Leszczynski nimmt Belpomme aufs Korn (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 27.08.2020, 20:53 (vor 394 Tagen)

Nach den US-Amerikanern Martin Pall und Arthur Firstenberg hat sich Dariusz Leszczynski jetzt den Franzosen Dominique Belpomme zur Brust genommen. Der Wahlfinne sichtete dazu drei EHS-Studien des umstrittenen Franzosen und zieht nach einer längeren detailreichen Vorbereitung das Fazit:

Summa summarum hat das französische Team, das EHS gezielt mit biochemischen und physiologischen Markern untersuchte, das gleiche Problem wie die psychologischen Provokationsstudien:

► Die Auswahl der Versuchspersonen richtet sich einzig und allein nach der Einschätzung selbst-diagnostizierter EHS-Personen. Die Wissenschaftler wissen nicht, ob die Selbstdiagnosen korrekt sind oder nicht. Sie kennen auch nicht die mögliche Kontamination einer Gruppe "echter" EHS-Selbstdiagnostiker durch "falsche" EHS-Selbstdiagnostiker.

► Es wird nicht versucht festzustellen, ob die Ausprägung eines der untersuchten physiologischen Marker in irgendeiner Weise von den EMF-Expositionen abhängig ist.

► Die Wissenschaftler wissen nicht, ob eine der beobachteten Veränderungen im Pulsationsindex (Verhältnis einer pulsierenden Signalkomponente zur nicht-pulsierenden Signalkomponente) oder in den Markern für oxidativen Stress infolge EMF-Exposition verursacht wurde oder auf einen nicht EMF-bezogenen unbekannten Störfaktor zurückzuführen ist.

► Die Autoren lieferten keine Informationen darüber, ob eine der selbst-diagnostizierten EHS-Personen mehr als einen der untersuchten Marker aufwies.

Am Ende fällt Leszczynski dann das für Belpomme-Anhänger verstörende Urteil:

Belpommes Studien liefern keinen Beweis, die Symptome der untersuchten Patienten beruhten kausal auf der EMF-Exposition.

Aus meiner Sicht leistet Dariusz mit seinen schonungslosen Kritiken an fragwürdigen Gestalten der Anti-Mobilfunk-Szene einen enorm wichtigen Beitrag zur Bereinigung der Mobilfunkdebatte. Viele Jahre lang konnte dort von Akademikern widerspruchslos selbst purer Blödsinn aufgetischt werden. Für die Selbstdarsteller war dies ohne Risiko, denn Laien konnten sie nicht widerlegen und die, die es konnten, schwiegen zu den Eskapaden oder schauten angestrengt weg.

Damit räumt der Finne jetzt auf. Scheinriesen müssen künftig damit rechnen in seinen Bannstrahl zu geraten. Was Leszczynski zu seiner abgaskatalysatorischen Wirkung gebracht hat weiß ich nicht, doch er befreit damit die Mobilfunkdebatte hoffentlich von lästigen Rau(s)chsignalen, die für Zaungäste seit 20 Jahren den Blick auf den seriösen Kern der Debatte verstellen. Es wäre befreiend wie ein Stoß frischer Luft, würden gewisse Randfiguren unter Beobachtungsstress von der Mobilfunkdebatte abfallen wie satte Zecken von einem Hund.

Aber: Wenn Dariusz so weiter macht, wird er mutmaßlich mit zwei ernsten gegensätzlichen Problemen zu kämpfen haben:

► Icnirp könnte in Erwägung ziehen, ihm künftig einen Platz in der Kommission anzubieten.
► Gigaherz-Präsident Jakob könnte 2025 davon absehen, ihn als Keynote-Redner zur 25-Jahr-Feier seines Karnevalvereins einzuladen.

