Altpapierverwertung oder Bienenbroschüre (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 26.03.2009, 18:44 (vor 4205 Tagen) @ AnKa

Die Aussage würde richtig lauten:

"Mobilfunkkritischer Wissenschaftler und Imkerverband sehen unterschiedliche Ursachen fürs Bienensterben."

Stimmt noch immer nicht. Denn das, was von Dr. Warnke in der Bienenbroschüre drinsteht, das hat er vor ungefähr 15 bis 35 Jahren geschrieben also zu einer Zeit, lange bevor das "Bienensterben" thematisiert wurde. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie sich diese Literaturliste an.

In den Kontext des Bienensterbens wurden die alten Warnke-Forschungsarbeiten erst von der sogenannten Kompetenzinitiative gerückt, die auf diese Weise ohne viel Mühe das erste Heft ihrer Broschürenreihe füllen konnte. Dass der Inhalt dieser Broschüre die alten Warnke-Arbeiten sind, mit denen er sich an Wissenschaftler wendete, erklärt, warum die Leser heute (Mitglieder von BIs) weitgehend nur Bahnhof verstehen und völlig überfordert sind. Eigentlich ist das schon eine ziemlich krumme Tour, Laien schön bunt aufbereitet alte Texte auf wissenschaftlichem Niveau anzudrehen, wobei ich jetzt nicht streiten mag, wo Wissenschaft aufhört und Esoterik anfängt. Tatsache ist: Das Blendwerk funktioniert stellenweise so gut, dass die Bienenbroschüre angeblich sogar in Fremdsprachen übersetzt wird. Klingt sehr erfolgreich, faktisch genügt dazu aber eine einzige Person, die auf der Suche nach fertig aufbereitetem "irgendwie belastendem Material" ist und die nur geringe Ansprüche stellt - z.B. was die Verständlichkeit des Inhalts für die adressierte Zielgruppe betrifft. Kein Wunder dass bevorzugt Paniker darauf einrasten, die sind nicht daran interessiert, verständlich aufzuklären, damit sich die Leute selber ein Bild von der Situation machen können.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Warnke, Blendwerk, Imker, Bienensterben


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