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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
<item>
<title>ChatGPT scheitert an MWGFD-&quot;Pressekonferenz&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Teilstrang war dafür vorgesehen, die Vorträge der Referenten im Wortlaut wiederzugeben. Doch daraus wird nichts.</p>
<p>Quelle für die Textwiedergabe war das Transkript des Videos gewesen und ChatGPT hat die Aufgabe gehabt, aus dem Transkript die meisten Zeitstempel zu entfernen, die Textfragmente sinnvoll zusammenzufügen und offensichtliche Fehler im Transkript zu berichtigen. Dies alles sind Tätigkeiten, die ChatGPT sich spielend zutraute.</p>
<p>Stunden später weiß ich jetzt: Wenn ChatGPT sich etwas zutraut, heißt das noch lange nicht, dass das Resultat brauchbar ist. Die KI lieferte zwar einigermaßen gut lesbare Texte ab, die stellenweise mit dem Original aber nicht mehr viel gemeinsam hatten. Doch es kam noch schlimmer, mal fehlte Text, mal gab es lange Passagen, welche die Referenten nachweislich aber gar nicht gesagt hatten. Diese Defizite kamen wegen der üppigen 4-Stunden-&quot;Pressekonferenz&quot; die etwa 200 Normseiten Text bedeutete, erst bei Qualitätskontrollen nach und nach zum Vorschein.</p>
<p>Zur Rede gestellt gab die KI zu, stellenweise halluziniert zu haben, um Informationslücken zu überbrücken. Diese Lücken entstanden, weil die KI technischer Begrenzungen wegen zu keiner Zeit die komplette &quot;Pressekonferenz&quot; im Speicher hatte, sondern immer nur Bruchstücke.</p>
<p>Das Ergebnis dieser Coproduktion von ChatGPT und mir ist so schlecht, dass ich das Projekt nach schätzungsweise vier Stunden als gescheitert erkannt und abgebrochen habe. Und die Verärgerung darüber ist momentan bei mir so groß, dass es keinen zweiten Anlauf geben wird.</p>
<p>Einen derart umfassenden Reinfall mit KI habe ich noch nicht erlebt. Dabei schien das Projekt für die KI nur eine kleine Fingerübung zu sein. Das zentrale Problem ist: Die KI fragt bei unvorhersehbaren Störungen im Ablauf eines Projekts nicht nach, was zu tun ist, sondern sie entwickelt ein kreatives Eigenleben. Sie halluziniert und erfindet plausibel wirkende Fakten, damit der Auftraggeber die Störung nicht bemerkt.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 15:43:24 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Vorträge auf der MWGFD-&quot;Pressekonferenz&quot; vom 2. Mai 2026 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="color:#666;"><strong>Am 2. Mai 2026 veranstaltete ein Verein von Corona- und Impfkritikern (&quot;Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie&quot;, kurz MWGFD), in Niederbayern ein als &quot;Pressesymposium&quot; bezeichnetes <a href="https://www.youtube.com/watch?v=GnSFo2_I2ww">Treffen zum Thema Mobilfunk</a>.</strong></span></p>
</blockquote><p>Dieser Teilstrang dokumentiert nach und nach den Wortlaut der Vorträge vom 2. Mai 2026. Ausgangspunkt dafür ist das Transkript der Veranstaltung, ausgewertet von einer KI. Offensichtliche Fehler im Transkript hat die KI berichtigt, versteckte Fehler hingegen nicht. Das Ergebnis der KI habe ich nicht mit dem Video der Veranstaltung abgeglichen. Es gilt daher im Zweifel immer das gesprochene Wort.</p>
<p><strong>Reihenfolge des Auftretens</strong><br />
Werner Bergholz<br />
Klaus Buchner<br />
Klaus Scheingraber<br />
Klaus Scheidsteger<br />
Monika Krout</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 09:37:44 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Welttag der Elektrosensibilität&quot; 2026 ohne jede Resonanz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Initiatorin <em>Magali Lesure</em>, Frankreich, ruft auch dieses Jahr routinemäßig dazu auf, am 16. Juni den sogenannten <em>Welttag der Elektrosensibilität</em> zu begehen. Dieses Jahr will sie den Aufruf an fast 2000 Organisationen und Personen per E-Mail verschickt haben.</p>
</blockquote><p>Der 9. sogenannte Welttag der Elektrosensibilität war in meiner Wahrnehmung so ereignislos, dass ich mich nicht wundern würde, wenn der 10. nicht mehr stattfinden wird. Allerdings erfordert der organisatorische Aufwand fürs Ausrufen des nächsten &quot;Welttags&quot; schätzungsweise nur 30 Minuten Aufwand, weshalb ich mich andererseits nicht wundern würde, gäbe es den Aufruf zum &quot;Welttag&quot; auch noch in 20 Jahren. Für 2026 aber gilt aus meiner Sicht:</p>
<p>► Die ÖDP hat sich zurückgezogen und nichts gemacht<br />
► Klagenfurt hat nichts gemacht<br />
► Spittal hat nichts gemacht<br />
► Gelbe Stühle wurden nicht gesichtet<br />
► Google News bringt <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;hs=H56p&amp;sca_esv=3dbb119c7baa06b1&amp;sxsrf=APpeQntVsF4fWBlmhdLmwr37Q3MmL8fq9Q:1781982608466&amp;q=Wetter+Elektrohypersensibilit%C3%A4t+EHS&amp;tbm=nws&amp;source=lnms&amp;fbs=ABfTbFUyxjQn9bne4DuflY2dNqqKupTsDwp6RXwpQFJxPysO9Gq9x5PKEND3x4f8AESGvwM4a36Y7wrjM4lu7Yz7qdAyxnJxlUjxdh87NfINuXgFnexOmvDDkgmG0NGNun2w7I27V7-0VsQsNKN9qmUdvVX7wIhddFV7p4epiRbHj_7fRlkyzLF3tRY7qERXaiqNjznCpGxE&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwjrjv7CwpaVAxW1SPEDHQvIGu8Q0pQJegQIFhAB&amp;biw=1558&amp;bih=830&amp;dpr=1.2">keine einzige Meldung</a> von 2026<br />
► Null Erfolgsmeldungen der Initiatorin Lesure<br />
► Nur Diagnose-Funk hat die <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=74363#p75671">Zeichen der Zeit (noch) nicht erkannt</a></p>
<p>Mutmaßlich hat es den Welttag zu keiner Zeit wirklich gegeben. Er war von Anfang an eine Totgeburt und der krampfhafte Versuch einiger Aktivisten, das Interesse der Weltöffentlichkeit auf etwas zu richten, das bis heute den Nachweis schuldig geblieben ist, dass es überhaupt real existiert: Elektrosensibilität. Solange dieser Nachweis fehlt, wird der Welttag faktisch auf Klein-Kleckersdorf begrenzt bleiben.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 19:28:58 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Safety Gate: Fremdkörper Mobilfunk</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Mit dem <a href="https://ec.europa.eu/safety-gate/#/screen/pages/reports">Safety Gate</a> hat die EU ein Vehikel, das vor gefährlichen Produkten warnt. Allein im Jahr 2025 wurden insgesamt 4671 Warnmeldungen in Safety Gate validiert. Dies bedeutet durchschnittlich fast 100 Warnmeldungen pro Woche. Seit 2022 hat sich die Anzahl der Meldungen in etwa verdoppelt.</strong></span><br />
 <br />
