Mosgöller: Mobilfunk führt nicht zu messbaren DNA-Schäden! (Allgemein)

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 17.08.2016, 16:07 (vor 1256 Tagen)

Wilhelm Moßgöller, Wiener Arzt und ao Professor, hat erstaunliches herausgefunden:

"Nachdem das ATHEM-2-Projekt zeigte, dass eine akute
einmalige Exposition zu keinen messbaren bleibenden
DNA-Schäden führt, weil die DNA-Brüche repariert
werden können, sich gleichzeitig aber auch Hinweise
darauf ergaben, dass permanente DNA-Schäden kumulieren
könnten, macht es Sinn, die angeführten Präventionsmaßnahmen
zu beherzigen."

Quelle, Seite 19

Der verschraubte Satz ist wirklich bemerkenswert. Keine Effekte, trotzdem Prävention :no:

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
DNA-Schäden, ATHEM-Projekt, Athem-2

Athem-2: 16 Stunden Exposition ohne bleibende DNA-Schäden

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 17.08.2016, 23:03 (vor 1255 Tagen) @ Alexander Lerchl

Der verschraubte Satz ist wirklich bemerkenswert. Keine Effekte, trotzdem Prävention

Beim ATHEM-2-Projekt ging es neben der Untersuchung von kognitiven Wirkungen darum, ob und wie die HF-EMF-Exposition Zellen des menschlichen Körpers verändert. Möglicherweise gibt die Projekt-Dokumentation (PDF, 188 Seiten, deutsch) darüber Auskunft, was Prof. Mosgöller gemeint haben könnte.

Die Zusammenfassung auf Seite 164 bringt allerdings auch kein Licht ins Dunkel, der Text ist mMn ziemlich unverbindlich und lässt allerlei Deutungen zu (Auszug):

[...] Zur Frage, ob die Empfindlichkeit von der Expositionsdauer abhängt, zeigte sich, dass bei 6 Stunden Exposition keine signifikanten DNA-Veränderungen auftraten. Unter Serum-Entzug, also unter stressenden Bedingungen, bestätigte sich, dass
Stress die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber HF-EMF verstärkt. Bereits nach einer Stunde Erholungszeit waren DNA-Brüche allerdings erheblich reduziert. Wie schon im Report des ATHEM-1 Projektes beschrieben, waren nach zwei Stunden Erholung die festgestellten DNA-Brüche nicht mehr messbar.

Um zu untersuchen, ob es bereits nach einer akuten Exposition bereits zur Ausbildung von Mikrokernen kommt (Hinweis auf akute permanente DNA-Schädigung) führten wir ein Kleinkern-Experiment durch und stellten fest, dass eine einmalige 16 stündige Exposition zu keinen bleibenden DNA-Schäden führt. [...]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
DNA-Schäden, Speichel, AUVA, ATHEM-Projekt, Versicherung, Mosgöller, Speicheltest, Endbericht, Athem-2

Athem-2 mit ungeeigneter DNA-Testmethode?

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 17.08.2016, 23:38 (vor 1255 Tagen) @ H. Lamarr

Beim ATHEM-2-Projekt ging es neben der Untersuchung von kognitiven Wirkungen darum, ob und wie die HF-EMF-Exposition Zellen des menschlichen Körpers verändert. Möglicherweise gibt die Projekt-Dokumentation (PDF, 188 Seiten, deutsch) darüber Auskunft, was Prof. Mosgöller gemeint haben könnte.

Die Zusammenfassung auf Seite 164 bringt allerdings auch kein Licht ins Dunkel, der Text ist mMn ziemlich unverbindlich und lässt allerlei Deutungen zu ...

Dort heißt es:

Methodisch kam der sogenannte Standard-Comet-Assay zur Anwendung.

Prof. Primo Schär, Universität Basel, aber sagt:

So, COMET is not the right thing to look on EMF effects.

Der Schweizer ist seit spätestens 2012 der Ansicht, der Comet-Assay sei für EMF ungeeignet, weil dieser Test nach EMF-Einwirkung fälschlich DNA-Schäden anzeige, die in Wahrheit keine sind. Andererseits ist schwer vorstellbar, dass Prof. Mosgöller die Dokumentation des Seawind-Projekts der EU kennt und die darin geäußerten Bedenken gegenüber dem Kometentest bei Athem-2 einfach ignoriert hat.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Qualitätsmängel, ATHEM-Projekt, Comet-Assay, Mosgöller, Seawind-Projekt, Athem-2

Mosgöller - Sittenbild eines Verlierers

KlaKla, Donnerstag, 02.01.2020, 10:15 (vor 23 Tagen) @ Alexander Lerchl

Auf der Veranstaltung der Ko-Ini. in Mainz 2019 versucht Mosgöller sein Publikum auf Linie zu bringen.

... Es geht auch um Normen. Es wird immer behauptet, wir brauchen wissenschaftlich untermauerte Normen! Sag ich, so ein Blödsinn. In Österreich fahren wir 130km/h und ich möchte die Wissenschaft sehen, die uns von der deutschen Regelung unterscheidet. Die Fahren unendlich schnell mit ihren Porsches aber dann finden sich regionale Politiker wieder, die stellen die kleinen dummen roten Tafeln auf wo 100 oder 120 drauf steht.

