Bitte melde dich: Elektrosensible(r) gesucht (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 08.12.2011, 23:03 (vor 3284 Tagen)

"Es ist himmeltraurig, wie viele Menschen in der Schweiz vor der Strahlung aus Handy- und Stromnetzen auf der Flucht sind und in die hintersten Täler ziehen müssen», klagt Hans-Ulrich Jakob vom Verein Gigaherz."

Das war am 17. August 2011. Es ging damals um ein altes Schulhaus, das Jakob kaufen, in acht Wohnungen aufteilen und die Wohnrechte an Elektrosensible veräußern wollte.

"Schwer elektrosensitive Frau sucht Leidensgenossin/en für das gemeinsame Bewohnen einer großen Dependance eines Gutshofes, die nach erster Recherche elektrosmogarm ist. Der nächste Sender ist ca. 1,6 km entfernt. Auf dem Gutshofgelände gibt es keine unmittelbaren Nachbarn. Das Haupthaus wird nur temporär, zu Ferienzwecken genutzt ..."

Und das war am 25. November im Gigaherz-Forum.

Nachdem Jakob nur wenige Monate zuvor von Himmeltraurigkeit gesprochen hat, weil in der kleinen Schweiz angeblich so viele Elektrosensible ziellos umherirren, auf der Suche nach einer strahlungsarmen Bleibe, sollte man meinen, das Angebot fände unter überzeugten Elektrosensiblen reißenden Absatz.

Denkste!

Denn am 5. Dezember fragt der Anbieter irritiert nach: "Gib es tatsächlich gar niemand, der verzweifelt auf der Suche nach einer erträglichen Bleibe ist ..."

Und was lernen wir daraus?

Wenn Jakob oder andere Frontleute über Elektrosensible sprechen, sind die Zahlen immer beträchtlich, manchmal sogar riesig. Kommt es jedoch zur Nagelprobe, sind bisher noch jedes mal die Zahlen von galoppierender Schwindsucht befallen worden, zuweilen - wie in obigem Beispiel, in Richtung Null.

Diese Dauer-Diskrepanz, zwischen der behaupteten hohen Anzahl Elektrosensibler und der in konkreten Situationen dann tatsächlich erlebten geringen Anzahl ist einer der Widersprüche in der E-Smog-Debatte, der mich seit nunmehr bald zehn Jahren unverändert begleitet. Es ist schlich und einfach nur Wunschdenken etwas "Besonderes" sein zu wollen, wenn Elektrosensible sich als Vorhut einer gewaltigen Bewegung sehen. Doch diese Bewegung ist ein Phantasieprodukt und die vermeintliche Vorhut tritt seit vielen Jahren als Häuflein von vielleicht 10 bis 30 öffentlich wahrgenommenen Personen auf der Stelle, Weiterentwicklung ist nicht erkennbar, Schrumpfen schon.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Elektrosmog-Phobie, EHS, Schweiz, Gigaherz, Flucht, Leidensgenossen


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