Die von der französischen Frequenzaufsichtsbehörde ANFR in schöner Regelmäßigkeit gemeldeten Grenzwertüberschreitungen bei Mobiltelefonen gehen an Saftey Gate allerdings spurlos vorüber. Mir ist es nicht gelungen, auf dem Portal auch nur eine einzige Meldung über ein Smartphone mit Grenzwertüberschreitung aufzutreiben. Mutmaßlich liegt das daran, dass von den Grenzwertüberschreitungen eben <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75369">kein akutes Risiko</a> für Leib und Leben ausgeht, wie es der französische Verein Phonegate Alert unermüdlich behauptet.</p>
<p>Wenn überhaupt Mobiltelefone bei Saftey Gate auftauchen, dann mehrheitlich Kinderhandys. Aber nicht wegen überhöhter Funkstrahlung, sondern wegen chemischer Ausdünstungen oder wegen Gefährdung des Hörvermögens von Kindern infolge zu hoher Lautstärke.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 15:23:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Klaus Buchner: &quot;Wir wissen mehr als genug ...&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Wer von sich mit dem Pluralis Majestatis in der Mehrzahl spricht, ist mit Vorsicht zu genießen. Buchner sagt &quot;wir&quot;, doch faktisch kann er nur über sich behaupten: &quot;Ich weiß mehr als genug&quot;. Einem seriösen Wissenschaftler sollten solche überheblichen Worte niemals über die Lippen kommen, so hoch hatte Buchner die Latte allerdings nie gelegt. Über den Abstieg eines altgedienten Mobilfunkgegners ins Reich drittklassiger Medien.</strong></span><br />
 <br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=8BJnBLHMqzA&amp;t=647s"><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606201341046a3698703e000.png" class="left" alt="[image]" width="360" height="205" /></a>◄ Klaus Buchner im Interview mit Report 24<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Report 24</span><br />
 </p>
<p><br />
Der ehemalige Bundesvorsitzende der deutschen Kleinpartei ÖDP punktete mit seinen Beiträgen zur EMF-Risikodebatte zu keiner Zeit bei Leuten vom Fach, sondern immer bei Laien. Vor diesem Publikum kann er ungestraft das Blaue vom Himmel erzählen, denn wer nichts weiß, muss alles glauben. Buchners wichtigste Türöffner ins Hirn seiner Zuhörer sind seine akademischen Titel. Sie verleiten das Publikum zu dem Trugschluss, der Vortragende werde schon wissen, wovon er redet. Dass der gelernte Physiker, der später Studenten Mathematik beibrachte, sich auch gerne als Fachmann in Sachen Biologie, Botanik und Medizin ausgibt, kommt dem titelfixierten Publikum üblicherweise nicht spanisch vor.</p>
<p>Was Journalisten von Buchners Erzählungen halten, durfte ich schon vor ungefähr 25 Jahren erfahren. Seinerzeit war ich noch ein Gefolgsmann des Professors und mir wurde um 2005 herum aus erster Hand zugetragen: Anlässlich einer Veranstaltung über die Schrecklichkeiten des Mobilfunks trat auch Klaus Buchner auf. Unter den Zuhörern war mindestens ein Journalist. Als Buchner ans Rednerpult trat, stand der Mann auf und ging hinaus. Draußen fand eine Gruppe von Rauchern zusammen und der Zeitungsmann wurde gefragt, wieso er ausgerechnet jetzt hinausgegangen sei. Seine Antwort lautete sinngemäß: Er habe Buchner schon früher zugehört und wer einen von dessen Vorträgen gehört habe, habe alle seiner Vorträge gehört. Der Journalist spielte darauf an, dass Buchner seine Vorträge gerne ein bisschen situationsabhängig ausschmückt, im Grunde aber immer das Gleiche erzählt.</p>
<p>Buchners Stern als Referent ist seit langem im Sinkflug. Erkennbar daran, dass er bis vor etwa zwei Jahren zwar häufig öffentlich aufgetreten ist, die Auftritte aber mehrheitlich von Kreisgruppen der ÖDP für ein titelfixiertes Publikum aus dem ökologischen Spektrum organisiert waren.</p>
<p>Der jüngste Tiefpunkt fand am 2. Mai 2026 statt. Buchner folgte dem Ruf eines überzeugten Impfgegners und erzählte anlässlich einer vierstündigen &quot;<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&amp;id=75659">Pressekonferenz</a>&quot; die Geschichten, die er immer erzählt. Auf ein seriöses oder bekanntes Medium warteten die Teilnehmer der Veranstaltung vergeblich, das Vakuum füllten einige Medien der alternativen Szene. Mit von der Partie war Report 24, ein österreichisches Online-Medium, das sich selbst als &quot;alternatives&quot; und &quot;unabhängiges&quot; Nachrichtenportal versteht. Das Portal ordnet sich selbst ausdrücklich dem Spektrum der alternativen Medien zu und hat deshalb keine Hemmungen, alternative Fakten zu verbreiten. Anlässlich der Veranstaltung im Mai gab Buchner Report 24 ein 15-Minuten-Interview, das man sich <a href="https://report24.news/prof-klaus-buchner-wir-wissen-mehr-als-genug-ueber-die-schaeden-durch-5g/"><span class="underline">hier</span></a> anschauen kann. Kritische Fragen oder gar Widerspruch musste der 85-Jährige nicht fürchten, er durfte nach Herzenslust seine persönliche Meinung zum Risiko Mobilfunk als gesicherten Stand des Wissens ausgeben. Altersweisheit? Keine Spur!</p>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=search&amp;search=%22Klaus+Buchner%22">Klaus Buchners tiefer Fußabdruck im IZgMF-Forum</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 13:45:22 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>13. Oktober 2026: 15. EMF-Forum der GSMA</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Das EMF-Forum des Industrieverbands GSMA bringt politische Entscheidungsträger, Regulierungsbehörden, Experten des Gesundheitswesens, Wissenschaftler, internationale Organisationen und Vertreter der Industrie zusammen, um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und politischen Entwicklungen im Zusammenhang mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) zu erörtern. Am 13. Oktober zum 15. Mal.</strong></span><br />
 <br />
Das diesjährige Kernthema &quot;Evidenzbasierte EMF-Politik&quot; konzentriert sich darauf, wissenschaftliche Forschung in praktische politische Ansätze umzusetzen, die das Vertrauen der Öffentlichkeit, technologische Innovationen und die weitere Entwicklung der Mobilfunkkonnektivität fördern. Schwerpunktthemen sind ...</p>
<p>► WHO-Arbeitsgruppe zu hochfrequenten Feldern und Gesundheitsrisiken <br />
► Internationale Harmonisierung von HF-EMF-Grenzwerten und Konformitätsprüfverfahren <br />
► Von der Europäischen Union finanziertes Forschungsprojekt &quot;NextGEM&quot; <br />
► Erkenntnisse aus 20 Jahren EMF-Forschung <br />
