Treibstoff für die EMF-Phobie (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.04.2011, 11:07 (vor 3817 Tagen) @ KlaKla

Ok, aber je mehr du auf die angebliche Gefahr des Mobilfunks aufmerksam machst desto größer wird der Bedarf. Es muss sauber gearbeitet werden und nicht dilettantisch. Das heißt unter kontrollierten Bedingungen. Und das gibt es in BI's oder daraus entstandene Vereine nicht. Ihnen fehlt die Objektivität und die fachliche Kompetenz. Auch wenn ein Vereine wie die KO-INI sich mit Titelträgern schmückt, ist die Arbeit des Vereins zu werten, nicht die Titel der Unterstützer.

Wenn "Betroffene" sich zu Laien flüchten weil sie sich anderswo nicht ernst genommen fühlen, sollte man mMn dafür sorgen das eine solide Basis geschaffen wird. Laien interpretieren falsch und dadurch kann es passieren, dass Betroffene keine Hilfe bekommen sondern immer tiefer in eine Art Depression fallen. Seit Jahren gibt es Vereine und lose Gruppierungen die sich mMn dem Anschein nach um Betroffene kümmern aber unterm Strich haben sie lediglich irreführende Informationen gestreut um Angst zu machen vor Elektrosmog so dass die Nutznießer profitieren. Wobei man bei den Nutznießern sicher noch weiter differenzieren muss.

Warum so kompliziert? Wende doch einfach mal den Korruptions-und-böse-Mächte-Vorwurf von P. Hensinger in der Gegenrichtung an.

Du willst im Land etwas erreichen, egal ob aus Überzeugung oder wirtschaftlichen Interessen. Sagen wir mal, du willst, dass die Bevölkerung sich weiter diffus wegen EMF sorgt. Politische Vorstöße haben da den Vorteil, dass wenige Personen große Wirkung entfalten können (bei BIs ist es meist andersrum: viele haben wenig Wirkung). Da du den Uli und seine Mitstreiter nicht allzuoft auf Sendemasten herumsitzen lassen kannst, suchst du dir also einen Politiker, begeisterst ihn für deine Ideen und so und hoffst, dass er etwas für dich tut. Am Beispiel des EMF-Monitorings könnte dies schlimmstenfalls bedeuten, dass aufgrund des Wirkens einer einzigen Person an der politischen Basis am Schluss tatsächlich so ein Monitoring eingeführt wird. Politiker sind ja nicht unbedingt EMF-Experten, sondern Menschen, denen das Mahlwerk des ewigen Geredes über EMF-Risiken ebenso zusetzt wie allen anderen. Wie erfolgreich sich totaler Blödsinn bis in höchste Ebenen durchsetzen kann, zeigt der Siegeszug der Homöopathie, die ja explizit von einer "Verdünnungsstrategie" gegen den gesunden Menschenverstand lebt.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Schweizer Bundesrat das Postulat von Frau Gilli objektiv auf seine Sinnhaftigkeit prüft - denn wenn er das macht, muss er es verwerfen. Die, die mMn Frau Gilli "briefen", wird das nicht groß stören, allein schon das Medieninteresse an dem Postulat ist für die ertragreich. Wie hieß es an anderer Stelle doch treffend: Unsere Aufgabe ist es, Zweifel zu streuen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Filz, Mobilfunksyndrom, Mikrowellensyndrom, Verdünnungsstrategie, EMF-Phobie, Monitoring


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