:-)

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Leszczynski, Pseudowissenschaft, Individualtest, Belpomme, Renommee, Dummy, EHS-Studie, Kargo-Kult-Wissenschaft, Sachkompetenz

Leszczynski nimmt Belpomme aufs Korn: tolle Aussichten

Alexander Lerchl @, Donnerstag, 27.08.2020, 23:30 (vor 394 Tagen) @ H. Lamarr

Damit räumt der Finne jetzt auf. Scheinriesen müssen künftig damit rechnen in seinen Bannstrahl zu geraten. Was Leszczynski zu seiner abgaskatalysatorischen Wirkung gebracht hat weiß ich nicht, doch er befreit damit die Mobilfunkdebatte hoffentlich von lästigen Rau(s)chsignalen, die für Zaungäste seit 20 Jahren den Blick auf den seriösen Kern der Debatte verstellen. Es wäre befreiend wie ein Stoß frischer Luft, würden gewisse Randfiguren unter Beobachtungsstress von der Mobilfunkdebatte abfallen wie satte Zecken von einem Hund.

Klasse: "Rau(s)chsignale". Versteht vermutlich kaum einer, der nicht die Debatte um die REFLEX-Studien und Adlkofer als ehemaliger (?) Tabak-Lobbyist kennt, dennoch von mir das Prädikat: Besonders gelungen! Chapeau!

Aber: Wenn Dariusz so weiter macht, wird er mutmaßlich mit zwei ernsten gegensätzlichen Problemen zu kämpfen haben:

► Icnirp könnte in Erwägung ziehen, ihm künftig einen Platz in der Kommission anzubieten.

Das wäre doch mal was. Dariusz hat sich zwar definitiv mit den falschen Leuten liiert, z.B. Adlkofer, aber auf den Kopf gefallen ist er ganz gewiss nicht. Allerdings glaube ich nicht, dass die ICNIRP ihn in die engere Wahl zieht.

► Gigaherz-Präsident Jakob könnte 2025 davon absehen, ihn als Keynote-Redner zur 25-Jahr-Feier seines Karnevalvereins einzuladen.

Stimmt. Es gibt aber bestimmt noch andere Fachleute, die begeistert einspringen würden: Kundi, Mosgöller, Kuster, alles Professoren ohne Fehl und Tadel :-)

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Leszczynski nimmt Belpomme aufs Korn

Dariusz Leszczynski, Freitag, 04.09.2020, 14:06 (vor 386 Tagen) @ H. Lamarr

Both sides of the EMF and health debate mislead and cherry pick scientific evidence they use to support their sometimes correct and sometimes false claims. ICNIRP is an organization with membership having very homogenic opinion on EMF and health, what leads to skewed presentation of EMF research towards the no-effects. Activists do the same but in the opposite to ICNIRP direction and skew science presentation towards the yes-effects.
In my blogs I am critical of claims that misrepresent current science, whether these are presented by ICNIRP or activists.
There is nothing mysterious in what I am writing about. I do not serve anyone and am expressing just my opinions, no matter of with whom they agree and with whom they disagree.
1. I am not interested in being a member of current ICNIRP, where I would be easily over-voted by the remaining ICNIRP members, with their homogenic opinion on EMF and health.
2. I am certain that ICNIRP is also not interested in a scientist like myself, having opinions that often are contradicting consensus of ICNIRP.

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[Admin: Die folgende deutsche Übersetzung wurde mit Hilfe von deepl.com angefertigt und von mir nachträglich am 4. September 2020, 15:05 Uhr, dem Posting von Dariusz Leszczynski hinzugefügt]

Beide Seiten der Mobilfunkdebatte missbrauchen durch Fehldeutungen und Rosinenpickerei wissenschaftliche Beweise, die sie zur Untermauerung ihrer manchmal richtigen und manchmal falschen Behauptungen verwenden. ICNIRP ist eine Organisation mit Mitgliedern, die eine äußerst homogene Meinung über EMF und Gesundheit haben, was zu einer verzerrten Darstellung der EMF-Forschung in Richtung Verharmlosung der Risiken führt. Aktivisten (Mobilfunkkritiker) tun dasselbe, aber in entgegengesetzter Richtung zur ICNIRP und verzerren die wissenschaftliche Darstellung in Richtung Dramatisierung der Risiken.

In meinem Blog bin ich kritisch gegenüber Behauptungen, die die aktuelle Wissenschaft falsch darstellen, unabhängig davon, ob diese von ICNIRP oder von Aktivisten präsentiert werden.