► EMF-Aspekte neuer Mobilfunktechnologien </p>
<p>Die Veranstaltung findet von 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr in Brüssel statt, Interessenten können in Präsenz oder online teilnehmen (<a href="https://www.gsma.com/solutions-and-impact/connectivity-for-good/public-policy/gsma_events/emf-forum-2026/?ID=00QNz00000alwFFMAY&amp;JobID=2752038&amp;utm_source=sfmc&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Save+the+Date+-+EMF+Forum+2026&amp;utm_content=https%3a%2f%2fwww.gsma.com%2fsolutions-and-impact%2fconnectivity-for-good%2fpublic-policy%2fgsma_events%2femf-forum-2026%2f">zur Anmeldung</a>). Aus Sicht des Veranstalters adressiert das EMF-Forum ... </p>
<p>► Regierungsvertreter und politische Entscheidungsträger <br />
► Regulierungsbehörden für Telekommunikation<br />
► Gesundheitsbehörden <br />
► Wissenschaftler<br />
► Internationale Organisationen <br />
► Mobilfunknetzbetreiber und Akteure der Branche <br />
► EMF- und Konformitätsspezialisten</p>
<p>Unter den zehn Referenten sind vier aus Deutschland und Österreich:</p>
<p>Hajo Zeeb - Professor für Epidemiologie, University Bremen<br />
Sarah Driessen - Wissenschaftlerin, verantwortlich für das EMF-Portal der RWTH Aachen<br />
Christian Laqué - Technischer Leiter von A1 Telekom Austria<br />
Manfred Ruttner - Gerichtssachverständiger, bei A1 Telekom Austria für alle EMV/EMVU-Belange zuständig</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75687</link>
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<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 10:37:01 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Marionna Schlatter: Grüne Schwarzseherin</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die Zürcher Nationalrätin Marionna Schlatter verknüpft <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20263705">in einer Interpellation</a> mehrere Studien zu Strahlung und Krebs zu einer scheinbar geschlossenen Beweiskette. Genannt werden Röntgenuntersuchungen in der Schwangerschaft, Leukämierisiken in der Umgebung von Kernkraftwerken, eine internationale Metaanalyse sowie eine aktuelle US-Studie. Schlatter formt daraus ein Risikonarrativ. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass die einzelnen Befunde sehr unterschiedliche Aussagekraft haben und teilweise deutlich vorsichtiger interpretiert werden müssten.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Röntgenstrahlung: Der starke Teil der Argumentation</span></p>
<p>Der Verweis auf Röntgenuntersuchungen während der Schwangerschaft steht auf vergleichsweise solidem Boden. Seit den Arbeiten von Alice Stewart in den 1950er Jahren gilt ein Zusammenhang zwischen pränataler Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und einem erhöhten Krebsrisiko im Kindesalter als wissenschaftlich gut belegt.</p>
<p>Die häufig genannte Risikoerhöhung von etwa 50 Prozent beschreibt allerdings ein relatives Risiko. Die absoluten Risiken bleiben deutlich kleiner, als die Prozentzahl vermuten lässt. Beispiel:</p>
<p>Grundrisiko für eine Krebserkrankung im Kindesalter: etwa 2 von 1000 Kindern<br />
Erhöhung um 50 Prozent bedeutet: etwa 3 von 1000 Kindern<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">CANUPIS sagt etwas anderes</span></p>
<p>Problematischer wird die Argumentation bei den Kernkraftwerken. Die Schweizer CANUPIS-Studie wird häufig als Beleg für erhöhte Krebsrisiken angeführt. Tatsächlich fanden die Autoren jedoch keinen statistisch signifikanten Anstieg von Leukämieerkrankungen bei Kindern in der Nähe schweizerischer Kernkraftwerke.</p>
<p>Die oft zitierte Risikoerhöhung von rund 44 Prozent stammt aus einer späteren gepoolten Analyse mehrerer Länder und nicht aus CANUPIS selbst.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Metaanalysen sind keine Endstation</span></p>
<p>Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2024 fasste 47 Studien aus 17 Ländern zusammen und berichtete statistisch erhöhte Risiken für bestimmte Krebsarten bei Anwohnern von Kernkraftwerken. Gleichzeitig weisen die Autoren selbst auf erhebliche methodische Unsicherheiten hin.</p>
<p>Die Studien unterscheiden sich stark hinsichtlich Design, Datenqualität und Kontrolle möglicher Störfaktoren. Die Metaanalyse liefert daher Hinweise auf Zusammenhänge, aber keinen Nachweis ihrer Ursache.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Die 4200 Krebstoten aus den USA</span></p>
<p>Besonders eindrucksvoll wirkt die Behauptung, eine US-Studie aus dem Jahr 2026 gehe von jährlich mehr als 4200 strahleninduzierten Krebstodesfällen bei Menschen über 65 Jahren aus.</p>
<p>Tatsächlich fand die Studie einen statistischen Zusammenhang zwischen der Nähe zu Kernkraftwerken und der Krebssterblichkeit auf Landkreisebene. Die Forscher verwendeten jedoch weder Strahlenmessungen noch individuelle Dosisabschätzungen. Als Expositionsmaß diente ausschließlich die Entfernung zu Kernkraftwerken.</p>
<p>Die Zahl von genau 4266 Todesfällen wurde nicht beobachtet, sondern aus einem statistischen Modell abgeleitet. Sie setzt voraus, dass der beobachtete Zusammenhang tatsächlich durch Kernkraftwerke verursacht wird. Diese Annahme kann die Studie jedoch nicht belegen. Die Autoren weisen selbst ausdrücklich darauf hin, dass ihre Ergebnisse keinen Kausalnachweis darstellen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Das eigentliche Muster</span></p>
<p>Interessant sind weniger die einzelnen Studien als die Art ihrer Präsentation durch Schlatter. Unterschiedliche Arbeiten werden zu einer fortlaufenden Geschichte verbunden, in der jede neue Untersuchung die vorherige scheinbar bestätigt. Dabei geraten methodische Unterschiede, widersprüchliche Befunde und offene Fragen in den Hintergrund.</p>
<p>So entsteht der Eindruck einer überwältigenden Evidenzlage, obwohl die wissenschaftliche Diskussion in mehreren zentralen Punkten weiterhin offen ist.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></p>
<p>Der Verweis auf die Krebsrisiken nach pränatalen Röntgenuntersuchungen ist wissenschaftlich gut abgesichert. Die Situation bei Kernkraftwerken ist deutlich komplexer. Dort existieren einzelne positive Befunde, aber ebenso Studien ohne entsprechenden Nachweis. Hinzu kommt, dass die beobachteten Risiken bislang nicht überzeugend durch die bekannten Strahlendosen erklärt werden können. Wer aus diesen Studien eine geschlossene Beweiskette für systematisch unterschätzte Strahlenrisiken ableitet, geht über den tatsächlichen Erkenntnisstand hinaus.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75686</link>
