Man kann zum Beispiel die Strahlung durchaus auf einem vernünftigen Niveau halten indem man die Lage und Leistung der Sender optimiert. Es gibt andere Techniken, vor allem im kurzen Bereich, wo man auf die Strahlung überhaupt verzichten kann. Nur das kostet, nicht viel, etwas Geld. Ein bisschen, es gibt Bereiche wo das ausprobiert worden ist, wo auch gezeigt worden ist, es ist wirtschaftlich das so zu machen, nur es kostet halt etwas mehr. Wenn man als einziges Ziel die Gewinnmaximierung hat, wie's bei uns leider der Fall ist, dann macht man das natürlich nicht.

Das heißt also, die Konzerne haben die Technologie und das Wissen aber sie wollen das Geld nicht ausgeben?

Buchner: So kann man's ausdrücken, ja.

Tags:
Hardell, Einflussnahme, Rinder, Bauernfängerei, Bienen, Populismus, Missbildung, Haustiere, Fruchtbarkeitsstörung, Dramatik, Dinosaurier, Ferkeldrama, Tierschutz, Katzen


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