Es gibt nichts Geheimnisvolles in dem, worüber ich schreibe. Ich diene niemandem und drücke nur meine Meinungen aus, unabhängig davon, mit wem ich übereinstimme und mit wem nicht.

1. Ich bin nicht daran interessiert, ein Mitglied der gegenwärtigen ICNIRP zu sein, bei der ich mühelos von den übrigen ICNIRP-Mitgliedern, denen mit der homogenen Meinung über EMF und Gesundheit, überstimmt würde.

2. Ich bin auch sicher, dass ICNIRP nicht an einem Wissenschaftler wie ich es bin interessiert ist, da ich Meinungen vertrete, die häufig im Widerspruch zum Konsens von ICNIRP stehen.

Tags:
Fehlinterpretation, Nebelkerze, Wissenschaft, Missbrauch, Falschmeldung, Leszczynski, Risikobewertung, Verharmlosung, Fehldeutung

Leszczynski nimmt Belpomme aufs Korn

H. Lamarr @, München, Freitag, 04.09.2020, 16:13 (vor 386 Tagen) @ Dariusz Leszczynski

1. I am not interested in being a member of current ICNIRP, where I would be easily over-voted by the remaining ICNIRP members, with their homogenic opinion on EMF and health.
2. I am certain that ICNIRP is also not interested in a scientist like myself, having opinions that often are contradicting consensus of ICNIRP.

Dear Dariusz

Since German is not your mother tongue, you couldn't see that my assumption that Icnip might like you was meant ironically. Just like my hint at the absence of an invitation by Gigaherz.

The criticism of Icnirp by a few qualified primary sources and countless unqualified secondary sources is part of everyday life in the wireless debate. Therefore I think it is important and correct that you are distancing yourself from people on your side who exaggerate EMF risks unbearably and mislead laymen. Unfortunately, too few people on your side do this. In fact, I fear you are the only one. The dramatizers block the view of laymen to the scientifically serious core of the wireless debate. That's why I think it would be good if more could be done from your side to take the smoke launchers out of play. That would be a first step to minimize the strong noise in the debate.

Best regards,

Stephan

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Lieber Dariusz,

da Deutsch nicht deine Muttersprache ist, konntest du nicht erkennen, dass meine Mutmaßung, Icnip könnte Gefallen an dir finden, ironisch gemeint war. Ebenso wie mein Hinweis auf das Ausbleiben einer Einladung durch Gigaherz.

Die Kritik an Icnirp durch wenige qualifizierte Primäquellen und zahllose unqualifizierte Sekundärquellen gehört in der Mobilfunkdebatte zum Alltag. Deshalb finde ich es wichtig und richtig, dass du dich von Leuten auf deiner Seite distanzierst, die EMF-Risiken unerträglich übertreiben und Laien in die Irre führen. Auf deiner Seite machen das leider zu wenige. Ich fürchte sogar, du bist der einzige. Die Dramatisierer verstellen für Laien den Blick auf den wissenschaftlich ernsthaften Kern der Mobilfunkdebatte. Deshalb fände ich es gut, würde auch von deiner Seite mehr passieren, die Nebelwerfer aus dem Spiel zu nehmen. Das wäre ein erster Schritt, das starke Rauschen in der Debatte zu minimieren.

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Leszczynski nimmt Belpomme aufs Korn

Dariusz Leszczynski, Samstag, 05.09.2020, 11:25 (vor 385 Tagen) @ H. Lamarr

Presenting issues the way I am doing comes with the price of becoming persona non grata by the both sides of the debate... For the industry and ICNIRP I am kind of anti-5G activist that is discrediting ICNIRP. For the anti-5G activists, some of them, I am planted by the wireless industry to discredit activists... This is the classic "Between a Rock and a Hard Place" in practice...

Leszczynski tut sich selber leid

Alexander Lerchl @, Samstag, 05.09.2020, 23:23 (vor 385 Tagen) @ Dariusz Leszczynski

Presenting issues the way I am doing comes with the price of becoming persona non grata by the both sides of the debate... For the industry and ICNIRP I am kind of anti-5G activist that is discrediting ICNIRP. For the anti-5G activists, some of them, I am planted by the wireless industry to discredit activists... This is the classic "Between a Rock and a Hard Place" in practice...