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<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 16:22:54 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Studie von WIK Consult: Mobilfunk vs. DVB-T2</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 Telefónica stellten in Berlin eine von ihnen bezahlte Studie des Beratungsunternehmens WIK Consult vor, der zufolge bestimmte Funkfrequenzbereiche ab 2031 für Mobilfunk freigegeben werden sollten. So ist es <a href="https://www.heise.de/news/Auslaufmodell-Antennenfernsehen-Mobilfunker-machen-Druck-11329504.html">bei heise.de</a> zu lesen. Und <a href="https://www.teltarif.de/uhf-mobilfunk-rundfunk-bos/news/104060.html">teletarif.de</a> präzisiert:</p>
<p>Im Auftrag von Deutscher Telekom, Vodafone und Telefónica hat WIK-Consult in einer Studie analysiert, wer die Frequenzen zwischen 470 und 694 MHz, dem sogenannten UHF-Band, am effi­zien­testen nutzen könnte bzw. welche volks­wirt­schaft­lichen Kosten durch die derzeitige Nutzung entstehen. Dabei kommen die aktuellen Nutzer des UHF-Bands schlecht weg, vor allem der Rundfunk. Eine Nutzung durch die Mobilfunker wäre laut Studie hingegen volks­wirt­schaft­lich sinnvoller.</p>
<p>Das digitale terres­trische Fernsehen (DVB-T2) leide unter einem Bedeu­tungs­verlust und würde ARD und ZDF Einspa­rungen in drei­stel­liger Millio­nenhöhe bringen, wenn es auf IP-Netze migriert würde, heißt es in der Studie. Könnte der Mobilfunk UHF-Frequenzen nutzen, könnte er hingegen die Über­tragungs­kapa­zitäten in ländlichen Regionen um 33 Prozent erhöhen. Weil zudem weniger Basi­stationen aufgebaut werden müssten, ergebe sich laut Studie ein Einspar­poten­zial von 2,7 Milliarden Euro.</p>
<p>„Die Ergebnisse und Argumente der Mobil­funk­studie sind so erwartbar wie sie durch­sichtig und teilweise falsch sind – und verfrüht“, sagt Michael Moskob, Leiter Regulierung, Public Affairs &amp; Unter­nehmens­kommu­nika­tion bei Media Broadcast, dem DVB-T2-Platt­form­betreiber. Erst die Welt­funk­konfe­renz 2031 wird sich mit dem UHF-Band beschäf­tigen. Moskob warnt vor „den voll­mundigen Verspre­chungen des Mobilfunks“ zum Netzausbau im ländlichen Raum. Inzwischen habe die Politik verstanden, was davon zu halten sei. [...]</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75685</link>
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<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:17:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Falsche Schlüsse (329): PIN (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Akronym &quot;PIN&quot; steht für &quot;Personal Identification Number&quot; und wer sich bei seinem Windows-PC anmelden möchte, wird per Meldung am Bildschirm aufgefordert, seine PIN einzugeben. Derweil &quot;Number&quot; Zahl bedeutet, müsste die PIN bei strenger Auslegung eine reine Ziffernfolge sein. Früher war das wahrscheinlich auch so, mittlerweile darf die PIN aber der Sicherheit zuliebe auch Buchstaben und Sonderzeichen enthalten. Doch dieser Fortschritt erschwert das Finden der richtigen PIN bei sehr lange nicht benutzten Geräten, deren PIN sich nur noch vage aus dem Gedächtnis hervorkramen lässt.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75684</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75684</guid>
<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 10:03:45 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Hauser liked Diagnose-Funk (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Vertrieb über Händler läuft anscheinend weiter. In Switzerland z.B. über den Händler Adrian Hauser. Erwähnenswert deshalb, weil Herr Hauser <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=66957">eigenen Angaben zufolge</a> &quot;elektrosensibel&quot; ist.</p>
</blockquote><p>Und hier meldet sich Herr Hauser auch schon prompt <a href="https://www.infosperber.ch/umwelt/vielfalt-tiere-pflanzen/wenig-schwalbe-und-viel-sommer/">mit einem Kommentar zu Wort</a>, um die Meinung der Leser eines Artikels in die &quot;richtige&quot; Richtung zu bugsieren. Nutznießer ist Diagnose-Funk. Nachtigall, ick hör dir trapsen <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75683</link>
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<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 21:24:02 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: zwei Bilder sagen mehr als viele Worte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Könnte man diese Antennen vom Dorf aus sehen, würden sie aus der Ferne wie 40 Tischtennisbälle am Berg wirken. Da die Erdfunkstelle aber auf einem Plateau liegt, sind sie vom Dorf aus mutmaßlich nicht oder nur zum Teil zu sehen.</p>
</blockquote><p>Wer auf der Kantonsstraße 6 Richtung Leuk fährt, kann die <a href="https://www.google.com/maps/place/Leuk,+Schweiz/@46.318008,7.6446083,542m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x478f19a29042d721:0x2711d57e1e987348!8m2!3d46.3169188!4d7.6345834!16zL20vMDZweGpx?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI2MDYxMy4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D">Erdfunkstelle</a> mit ihren bis zu 18 Metern durchmessenden Parabolspiegeln aus der Ferne gut erkennen.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606170906496a3263a99e38c.jpg" alt="[image]" width="720" height="539" /></p>
<p>Die großen Satellitenschüsseln sind auch vom Dorf aus zu sehen, von dort aus werden die 40 kleinen Starlink-Antennen auf dem Brentjong-Plateau am Berg mit hoher Wahrscheinlichkeit von den meisten Dorfbewohnern jedoch nicht zu sehen sein. Mit Googles Streetview lässt sich die Gegend wunderbar erkunden.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606170917566a32664499486.jpg" alt="[image]" width="720" height="549" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Bilder: Google Maps</span></p>
<p>In Anbetracht der Bilder wirkt die von Schnyder-Etienne ins Spiel gebrachte Furcht vor Erkrankungen infolge &quot;Satellitenstrahlung&quot; archaisch.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:32:24 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: neue Fassaufmacher hat das Land (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei ChatGPT nachgefragt</strong>: <em>Sind die heutigen Wortführer des Protestes auch damals schon aktiv gewesen?</em><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Antwort der KI</span></p>