Er scheint nicht gesehen zu haben, dass die deutschen Veranstalter kleine dumme rote Schilder aufstellten. Direkt vor dem Redner-Pult. Statt Zahlen ein Handy!

Er steigt ein mit seiner Arbeit Athem 1+2. Erklärt den Comet Assay um dann auf seine Kernbotschaft zu kommen. Es gibt eine Arbeit, die gekennzeichnet ist mit wissenschaftlichem Fehlverhalten aber wir sind nicht Schuld, schuld sind die anderen, die böse Industrie, die bösen Wissenschaftler, eine bestimmte Person, deren Name man nicht ausspricht aber wer lesen kann ...

ab Min. 24:14
Mosgöller sagt: ... Diesen Kerl, mit Klagen soweit zu zudecken, bis er endlich überführt wurde. Er hat dann selber unterschreiben müssen, das er auf weitere Angriffe verzichtet und das es mir erlaubt ist ihn Lügengeschichten-Verbreiter zu nennen. Ich bin weit davon entfernt davon reichlich Gebrauch zu machen. Ich möchte ihnen nur ein Sittenbild der Deutschen Gerichtsbarkeit nahe bringen.

In Anbetracht dessen, dass Fördermittel zurück gezahlt wurden, und man eben nicht in den gewünschten Genuss von Ruhm und Ehre kommt, keilt man aus. Ein Sittenbild eines Verlierers. Anerkennung ist ihm sehr wichtig. Wenn er diese nicht in Zirkel anerkannter Wissenschaftler bekommt, dann eben von Laien.

Hintergrund:
REFLEX: Die blockierte erste Replikation (2004)
Reflex muss zügig Laien präsentiert werden. 2004 - Anhörung im Bayr. Landtag
Reflex-Replikationen - Sammelstrang

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Verlierer, Tatsachenbehauptung, Mosgöller, Kolportage, Laienpublikum, Sittenbild

Entwertung anders Denkender

KlaKla, Mittwoch, 15.01.2020, 07:17 (vor 10 Tagen) @ KlaKla

Auf der Veranstaltung der Ko-Ini. in Mainz 2019 versucht Mosgöller sein Publikum auf Linie zu bringen.

ab Min. 24:14
Mosgöller sagt: ... Diesen Kerl, mit Klagen soweit zu zudecken, bis er endlich überführt wurde. Er hat dann selber unterschreiben müssen, das er auf weitere Angriffe verzichtet und das es mir erlaubt ist ihn Lügengeschichten-Verbreiter zu nennen. Ich bin weit davon entfernt davon reichlich Gebrauch zu machen. Ich möchte ihnen nur ein Sittenbild der Deutschen Gerichtsbarkeit nahe bringen.

Es geht nur darum, dass viele Medien/Bürger das aufgreifen und einsetzen. Und wie man hier nachlesen kann, funktioniert es. Die Gegner (keine Namen) werden geschützt und Lerchl entwertet.

Auszug OÖ-Nachrichten: Mobilfunkstandard 5G: Die Branche versucht, Bedenken rund um gesundheitliche Risiken und neue Handymasten zu zerstreuen.

Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, für Zeiträume von mehr als zehn Jahren reiche die Datenlage noch nicht aus. Sie hat hochfrequente elektromagnetische Felder im Mai 2011 als "möglicherweise krebserregend" eingestuft.

... Begleitet wurde die heutige Pressekonferenz von Gegnern, die Lerchl vorwerfen, ein "Lügengeschichten-Verbreiter" sowie "Gefälligkeitsforscher" zu sein. Lerchl selbst sah das eher gelassen: "Es wird immer kritische Stimmen geben", sagte er. Es gebe viele irrationale Ängste.

Auszug Die Presse: Lerchl: "Warnungen vor 5G sind reine Panikmache"
... Begleitet wurde die heutige Pressekonferenz von Gegnern, die Lerchl vorwerfen, ein "Lügengeschichten-Verbreiter" sowie "Gefälligkeitsforscher" zu sein. Lerchl selbst sah das eher gelassen: "Es wird immer kritische Stimmen geben", sagte er. Es gebe viele irrationale Ängste.

Auszug Die kleine Zeitung: Vorwurf des "Gefälligkeitsforschers"
... Begleitet wurde die heutige Pressekonferenz von Gegnern, die Lerchl vorwerfen, ein "Lügengeschichten-Verbreiter" sowie "Gefälligkeitsforscher" zu sein. Lerchl selbst sah das eher gelassen: "Es wird immer kritische Stimmen geben", sagte er. Es gebe viele irrationale Ängste.

Auszug Kronen Zeitung: „Lügengeschichten“
... Begleitet wurde die Pressekonferenz am Dienstag von Gegnern, die Lerchl vorwerfen, ein „Lügengeschichten-Verbreiter“ sowie „Gefälligkeitsforscher“ zu sein. Lerchl selbst sah das eher gelassen: „Es wird immer kritische Stimmen geben“, sagte er. Es gebe viele irrationale Ängste.


Ich erinnere hier mal an die Gleichschaltung der Medien vergangener Zeiten.

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Meine Meinungsäußerung

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