Übersetzt (Deepl.com) und geringfügig editiert vom Autor:
Themen so zu präsentieren, wie ich es tue, hat den Preis, dass beide Seiten der Debatte zur persona non grata werden... Für die Industrie und die ICNIRP bin ich eine Art Anti-5G-Aktivist, der die ICNIRP in Misskredit bringt. Für die Anti-5G-Aktivisten, einige von ihnen, bin ich von der Mobilfunkindustrie eingeschleust, um Aktivisten zu diskreditieren... Dies ist der Klassiker "Zwischen einem Felsen und einem harten Ort" in der Praxis...

Ach komm, Dariusz, Du tust Dir so leid, dass ich schon fast selber leide, allerdings eher weil ich Fremdschäm-Schmerzen habe. Du hast halt aufs falsche Pferd gesetzt und den falschen (fälschenden? :-) ) Leuten vertraut. Deine Überheblichkeit ist nur schwer zu ertragen, Du Missverstandener, komm mal runter von Deinem hohen Ross. Dass ich Dich schon seit vielen Jahren als nicht neutral einschätze, was Du ja hier zwischen den Zeilen suggerierst, ist gut begründet.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Leszczynski tut, was er tun muss

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.09.2020, 14:17 (vor 384 Tagen) @ Alexander Lerchl

Ach komm, Dariusz, Du tust Dir so leid, dass ich schon fast selber leide, allerdings eher weil ich Fremdschäm-Schmerzen habe. Du hast halt aufs falsche Pferd gesetzt und den falschen (fälschenden? :-) ) Leuten vertraut. Deine Überheblichkeit ist nur schwer zu ertragen, Du Missverstandener, komm mal runter von Deinem hohen Ross. Dass ich Dich schon seit vielen Jahren als nicht neutral einschätze, was Du ja hier zwischen den Zeilen suggerierst, ist gut begründet.

Damit tun Sie Dariusz mMn Unrecht. Ja, er hat 2014 (Ihr Link) einen Fehler gemacht, wie dieser aber jedem Webmaster passieren kann und der auch mir mit "wuff", wie unter dem Linkziel zu lesen ist, ja ebenfalls einmal passiert ist. Wir haben beide aus dem Fehler gelernt. Aus meiner Sicht sitzt Dariusz mit seinem Blog (Between an Rock and a Hard Place) sinngemäß tatsächlich zwischen allen Stühlen, seitdem er angefangen hat, nicht nur Icnirp, sondern auch die Nebelwerfer der Anti-Mobilfunk-Szene öffentlich zu kritisieren. Doch damit verdient er sich für Zaungäste wie mich das Prädikat, ein unberechenbarer unabhängiger Kommentator zu sein. So wie Sie sich dieses Prädikat verdient haben, weil Sie mit ihren beiden Studien zur Tumorpromotion durch EMF die Anti-Mobilfunk-Szene tief verstört haben. Eigentlich kommen Sie und Dariusz von zwei unterschiedlichen Wegen zum selben Punkt, ihr solltet euch zusammentun und gemeinsam die Nebelwerfer aus dem Spiel nehmen :-).

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Leszczynski tut, was er meint tun zu müssen

Alexander Lerchl @, Sonntag, 06.09.2020, 15:06 (vor 384 Tagen) @ H. Lamarr

Ach komm, Dariusz, Du tust Dir so leid, dass ich schon fast selber leide, allerdings eher weil ich Fremdschäm-Schmerzen habe. Du hast halt aufs falsche Pferd gesetzt und den falschen (fälschenden? :-) ) Leuten vertraut. Deine Überheblichkeit ist nur schwer zu ertragen, Du Missverstandener, komm mal runter von Deinem hohen Ross. Dass ich Dich schon seit vielen Jahren als nicht neutral einschätze, was Du ja hier zwischen den Zeilen suggerierst, ist gut begründet.