<p>Nach dem, was öffentlich bekannt ist, eher nicht.</p>
<p>Die heutigen Wortführer des Widerstands sind vor allem die Ärzte Hanna Schnyder-Etienne und Roman Kuonen. Beide geben an, erst 2025 durch einen Zeitungsbericht vom Starlink-Projekt erfahren zu haben und sich erst danach organisiert zu haben.</p>
<p>Die von Schnyder-Etienne gegründete Interessengemeinschaft &quot;40 neue Satellitenantennen: NEIN, so nicht!&quot; entstand ebenfalls erst im Zusammenhang mit dem Starlink-Vorhaben.</p>
<p>Für die früheren Kontroversen um die Leuker Satellitenstation – etwa die jahrzehntelangen NSA-Gerüchte oder Diskussionen über das Landschaftsbild – finden sich in den zugänglichen Quellen keine Hinweise darauf, dass dieselben Personen damals bereits als Protestführer auftraten. Die bekannten Auseinandersetzungen der 1970er- bis 2010er-Jahre wurden vielmehr von anderen Akteuren getragen oder waren eher mediale und politische Debatten als organisierte Bürgerproteste.</p>
<p>Interessant ist allerdings ein anderer Aspekt: Das Alter der heutigen Wortführer. Schnyder-Etienne und Kuonen sind heute etwa 69 bzw. 70 Jahre alt. Sie haben die Errichtung der großen Satellitenschüsseln in den 1970er-Jahren also als junge Erwachsene miterlebt. Dass sie damals in Leuk lebten, ist plausibel; dass sie damals öffentlich gegen die Anlage kämpften, dafür habe ich keinen Beleg gefunden.</p>
<p>Mein Eindruck nach Sichtung der Berichte: Der aktuelle Widerstand wirkt nicht wie die Fortsetzung einer seit Jahrzehnten bestehenden lokalen Protestbewegung. Eher handelt es sich um eine neue Mobilisierung, ausgelöst durch die Kombination aus Elon Musk, Starlink, geopolitischen Fragen und Befürchtungen hinsichtlich HF-EMF. Die alten Satellitenschüsseln waren längst Teil der Landschaft geworden; die neuen Antennen haben das Thema wieder politisiert.</p>
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<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 08:50:51 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: Munkeln und Raunen seit 30 Jahren (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frage an ChatGPT</strong>: <em>Musks 40 kleine Starlink-Antennen sind in Leuk umstritten. Aber wie war das früher, als in Leuk noch riesige Satellitenschüsseln aufgestellt wurden. Gab es auch damals schon erbitterten Streit?</em></p>
<p><span style="font-size:large;">Antwort der KI</span></p>
<p>Ja, aber anders als heute.</p>
<p>Die großen Satellitenschüsseln oberhalb von Leuk wurden ab den frühen 1970er-Jahren errichtet. Sie waren von Anfang an auffällig und wurden im Wallis bald als &quot;grandes oreilles&quot; (&quot;große Ohren&quot;) bekannt. Ein Teil der Bevölkerung empfand die Anlage als Fremdkörper in der Landschaft, doch ein breiter lokaler Widerstand wie heute gegen Starlink ist aus den Anfangsjahren nicht dokumentiert. Die Anlage brachte Arbeitsplätze und verschaffte dem strukturschwachen Tal einen technologisch bedeutenden Standort.</p>
<p>Der eigentliche Streit begann später und hatte wenig mit elektromagnetischen Feldern zu tun. Seit den 1990er-Jahren und besonders nach den Snowden-Enthüllungen 2013 kursierten immer wieder Vorwürfe, die Station sei in internationale Überwachungsprogramme oder sogar Aktivitäten der NSA eingebunden. Diese Vorwürfe wurden nie eindeutig bewiesen, sorgten aber für politische Debatten bis ins Schweizer Parlament.</p>
<p>Interessanterweise sagte Leuks Gemeindepräsident 2025 mit Blick auf die neuen Starlink-Antennen sinngemäß, solche Bedenken habe es schon bei den alten Anlagen gegeben – und diese hätten &quot;noch weiter gestrahlt&quot;. Das deutet darauf hin, dass auch früher Gesundheits- und Strahlungsängste existierten, allerdings offenbar nicht in der heutigen Intensität.</p>
<p>Die entscheidenden Unterschiede von früher zu heute:</p>
<p><strong>Früher (Satellitenschüsseln)</strong><br />
► Debatten vor allem über Geheimdienste, Militär und Landschaftsbild<br />
► Langsamer Aufbau über Jahre<br />
► Wenig organisierter lokaler Widerstand dokumentiert<br />
► Betreiber waren PTT, Swisscom, Signalhorn, Bund</p>
<p><strong>Heute (Starlink)</strong><br />
► Debatten über HF-EMF, Elon Musk, digitale Souveränität und Geopolitik<br />
► Großprojekt mit 40 Antennen auf einen Schlag<br />
► Bürgerinitiative, Einsprachen und laufende Rechtsverfahren<br />
► Verbindung zu SpaceX und Elon Musk steht im Mittelpunkt</p>
<p>Bemerkenswert ist, dass die heute als Wahrzeichen von Leuk geltenden Riesenschüsseln selbst jahrzehntelang umstritten waren. Die ZEIT formulierte es 2025 so, dass in Leuk &quot;seit 1974&quot; um die Anlage gestritten werde – zunächst wegen angeblicher Geheimdienstaktivitäten, heute wegen Starlink.</p>
<p>Mein Eindruck: Die alten Schüsseln wurden zwar nie von allen geliebt, aber sie galten als Teil der technischen Infrastruktur. Der aktuelle Konflikt ist deutlich emotionaler aufgeladen, weil sich die Diskussion an der Person Elon Musk, an geopolitischen Fragen und an der Mobilfunk- bzw. HF-EMF-Debatte entzündet. Die Antennen sind dabei fast nur der sichtbare Auslöser.</p>
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<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 08:35:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Süßes im Kopf, Elektrosensibilität, Narzissmus</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>ARD alpha ist der Bildungs- und Wissenskanal (nicht Wissensskandal) der ARD. Er wird federführend vom Bayerischen Rundfunk (BR) in München produziert. In der <a href="https://www.ardmediathek.de/video/aktiv-und-gesund/suesses-im-kopf-elektrosensibilitaet-narzissmus/ard-alpha/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyM1dPMDIxNTQ4QTA">Sendung vom 1. Oktober 2025</a> tritt ab Minute 6:38 die überzeugte Elektrosensible Judith Rommel auf, deren wissenschaftliche Einschätzung von Minute 8:40 bis 13:55 ein Biophysiker übernimmt.</p>
<p>Mit Ruhm bekleckerte sich die Redaktion von ARD alpha bei dieser Ausgabe nicht. Sie taufte schnöde NF-Felder um in NF-Strahlung und verhunzte im Klappentext zur Sendung den SAR-Wert zum SA-Wert. Von einem Bildungs- und Wissenskanal darf man mMn mehr Kompetenz verlangen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 19:20:32 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>FMK: Jahrespressekonferenz Geschäftsjahr 2025</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Forum Mobilkommunikation, Interessenvertretung der österreichischen Mobilfunkindustrie, berichteten Volker Libovsky, Präsident des FMK und CTIO von Magenta Telekom und Margit Kropik, Geschäftsführerin des FMK, über das vergangene Jahr 2025.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Markt- und Verkehrsdaten</span></p>
