Demodulation (Hochfrequenz) in biologischen Organismen (Allgemein)

Kuddel, Sonntag, 23.12.2012, 23:42 (vor 3228 Tagen)
bearbeitet von Kuddel, Montag, 24.12.2012, 00:08

[Stang am 4.1.13 um 13:45 Uhr abgetrennt und Titel geändert, Absprung hier]

Der erste Artikel aus dem PDF ist ebenfalls interessant.

Prof Silny geht der Frage nach, ob eine Demodulation gepulster Mikrowellen an Zellmembranen möglich ist.

Problematik
Unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne oder Schlaflosigkeit wie auch Krankheiten wie Krebs werden immer häufiger mit dem sog. „Elektrosmog“ in Verbindung gebracht, wobei als Verursacher auch die niederfrequenten impulsmodulierten Mikrowellen der Mobilfunkanlagen im D- und E-Netz sowie schnurlose Telefone verdächtigt werden.
Die Vertreter dieser Hypothese behaupten, ohne bisher einen Beweis vorgelegt zu haben, dass die Ursache nicht in den schwachen thermischen Wirkungen hochfrequenter Felder liegt, sondern in athermischen Effekten. Die niederfrequente impulsartige Umhüllende der Mobilfunkfelder soll für diese besonderen Wirksamkeiten verantwortlich sein.
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Das Frequenzspektrum des von den Basisstationen und Handys gesendeten Signals hat primär keine niederfrequente Komponente, die im Körper wirken könnte.
Nur mit Hilfe einer Gleichrichtung und einer anschließenden Tiefpassfilterung, die als Demodulation bezeichnet werden, kann die niederfrequente Umhüllende des Mikrowellensignals zum Tragen kommen (Bild 1, rechts).
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Zur Abklärung der Fragestellung wurden Untersuchungen der Gleichrichterwirkung der Zellmembranen von Neuronen, peripheren Nerven und Skelettmuskeln durch die Mikrowellen mit fünf Probanden durchgeführt
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Die Frequenz der Schwingungen im Konditionierungspaket betrug 100 kHz oder 1.800 MHz, ihre Dauer wurde zwischen 0 und 5 ms variiert.
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Bei der Konditionierung mit 100 kHz nimmt die Schwelle mit der Dauer des Konditionierungspaketes allmählich ab. Eine Konditionierung mit einem Mikrowellenpaket von 1.800 MHz läßt dagegen keine nennenswerte Veränderung der Stimulationsschwelle im Motorkortex erkennen.
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Demnach verhalten sich Zellmembranen für die Mikrowellen linear, das bedeutet, dass die Mobilfunkfelder hier nicht gleichgerichtet werden und ihre niederfrequente Umhüllende nicht wirksam werden kann. Damit konnte die Behauptung einer besonderen Wirksamkeit der niederfrequenten impulsartigen Umhüllenden der Mobilfunkfelder nicht bestätigt werden. Für eine Berechtigung dieser Hypothese sind auch in der Literatur keine Anhaltspunkte zu finden.

...

Aber die Mobilfunkkritiker pflegen ja ihre generelle Entwertungsklausel:

Diese Studie wurde unterstützt von E-Plus Mobilfunk, Düsseldorf.

Wobei ich überzeugt bin, das das Ergebnis auch bei anderer Finanzierung das Gleiche wäre, denn das Ergebnis war aus theoretischer Sicht bereits vorhersehbar.
Biologische Gleichrichter sind zu "langsam", um eine Demodulation bei Trägerfrequenzen oberhalb max 10 MHz zu ermöglichen. Bei 100kHz (Langwelle) konnte allerdings tatsächlich ein Gleichrichteffekt nachgewiesen werden. Auch das war vorhersehbar.

Athermische Effekte durch gepulste Felder sind bei niederfrequenten Feldern wahrscheinlicher, als bei hochfrequenten Feldern gleicher Stärke.

K

Tags:
Langwelle


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