Damit tun Sie Dariusz mMn Unrecht. Ja, er hat 2014 (Ihr Link) einen Fehler gemacht, wie dieser aber jedem Webmaster passieren kann und der auch mir mit "wuff", wie unter dem Linkziel zu lesen ist, ja ebenfalls einmal passiert ist. Wir haben beide aus dem Fehler gelernt. Aus meiner Sicht sitzt Dariusz mit seinem Blog (Between an Rock and a Hard Place) sinngemäß tatsächlich zwischen allen Stühlen, seitdem er angefangen hat, nicht nur Icnirp, sondern auch die Nebelwerfer der Anti-Mobilfunk-Szene öffentlich zu kritisieren. Doch damit verdient er sich für Zaungäste wie mich das Prädikat, ein unberechenbarer unabhängiger Kommentator zu sein. So wie Sie sich dieses Prädikat verdient haben, weil Sie mit ihren beiden Studien zur Tumorpromotion durch EMF die Anti-Mobilfunk-Szene tief verstört haben. Eigentlich kommen Sie und Dariusz von zwei unterschiedlichen Wegen zum selben Punkt, ihr solltet euch zusammentun und gemeinsam die Nebelwerfer aus dem Spiel nehmen :-).

Frommer Wunsch. Es gibt leider viel zu viele Beispiele dafür, wie sich Dariusz als voreingenommen disqualifiziert hat. Beispiel siehe hier. EHS muss existieren ... :no:

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Leszczynski tut, was er meint tun zu müssen

H. Lamarr @, München, Montag, 07.09.2020, 13:40 (vor 383 Tagen) @ Alexander Lerchl

Ach komm, Dariusz, Du tust Dir so leid, dass ich schon fast selber leide, allerdings eher weil ich Fremdschäm-Schmerzen habe. Du hast halt aufs falsche Pferd gesetzt und den falschen (fälschenden? :-) ) Leuten vertraut. Deine Überheblichkeit ist nur schwer zu ertragen, Du Missverstandener, komm mal runter von Deinem hohen Ross. Dass ich Dich schon seit vielen Jahren als nicht neutral einschätze, was Du ja hier zwischen den Zeilen suggerierst, ist gut begründet.

Damit tun Sie Dariusz mMn Unrecht. Ja, er hat 2014 (Ihr Link) einen Fehler gemacht, wie dieser aber jedem Webmaster passieren kann und der auch mir mit "wuff", wie unter dem Linkziel zu lesen ist, ja ebenfalls einmal passiert ist. Wir haben beide aus dem Fehler gelernt. Aus meiner Sicht sitzt Dariusz mit seinem Blog (Between an Rock and a Hard Place) sinngemäß tatsächlich zwischen allen Stühlen, seitdem er angefangen hat, nicht nur Icnirp, sondern auch die Nebelwerfer der Anti-Mobilfunk-Szene öffentlich zu kritisieren. Doch damit verdient er sich für Zaungäste wie mich das Prädikat, ein unberechenbarer unabhängiger Kommentator zu sein. So wie Sie sich dieses Prädikat verdient haben, weil Sie mit ihren beiden Studien zur Tumorpromotion durch EMF die Anti-Mobilfunk-Szene tief verstört haben. Eigentlich kommen Sie und Dariusz von zwei unterschiedlichen Wegen zum selben Punkt, ihr solltet euch zusammentun und gemeinsam die Nebelwerfer aus dem Spiel nehmen :-).

Frommer Wunsch. Es gibt leider viel zu viele Beispiele dafür, wie sich Dariusz als voreingenommen disqualifiziert hat. Beispiel siehe hier. EHS muss existieren ... :no:

Ach kommen Sie, gegeben Sie sich einen Ruck. Dariusz' ist aus meiner Sicht nicht mehr der, der er vor sechs Jahren war. Damals war seine Exmatrikulation von Stuk frisch und er wahrscheinlich verärgert und frustriert. In dieser Phase sehe ich ihn nicht mehr, er differenziert inzwischen viel mehr. Das könnten Sie mit Kompromissbereitschaft honorieren. Die bunt gemischte Anti-Corona-Bewegung zeigt wie's geht. Ihr und Dariusz' gemeinsames Ziel könnte es sein, damit zu beginnen, den Leuten, die für Zaungäste wie mich die Mobilfunkdebatte mit pseudowissenschaftlich begründeten Zweifeln verseuchen, die Maske vom Gesicht zu nehmen. Stimmt schon, dieser Wunsch ist fromm, einen Versuch wäre er mMn jedoch allemal wert, um die vergiftete Atmosphäre in der Mobilfunkdebatte gegen frische Luft zu ersetzen. Wir haben uns an den Mief schon so gewöhnt, dass wir ihn für selbstverständlich halten. Das aber isser nicht :-).