<p>► 14'665.000 SIM-Karten in Smartphones, Handys und Cubes in Umlauf.<br />
► &quot;Klassische&quot; Telefonie via GSM, LTE und 5G weiter auf 20,2 Mrd. Minuten gesunken.<br />
► Datenvolumen durchbricht die 6-Mrd.-GByte-Grenze.<br />
► Inflationsbremse Mobilfunk: Gesamtumsatz mit EUR 3,53 Mrd. gegenüber dem Vorjahr (EUR 3,75 Mrd.) leicht gesunken.<br />
► Noch im Investitions-Plus: EUR 902 Mio. (Vorjahr: EUR 881 Mio.).<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">FMK-Mobilfunk-Barometer</span></p>
<p>► Österreicher:innen nutzen im Schnitt 5,5 internetfähige Geräte.<br />
► Digitalisierung: Etwa Jede:r zweite streamt und shoppt online und erledigt auch Amtswege digital.<br />
► Auswirkungen der Digitalisierung im Bereich Forschung, Industrie, Verwaltung und Gesundheitswesen positiv; Arbeitsmarkt ambivalent; bei Gesellschaft, Datenschutz und Privatsphäre eher negativ.<br />
► Die Hälfte aller Österreicher:innen hat noch keine negativen Erfahrungen gemacht, allerdings: zwei von zehn Österreicher:innen wurden schon einmal im Internet betrogen.<br />
► WhatsApp noch vor Kamera und Weckfunktion wichtigste Anwendung am Smartphone.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">KI-Chats sind ein absolutes Smartphone-Thema</span></p>
<p>► Zwei Drittel der Österreicher:innen haben schon einmal KI-basierte Anwendungen genutzt, die Texte, Antworten und/oder Inhalte auf Fragen erzeugen.<br />
► 3/4 aller Nutzer:innen verwenden ihr Smartphone dafür.<br />
► Die Mehrheit der Österreicher:innen, die KI-basierte Anwendungen verwenden, nutzten sie auch für Information und Erklärung.<br />
► Aber: Lediglich 8 % prüfen die Ergebnisse konsequent auf ihre Richtigkeit.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Auswirkung von KI allgemein</span></p>
<p>► Die Mehrheit der Österreicher:innen bewertet die Auswirkungen von KI auf Wissenschaft, Wirtschaft, Gesundheit und Verwaltung positiv.<br />
► Kritisch wird der Einfluss auf Datenschutz und Privatsphäre gesehen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">5G-Ausbau in aktuellen Daten</span></p>
<p>► Aktive Mobilfunk-Standorte in Österreich aktuell: 19'519 (Juni 2025: 19'175).<br />
► Davon mit 5G-Systemen: 13'298 (April 2024: 11'383).<br />
► Die technische Abdeckung mit 5G beträgt etwa 97 % der Bevölkerung.</p>
<p><a href="https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260608_OTS0054/fmk-pk-mobilfunk-barometer-zeigt-hohe-kundenzufriedenheit-ki-chat-hauptsaechlich-via-smartphone">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:50:46 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>HUJs Irrtümer (23): Leuk steht auf (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Behauptung</strong>: <em>Leuk steht auf</em><br />
<strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.gigaherz.ch/leuk-steht-auf/">https://www.gigaherz.ch/leuk-steht-auf/</a><br />
<strong>Jahr</strong>: 2026</p>
<p><strong>Die Fakten</strong><br />
► Ende 2024 hatte die Gemeinde Leuk <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Leuk">4340 Einwohner</a>.<br />
► Am 22. Mai 2026 übergaben <a href="https://www.nzz.ch/schweiz/mit-15-leuten-in-bern-und-15-000-unterschriften-im-internet-leuk-wehrt-sich-weiter-gegen-die-starlink-bodenstation-von-elon-musk-ld.10007672">15 Leute</a> (mutmaßlich alle aus Leuk) in Bern eine schweizweite Unterschriftensammlung gegen Musks Antennen an die schweizerische Bundespolitik.</p>
<p><strong>Wertung der Behauptung</strong><br />
15 Personen entsprechen einem Leuker Bevölkerungsanteil von 0,34 Prozent. Unter diesen Umständen ist die Behauptung &quot;<em>Leuk steht auf</em>&quot; eine faustdicke Übertreibung.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 20:48:48 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>HUJs Irrtümer (22): gut 29 Wochen später (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>In Anbetracht von Jakobs absurder Drohung &quot;<em>Es wird nur noch <strong>wenige Wochen dauern</strong> bis die ICNIRP ihre Grenzwert-Empfehlung von 60 auf 90V/m erhöht</em>&quot; kann ich nur feixen ...</p>
</blockquote></blockquote><p>Satz mit x? War wohl nix! 29 Wochen plus 2 Tage später (205 Tage) denkt Icnirp noch immer nicht im Traum daran, der Weissagung von HUJ Folge zu leisten.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 08:57:56 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: der Selbstbetrug der Hanna Schnyder (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>► <a href="https://www.infosperber.ch/gesundheit/zwei-schweizer-dorfaerzte-gegen-elon-musk/">Infosperber – Zwei Schweizer Dorfärzte gegen Elon Musk</a></p>
</blockquote><p>Dort ist zu lesen:</p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>«Roman und ich sind bei den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz, und eine Woche vor der Gemeindeversammlung hatte ich eine neue WHO-Studie zur Antennenstrahlung gelesen. Da habe ich gedacht, offenbar muss man das Thema viel ernster nehmen», sagt Schnyder-Etienne.</strong></em></span></p>
<p>Aha, AefU, daher also weht der Wind. Und die &quot;WHO-Studie&quot;, die Frau Schnyder gelesen haben will, ist – Tusch + Trommelwirbel – selbstverständlich keine andere als die Tierreview von Meike Mevissen!</p>
<p>Das ist aus meiner Sicht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt">Dunning-Kruger</a> pur. Die WHO hatte zwölf systematische Reviews in Auftrag gegeben, elf fanden keine belastbare Evidenz für Gesundheitsrisiken infolge HF-EMF-Befeldung, die hat Frau Schnyder geflissentlich wohl nicht gelesen. Sie hat einzig und allein die alarmierende Tierreview von Mevissen gelesen. Dass es <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74911">gut begründete Zweifel</a> an dieser Review gibt, dürfte mit einiger Sicherheit an Frau Schnyder wieder spurlos vorbei gegangen sein.</p>
<p><span style="font-size:large;">Der helle Wahnsinn!</span></p>
