Der Sturm im Wasserglas (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 16.05.2008, 23:08 (vor 5822 Tagen) @ caro

Die zentrale Frage finde ich: Wieso weiß Vodafone selbst als Eigentümer nicht, wie viel am Mast hängt und muss sich erst Mal einen "Überblick" verschaffen? Gibt aber keine Unterlagen heraus, so dass die Gemeinde einen Sachverständigen bezahlen muss.

Ja, caro, da gebe ich Ihnen recht, da scheinen tatsächlich alle Beteiligten ein wenig wirr zu sein. Groschupp, Verursacher der ganzen Geschichte, ist davon nicht ausgenommen, lesen Sie selbst, was er 2005 für einen Leserbrief geschrieben hat:

... Bereits in der Ortsmitte Raidwangens sinkt der Wert unter 100 µW/m². Bezogen auf den (eklatant hohen!!) deutschen UMTS-Grenzwert von 10.000.000 µW/m² bedeutet das einen Faktor von 0,00001. Nun werde ich im Artikel korrekt zitiert, dass wir selbst bei diesen Werten für uns und unsere Nachbarn aus Raidwangen Bauchschmerzen haben. Wir haben es von unseren Referenten (Dr. Schorpp, Dr. Waldmann-Selsam) gehört, dass unzählige Elektrosensible bereits hier unter schwersten Gesundheitsschäden leiden, - manche ohne die Ursache zu erahnen.

Merken Sie worauf ich rauswill? Unzählige Elektrosensible leiden also schon bei 100 µW/m². Manche ohne die Ursache zu erahnen. Ich halte diese Aussage für geradezu absurd. Betroffene selbst wissen nichts über die Ursache schwerster Gesundheitsschäden, zwei durchreisende Handlungsreisende in Sachen Mobilfunkpanik wissen es aber haargenau! Und Ingenieur Groschupp glaubt jedes Wort. Was ist von Leuten zu halten, die so einen grauenvollen Quatsch auch noch als Tatsache hinstellen, anstatt sich davon zu distanzieren. Sind das glaubwürdige Informanten? Für mich nicht.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Marketingkonzept, Groschupp, Distanzieren


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