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Leszczynski nimmt Belpomme aufs Korn – Gegenschlag 32:1

H. Lamarr @, München, Sonntag, 25.07.2021, 23:30 (vor 62 Tagen) @ H. Lamarr

Nach den US-Amerikanern Martin Pall und Arthur Firstenberg hat sich Dariusz Leszczynski jetzt den Franzosen Dominique Belpomme zur Brust genommen. Der Wahlfinne sichtete dazu drei EHS-Studien des umstrittenen Franzosen und zieht nach einer längeren detailreichen Vorbereitung das Fazit ...
[...]
Belpommes Studien liefern keinen Beweis, die Symptome der untersuchten Patienten beruhten kausal auf der EMF-Exposition.

Dariusz' Kritik vom 22. August 2020 an der Belpomme-Arbeitsgruppe hat eine ungewöhnliche Resonanz gezeigt. Der gescholtene Franzose ließ die Kritik nicht auf sich sitzen. Er trommelte nicht weniger als 31 Mitstreiter zusammen und publizierte am 7. Juli 2021 gemeinsam mit diesen eine Übersichtsarbeit (Review) zu EHS in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift International Journal of Molecular Science unter dem Titel: The Critical Importance of Molecular Biomarkers and Imaging in the Study of Electrohypersensitivity. A Scientific Consensus International Report. Die 32 Autoren sollen augenscheinlich den Anspruch untermauern, bei der Arbeit handle es sich um eine international getragene wissenschaftliche Konsensmeinung.

Und das sind sie, die Wissenschaftler, die zur Dauerstreitfrage "Elektrosensibilität" allesamt der Meinung sind, die Zeit sei reif für die Anerkennung von EHS als eigenständige neuropathologische Störung und für ihre Aufnahme in die Internationale Klassifikation der Krankheiten der WHO:

Dominique Belpomme, George L. Carlo, Philippe Irigaray, David O. Carpenter, Lennart Hardell, Michael Kundi, Igor Belyaev, Magda Havas, Franz Adlkofer, Gunnar Heuser, Anthony B. Miller, Daniela Caccamo, Chiara De Luca, Lebrecht von Klitzing, Martin L. Pall, Priyanka Bandara, Yael Stein, Cindy Sage, Morando Soffritti, Devra Davis, Joel M. Moskowitz, S. M. J. Mortazavi, Martha R. Herbert, Hanns Moshammer , Gerard Ledoigt , Robert Turner, Anthony Tweedale, Pilar Muñoz‐Calero, Iris Udasin, Tarmo Koppel, Ernesto Burgio und André Vander Vorst

Dariusz Leszczynski wird in der Review nur am Rande erwähnt, nämlich als Literaturverweis [2], welcher nichts anderes als seine Belpomme-Kritik von 2020 ist. Ob die Review dennoch eine Art Gegendarstellung zu Dariusz' Kritik ist, kann ich nicht beurteilen, denn dazu müsste ich die Review studiert haben. Der unbeugsame Finne scheint dies jedoch so zu sehen. In seinem jüngsten Blogeintrag macht er sich über die "sogenannte internationale wissenschaftliche Konsensmeinung" erst lustig, anschließend spießt er diverse Textpassagen auf. Selbstverständlich abermals kritisch und kein bisschen eingeschüchtert. Und am Ende seiner Ausführungen provoziert der widerspenstige Auswanderer seine 32 Meinungsgegner kaltblütig:

[...] Jeder, der sich die Mühe machen würde, meine kritischen Meinungen über fehlende Daten und schlechte Daten in Originalartikeln von Belpomme und seinem Team sorgfältig zu lesen, wird sehen, dass diese Antwort auf meine Kritik ein Fehlschlag ist und dass der "Konsens"-Artikel nicht wirklich ein Konsens-Artikel ist, sondern ein Blog-Post, der in einem Peer-Review-Journal als Antwort auf einen privaten Blog-Post veröffentlicht wurde ...

