Coburg: BI akzeptiert stellenweise 1 mW/m² (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 31.08.2008, 22:26 (vor 4472 Tagen)

In Coburg tut sich merkwürdiges ...

Wie Weber betonte, wurde das Gutachten exakt nach den Vorgaben des ehemaligen Bürgerbegehrens "Sendeanlagen" in Auftrag gegeben. Nicht die Stadt, so unterstrich Hinterleitner, sondern der Gutachter selbst habe dann den Wert der maximalen Strahlungsbelastung im Freien von 100µW/m² auf 1000µW/m² erhöht. Seine Beweggründe müsse der Gutachter in einer von der Stadt geforderten Stellungnahme nun genauer erklären. Als "sehr erfreulich" bezeichnete es der stellvertretende Vorsitzende des mobilfunkkritischen Vereins, Norbert Denninger-Liebkopf, dass sich die Vorwürfe an die Stadtverwaltung nicht bestätigten. "Aus unserer Sicht sah es so aus, als hätte die Verwaltung den Vorsorgewert absichtlich höher angesetzt. Dieses Missverständnis konnten wir klären und wir haben für die Zukunft eine intensivere Kommunikation vereinbart." Ein erster Schritt dazu ist schon das Entgegenkommen der Bürgerinitiative, einem Ausweichen auf den höheren Wert in Einzelfällen zuzustimmen, wenn sich herausstellen würde, dass in manchen Stadtbereichen 100µW/m² aus versorgungstechnischen Gründen nicht ausreichen sollten. "Aber eine generelle Festsetzung der Strahlungsbelastung auf 1000 µW/m² ist aus gesundheitlicher Sicht nicht akzeptabel", so Kleilein. Man einigte sich darauf, sich nach der Stellungnahme des Gutachters wieder zusammenzusetzen.

Quelle: http://www.forum-mobilfunk.de/start.html

Kommentar: Meiner Erfahrung nach kümmern sich Betreiber beim Bau ihrer Sender nicht um die gnädig gewährte/verwehrte Zustimmung einer BI, da haben die Coburger aus meiner Sicht etwas missverstanden. Richtig Kummer macht mir aber der Satz von Kleilein: Aber eine generelle Festsetzung der Strahlungsbelastung auf 1000µW/m² ist aus gesundheitlicher Sicht nicht akzeptabel. Was bitte befähigt ihn dazu, so etwas zu behaupten? Ich hatte eigentlich gehofft, dass wir das Stadium überwunden haben, wo Einzelne Hobbyforscher mit ihren persönlichen Grenzwertforderungen wichtig genommen werden. Da werden jetzt mit den von "enorm" angesetzten 1 mW/m² sowohl der Coburger-Appell erfüllt als auch die Forderung der BioInitiative und der alte Salzburger-Vorsorgewert. Und trotzdem wird noch immer ausgekeilt, wobei mir überhaupt nicht klar ist, ob sich die Betreiber in Coburg überhaupt auf das 1-mW/m²-Modell von enorm einlassen werden.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Selbstüberschätzung, Willkür, Grenzwerte, Salzburger-Vorsorgewert, Standortkonzept, Enorm, Bürgerbegehren, Kleilein, Franken, Coburg


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