Neuer Mobilfunkstandort in Rimbach in Betrieb genommen (Allgemein)
Im Juni 2026 nahm die Deutsche Telekom in Deutschland 71 neue Mobilfunkbasisstationen in Betrieb. Eine davon in Rimbach, Oberpfalz. Hätte teletarif.de darüber nicht berichtet, im Land hätte kaum einer davon Notiz genommen.
Erwähnenswert ist Rimbach deshalb, weil der Ort vor 22 Jahren ein flammender Brennpunkt der damaligen Mobilfunkparanoia war und 2004 mit einer groß angelegten Blutuntersuchung in die Medien drängte. Heraus kam – nichts. Jahre später schmiedeten Klaus Buchner und Horst Eger mit ihrer "Rimbach-Studie" das erkaltete Eisen noch einmal neu. Das belanglose Papier verursachte bei einigen vorübergehend Schnappatmung und versank danach in der Versenkung. Spätestens 2020 war die Paranoia im Dorf überwunden und die Gemeinde konnte unbehelligt von der dunklen Vergangenheit einen Förderantrag auf Errichtung eines Mobilfunkstandorts stellen.
An Entwicklungen wie in Rimbach lässt sich erkennen, dass die hysterischen Auseinandersetzungen wegen der Errichtung eines Funkmastes heute längst nicht mehr so häufig und tiefgreifend sind wie noch vor 20 Jahren. Die Menschen gewöhnen sich an die Technik und weil die Schreckensszenarien organisierter Mobilfunkgegner seit 30 Jahren partout nicht eintreten wollen, ist die Furcht vor Funkmasten auf dem Rückzug und bei den meisten macht sie Platz für Gelassenheit. In 20 Jahren werden organisierte Mobilfunkgegner aus meiner Sicht den Status von verlorenen "Reichsbürgern" haben.
--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –
.