Das ist NICHT das, was eine Konsensmeinung sein sollte.

Wie Dariusz einleitend schreibt, möge sich jeder selbst seine Meinung bilden, wessen Standpunkt er wegen überzeugenderer Argumente einnehmen möchte. Da dies jedoch nur mit einer großen Portion Arbeit gepaart mit pfundigen Vorkenntnissen möglich ist (die Review umfasst 13 Seiten plus 6 Seiten Literaturverweise), halt ich mich da raus und befasse mich mit leichteren Aufgaben, mit meinem speziellen Freund Franz Adlkofer.

Seinen Namen in der Autorenschaft der Review zu lesen war mir ein wahres Vergnügen. Denn dies ersparte mir das Lesen der Review und katapultiert mich geradezu in das Lager des Einzelkämpfers Leszczynski. Zugegeben, das ist rein subjektiv und etliche andere Namen des Autorenkollektivs haben ebenfalls dazu beigetragen, doch diese unschickliche Methode der Meinungsbildung hat den großen Vorzug, äußerst zeiteinsparend und komfortabel zu sein. Als kleiner Tipp, warum ich meinem Vorurteil über den Weg traue, sei mir der Hinweis erlaubt, im Kopf der Review kurz nachzuschauen, welcher wissenschaftlichen Institution Adlkofer mit der Kennzahl 10 zugeordnet ist. Da darf man schon staunen, dass der Zigaretten-Franz angeblich auch im Juli 2021 noch immer in Diensten der Stiftung Verum steht. Die dem Namen hinterlegte E-Mail-Adresse lautet erwartungsgemäß freilich nicht auf @verum-foundation.de, sondern auf @googlemail.com und der Website der Stiftung ist der Suchbegriff Adlkofer völlig fremd. Mag schon stimmen, dass diese Mogelei für sich gesehen nicht sonderlich schlimm ist. Doch mein Vorurteil stützt sich auf hunderte solche befremdlichen Erfahrungen mit Personen der Anti-Mobilfunk-Szene und in Summe wiegen die schwer.

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Leszczynski nimmt Belpomme aufs Korn: Review light

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 28.07.2021, 00:31 (vor 60 Tagen) @ H. Lamarr

Der gescholtene Franzose ließ die Kritik nicht auf sich sitzen. Er trommelte nicht weniger als 31 Mitstreiter zusammen und publizierte am 7. Juli 2021 gemeinsam mit diesen eine Übersichtsarbeit (Review) zu EHS in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift International Journal of Molecular Science unter dem Titel: The Critical Importance of Molecular Biomarkers and Imaging in the Study of Electrohypersensitivity. A Scientific Consensus International Report.

Das Papier von Belpomme et al. wurde einer Peer-Review unterzogen und gilt deshalb formal als ein Qualitätspapier. Nun ist das Prozedere der Peer-Review aber keineswegs eine unumstrittene Sache, wie man z.B. hier lesen kann, und schon gar keine Heiligsprechung eines wissenschaftlichen Artikels. So war denn auch die Peer-Review bei besagtem Papier eine, die keine ist. Davon können sich sogar Laien selbst überzeugen, denn das Publikationsjournal war so freundlich, das Ergebnis der Begutachtung in einem Peer-Review Record zu veröffentlichen.