<p>Oder sachlicher formuliert: Frau Schnyder wurde durch ihre Mitgliedschaft bei AefU so konditioniert, dass sie HF-EMF schon länger latent für gesundheitsschädlich hält. Dieses Überzeugungssystem führte bei ihr zum Bestätigungsfehler (Confirmation Bias). Das heißt, die Frau rezipiert nur noch das, was ihre Überzeugung stützt und sie ignoriert, was ihre Überzeugung gefährdet. Deshalb hat nur die Mevissen-Review sie gefesselt.</p>
<p>Bei z.B. einer gelernten Bäckereifachverkäuferin wäre so ein Verhalten entschuldbar, da das Erkennen von Wahrnehmungsverzerrungen nicht zu deren Ausbildung gehört. Bei Ärzten ist dies aber Bestandteil der Ausbildung, weshalb die selektive Wahrnehmung von Schnyder für sie kein Ruhmesblatt ist. Sie hat ja bereits angekündigt bis vors Bundesgericht zu klagen, um Musk zu stoppen. In Anbetracht der Umstände wünsche ich Frau Schnyder wegen ihrer unerträglichen Selbstgewissheit, dass ihr spätestens das Bundesgericht die Augen über ihren eigenen Dilettantismus öffnet <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/yes.gif" alt=":yes:" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75675</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75675</guid>
<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 19:01:30 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>40 Ohren: Hanna Schnyder bestätigt Dunning-Kruger-Effekt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Trotzdem hat es Frau Schnyder jetzt in das <a href="https://www.blick.ch/politik/leuk-geraet-auf-die-politische-weltbuehne-wie-sich-zwei-walliser-gegen-elon-musk-wehren-id21988259.html">Magazin &quot;Blick&quot;</a> geschafft ... <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/no.gif" alt=":no:" /> </p>
</blockquote><p>Bei Licht besehen sind es die beiden Ärzte, die in Leuk die Leute gegen das Projekt aufhetzen. Und es gibt reichlich Trittbrettfahrer, wie <a href="https://www.gigaherz.ch/leuk-steht-auf/"><span class="underline">hier</span></a>, die ihren Profit aus dem Protest der beiden ziehen und Beifall klatschen. Mittlerweile hat sich das Theater um Musks 40 Ohren in Leuk ziemlich herumgesprochen, hier ein kleiner Auszug:</p>
<p>► <a href="https://www.arte.tv/de/videos/130978-000-A/starlink-schweizer-bergdorf-gegen-musk/">Arte - Starlink: Schweizer Bergdorf gegen Musk</a><br />
► <a href="https://schutzvorsatellitenstrahlungregionleuk.ch/de/">Website der Antennengegner von Leuk</a><br />
► <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/macht-der-tech-giganten-wie-elon-musks-starlink-ein-dorf-im-wallis-spaltet">SRF – Wie Elon Musks Starlink ein Dorf im Wallis spaltet</a><br />
► <a href="https://www.srf.ch/play/tv/rundschau/video/musk-kommt-ins-wallis-widerstand-gegen-satelliten-antennen?urn=urn:srf:video:b0247f00-465a-4f27-b681-348619b1929f">SRF – Musk kommt ins Wallis</a><br />
► <a href="https://www.infosperber.ch/gesundheit/zwei-schweizer-dorfaerzte-gegen-elon-musk/">Infosperber – Zwei Schweizer Dorfärzte gegen Elon Musk</a></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/202606131759156a2d9a73a53d1.jpg" class="left" alt="[image]" width="450" height="675" />◄ Bild: Microsoft Copilot</p>
<p>Das Erste, was bei solchen Protesten bei den Betroffenen den Bach runtergeht, ist die nüchterne Betrachtung des Sachstands. Das lässt sich sehr schön an der Website der Antennengegner erkennen. Denn dort werden ausschließlich Fotos gewaltiger Satellitenantennen gezeigt mit Spiegeldurchmesser um 15 Meter. Das aber ist eine grobe Irreführung der Websitebesucher, denn die Bodenantennen für das Starlinknetz haben lediglich 1,85 Meter Durchmesser, mit dem Radom (kugelförmige Schutzhülle) sind es dann etwa 2 Meter pro Antenne. Diese Antennen sehen eher putzig aus als angsteinflößend.</p>
<p>Könnte man diese Antennen vom Dorf aus sehen, würden sie aus der Ferne wie 40 Tischtennisbälle am Berg wirken. Da die Erdfunkstelle aber auf einem Plateau liegt, sind sie vom Dorf aus mutmaßlich nicht oder nur zum Teil zu sehen. Die Hauptkeulen solcher Antennen sind nicht auf den Boden gerichtet, sondern auf die jeweils angepeilten Satelliten am Himmel. Damit unterscheidet sich eine Erdfunkstelle grundlegend von einem Mobilfunkstandort, dessen Antennen gezielt Versorgungsgebiete am Boden bestrahlen.</p>
<p>Erschreckend weit neben der Spur ist die Ärztin Hanna Schnyder-Etienne mit ihrer Einschätzung: &quot;Wir sind Ärzte. Das Strahlenrisiko dieser 40 Antennen ist zu gross und gefährdet die Gesundheit&quot; (<a href="https://www.blick.ch/politik/leuk-geraet-auf-die-politische-weltbuehne-wie-sich-zwei-walliser-gegen-elon-musk-wehren-id21988259.html">Quelle</a>). Ganz schön überheblich, die selbstgewisse Dame! Dabei haben Studien gezeigt, dass ausgerechnet Ärzte im Hinblick auf elektromagnetische Felder eine völlig überzogene Risikoeinschätzung haben, weitab von dem, was wissenschaftlich haltbar ist. Das wurde 2005 beobachtet und 20 Jahre später hatte sich daran <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74604">nichts geändert</a>. Mit ihrer Äußerung gibt Schnyder-Etienne zu erkennen, dass sie von Satellitenfunktechnik nicht die geringste Ahnung hat aber trotzdem laut protestiert. Sie ist damit ein überzeugender Beweis für den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt">Dunning-Kruger-Effekt</a>.</p>
<p>Es ist völlig absurd, dieser Technik ein Gesundheitsrisiko für die Dorfbewohner anzudichten. Aus meiner Sicht ist Schnyder-Etienne selbst das wahre Gesundheitsrisiko, weil sie mit ihrer voreiligen unqualifizierten Einschätzung den Dorfbewohnern unbegründet irrationale Ängste vor den harmlosen Antennen einjagt. Es wäre verantwortungsbewusst von ihr gewesen, sich zuerst angemessen bei seriösen Quellen zu informieren, bevor sie die Pferde scheu macht. Wie es aussieht, hat sie dies jedoch nicht getan oder sie ist nicht imstande, seriöse Quellen von unseriösen zu unterscheiden.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Warum so viele Antennen?</span></p>
<p>Weil eine Starlink-Bodenstation nicht mit einem einzelnen Satelliten kommuniziert, sondern gleichzeitig mit sehr vielen Satelliten.</p>
<p>Die 40 Antennen in Leuk sind sogenannte Gateway-Antennen. Sie bilden die Schnittstelle zwischen dem Starlink-Satellitennetz und dem terrestrischen Internet.</p>
<p>Anders als die früheren großen Satellitenschüsseln in Leuk, die meist einen einzelnen geostationären Satelliten anpeilten, ziehen Starlink-Satelliten der Reihe nach in nur etwa 550 km Höhe in wenigen Minuten den Himmel über Leuk entlang. Die Antennen verfolgen daher ständig einen oder mehrere vorbeifliegende Satelliten und übergeben die Verbindung fortlaufend an den nächsten. Das heißt: Die kleinen Antennen sind von außen nicht sichtbar ständig mechanisch in Bewegung, um den Kontakt zu den Satelliten bis zu deren Abtauchen am Horizont nicht zu verlieren. ChatGPT zufolge werden 40 Antennen benötigt für ...</p>
<p>► gleichzeitige Verbindungen zu mehreren Satelliten,<br />
► hohe Gesamtkapazität (viele Gbit/s bis Tbit/s),<br />
► Redundanz bei Ausfällen,<br />
► unterschiedliche Frequenzbänder und Polarisationen,<br />
► Reserven für zukünftiges Verkehrswachstum.</p>
<p>Interessant ist noch etwas anderes: Die Zahl 40 klingt riesig, die effektive Antennenfläche ist aber deutlich kleiner als die einer einzigen klassischen Satellitenschüssel.</p>
<p>Eine alte Leuk-Schüssel mit 18 m Durchmesser hat eine geometrische Fläche von etwa 254 Quadratmeter. Eine 2-Meter-Starlink-Antenne kommt auf ungefähr 3 Quadratmeter. Selbst 40 solcher Antennen ergeben zusammen nur etwa 120 Quadratmeter Antennenfläche. Die Anlage gewinnt ihre Leistungsfähigkeit also nicht aus der Größe der Antennen, sondern durch Parallelisierung.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Mit Umweltschutz &amp; politischen Einwänden erfolgreicher </span></p>
<p>Mit ihren Gesundheitsbedenken haben sich die Leuker Antennengegner selbst einen Bärendienst erwiesen, der ihre Glaubwürdigkeit pulverisiert. Geschickter wäre es gewesen, den Protest gegen die möglicherweise am Berg sichtbaren Tischtennisbälle zu richten (Umweltschutz) und gegen das möglicherweise militärische Ziel. Der Bundesrat hat den militärischen Bedenken zwar schon eine Absage erteilt, ganz ausschließen kann man den Fall indes nicht, dass die Erdfunkstelle im Fall einer militärischen Auseinandersetzung zerstört und das Dorf dabei in Mitleidenschaft gezogen wird. Im Konfliktfall ließe sich die Anlage jedoch auch vorsorglich zerstören, um einen Angriff erst gar nicht zu provozieren. Für diese möglicherweise lebensrettende Aufgabe ließen sich wahrscheinlich mühelos einige überzeugte Mobilfunkgegner anwerben, die den Job mit Begeisterung honorarfrei erledigen würden <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75674</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75674</guid>
<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 18:04:37 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Elektrosmog stört Orientierung von Mückenfledermäusen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Welche Effekte die vom Menschen verursachte elektromagnetische Strahlung auf wildlebende Tiere hat, ist kaum bekannt. In einer in der Zeitschrift Science veröffentlichten Studie (<a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.adq4418">Volltext</a>) berichtet ein internationales Team um den Biologen Dr. Oliver Lindecke von der Universität Oldenburg, dass schwache Breitbandstrahlung im Bereich von Langwellen bis Ultrakurzwellen die Orientierung der wenige Gramm schweren Mückenfledermäuse durcheinanderbringt. </p>
</blockquote><p>Der anfangs frei verfügbare Volltext der Studie ist inzwischen leider nicht mehr für jedermann frei verfügbar.</p>
<blockquote><p><strong>Kommentar</strong>: Kein Grund zur Aufregung für Mobilfunkgegner. Die Mückenfledermäuse wurden nicht mit Mobilfunk befeldet, sondern mit einem für Städte typischen künstlich erzeugten breitbandigen elektromagnetischen Rauschen, dessen Magnetfeldkomponente mit einer Schleifenantenne abgestrahlt wurde. Dieses Breitbandrauschen war schwach, die Studie nennt mMn mit <a href="https://www.science.org/cms/10.1126/science.adq4418/asset/0395f998-51f9-4140-a3a5-ddd46f5d5ce0/assets/images/large/science.adq4418-f1.jpg">Fig. 1 (A und B)</a> aber keine eindeutig interpretierbaren Pegelwerte, denen die Tiere in 70 cm bis 100 cm Abstand vor der Antenne ausgesetzt waren. Ein Gesundheitsrisiko für Menschen lässt sich aus der Studie nicht ableiten.  </p>
</blockquote><p>Die Forschungsfrage war offensichtlich nicht, ob die Tiere auf ein bestimmtes HF-Signal (z.B. UKW-Radio) regierten, sondern ob sie überhaupt auf HF ansprechen. Das breitbandige Rauschsignal ersparte den Forschern also endlose Experimente mit diskreten HF-Signalen bestimmter Frequenz. Und jetzt wissen sie: Ja, die Tiere reagieren auf schwache HF pauschal mit Orientierungsproblemen. Was die Forscher nicht wissen: Auf welches HF-Signal konkret wird reagiert, ist es UKW auf 100 MHz oder Digitalradio DAB+ auf 200 MHz oder ganz etwas anderes?</p>
<p>Aus meiner unmaßgeblichen Sicht hätten die Forscher im Interesse einer realistischeren Befeldung auf die unkonventionelle Magnetfeldantenne verzichten und eine &quot;normale&quot; HF-Antenne verwenden können. Die hätte dann ein normales HF-Feld mit elektrischer und magnetischer Komponente abgestrahlt und den Vorteil gehabt, dass wir mit V/m oder A/m mit gewohnten Feldgrößen hätten hantieren können, die unkompliziert in Beziehung zu den Referenzgrenzwerten gewesen wären. So aber müssen wir uns mit der kryptischen Einheit dBm für eine Magnetfeldstärke herumärgern <img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/smilies/smile.png" alt=":-)" />.  </p>
<p>Die Idee mit dem breitbandigen Rauschsignal ließe sich theoretisch auch auf &quot;Elektrosensible&quot; anwenden, um in einer Art Vorselektion herauszufinden, ob Probanden überhaupt auf eine Befeldung reagiert, egal auf welche genau. Der Funkstörmessdienst der BNetzA wäre von dieser Idee allerdings nicht begeistert und Wissenschaftler würden nur müde lächeln. Denn bekanntlich hat bislang noch kein &quot;Elektrosensibler&quot; weltweit im Blindversuch einen Provokationstest mit statistischer Signifikanz bestanden. Symptome zeigten sich durchaus. Besonders wenn die Probanden überzeugt waren, befeldet zu werden, egal ob dies stimmte oder nicht. Man kann es drehen und wenden wie man will: Unter diesen Umständen wäre ein Provokationstest mit breitbandigem Rauschsignal der falsche Ansatz, weil uns Menschen die Fähigkeit zur Erkennung schwacher HF-Befeldung eben nicht gegeben wurde.</p>
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<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75673</link>
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<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 16:59:06 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
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