► Nur zwei Peer-Reviewer begutachteten das Paper.
► Reviewerin 1 (namentlich genannt) war so begeistert von der Arbeit, dass ihr weder eine inhaltliche Kritik noch eine inhaltliche Ergänzung einfallen wollte. Bemängelt wurden ersatzweise eine kleine typografische Unterlassung und die Kleinschreibung nach dem Punkt an einem Satzende. Abschließend wünschte sich die Gutachterin von den Autoren die Wiederholung der klinischen Symptome von EHS, da ihr der Konsens des klinischen Bildes nicht geläufig sei. Mit Verlaub: Die Bretter, die die Reviewerin da bohrte, waren aus meiner Sicht dünner als Papier, das hätte sogar ich noch hinbekommen.
► Reviewer 2 (anonym) war weniger begeistert, meinte aber, das Paper könnte aufschlussreiche Einblicke in den Umgang mit den Problemen von EHS geben. Unschön fand er, dass seiner Wahrnehmung nach das Manuskript mehrfach wortgleiche oder sehr ähnliche Textpassagen enthielt. Außerdem halte er die Arbeit eher für ein Positionspapier (oder ein Meinungspapier) als für eine Review. Zudem wünschte er sich (zu recht), Leszczynskis Kritikpunkte an älteren Belpomme-Arbeiten würden nicht nur als Literaturquelle erwähnt, sondern in dem Paper behandelt. Zuletzt schlug der Reviewer mit Blick auf Bild 1 des Papiers vor, wissenschaftliche Belege hinzuzufügen, damit Leser die Richtigkeit des Modells leicht nachvollziehen können. Reviewer 2 hat seinen Job ohne Frage besser erledigt als Reviewerin 1, dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er, weil er im Allgemeinen bleibt, sich nur oberflächlich mit dem Manuskript beschäftigt hat.

Zur Ehrenrettung der Reviewer sei gesagt, dass deren Job ein undankbarer ist, der meines Wissens von den Verlagen nicht einmal honoriert wird. Und da es nicht (mehr) allzuviele Wissenschaftler gibt, die sich mit EHS beschäftigen, stelle ich es mir für fachlich nicht Sattelfeste äußerst schwierig vor, eine Review wie die von Belpomme kundig zu beurteilen. Die Flucht in Allgemeinplätze ist in solchen Fällen programmiert und möglicherweise eher den Verlagen anzukreiden als den Reviewern.

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Belpomme et al., 2021, in zweiter Bedeutungsebene

H. Lamarr @, München, Sonntag, 08.08.2021, 13:28 (vor 48 Tagen) @ H. Lamarr

Dariusz' Kritik vom 22. August 2020 an der Belpomme-Arbeitsgruppe hat eine ungewöhnliche Resonanz gezeigt. Der gescholtene Franzose ließ die Kritik nicht auf sich sitzen. Er trommelte nicht weniger als 31 Mitstreiter zusammen und publizierte am 7. Juli 2021 gemeinsam mit diesen eine Übersichtsarbeit (Review) zu EHS in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift International Journal of Molecular Science unter dem Titel: The Critical Importance of Molecular Biomarkers and Imaging in the Study of Electrohypersensitivity. A Scientific Consensus International Report. Die 32 Autoren sollen augenscheinlich den Anspruch untermauern, bei der Arbeit handle es sich um eine international getragene wissenschaftliche Konsensmeinung.

Die Belpomme-Review könnte aus meiner Sicht noch einem anderen Zweck dienen, als sich der Kritik von Dariusz Leszczynski zu erwehren.

Der Franzose musste sich 2017 bekanntlich einem Disziplinarverfahren der Ärztekammer der französischen Hauptstadtregion (Ile-de-France) unterziehen und wurde 2018 vom Disziplinarausschuss der Kammer in erster Instanz verwarnt. Ihm wurde vorgeworfen, anlässlich seiner Atteste für "Elektrosensible" gegen ethische Regeln seines Berufsstandes verstoßen und unwissenschaftliche Diagnosen abgegeben zu haben. Sowohl Belpomme als auch die Kammer legten gegen diesen Entscheid Berufung ein. Bis dahin ist das Verfahren gut dokumentiert. Doch seither schweigen die Quellen und auch im www konnte ich nichts über den Fortgang des Verfahrens ausfindig machen. Also nehme ich an, das Verfahren ist noch in der Schwebe. Unter diesem Blickwinkel dient die neue Review mit ihren 32 Autoren mutmaßlich auch dem Zweck, das Ansehen von Belpomme gegenüber der Ärztekammer in der Berufungsverhandlung zu stärken, in der Hoffnung auf einen milden Entscheid.

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