Mosgöller: Mobilfunk führt nicht zu messbaren DNA-Schäden! (Allgemein)

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 17.08.2016, 16:07 (vor 820 Tagen)

Wilhelm Moßgöller, Wiener Arzt und ao Professor, hat erstaunliches herausgefunden:

"Nachdem das ATHEM-2-Projekt zeigte, dass eine akute
einmalige Exposition zu keinen messbaren bleibenden
DNA-Schäden führt, weil die DNA-Brüche repariert
werden können, sich gleichzeitig aber auch Hinweise
darauf ergaben, dass permanente DNA-Schäden kumulieren
könnten, macht es Sinn, die angeführten Präventionsmaßnahmen
zu beherzigen."

Quelle, Seite 19

Der verschraubte Satz ist wirklich bemerkenswert. Keine Effekte, trotzdem Prävention :no:

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
DNA-Schäden, ATHEM-Projekt, Athem-2

Athem-2: 16 Stunden Exposition ohne bleibende DNA-Schäden

Spatenpauli @, München, Mittwoch, 17.08.2016, 23:03 (vor 820 Tagen) @ Alexander Lerchl

Der verschraubte Satz ist wirklich bemerkenswert. Keine Effekte, trotzdem Prävention

Beim ATHEM-2-Projekt ging es neben der Untersuchung von kognitiven Wirkungen darum, ob und wie die HF-EMF-Exposition Zellen des menschlichen Körpers verändert. Möglicherweise gibt die Projekt-Dokumentation (PDF, 188 Seiten, deutsch) darüber Auskunft, was Prof. Mosgöller gemeint haben könnte.

Die Zusammenfassung auf Seite 164 bringt allerdings auch kein Licht ins Dunkel, der Text ist mMn ziemlich unverbindlich und lässt allerlei Deutungen zu (Auszug):

[...] Zur Frage, ob die Empfindlichkeit von der Expositionsdauer abhängt, zeigte sich, dass bei 6 Stunden Exposition keine signifikanten DNA-Veränderungen auftraten. Unter Serum-Entzug, also unter stressenden Bedingungen, bestätigte sich, dass
Stress die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber HF-EMF verstärkt. Bereits nach einer Stunde Erholungszeit waren DNA-Brüche allerdings erheblich reduziert. Wie schon im Report des ATHEM-1 Projektes beschrieben, waren nach zwei Stunden Erholung die festgestellten DNA-Brüche nicht mehr messbar.

Um zu untersuchen, ob es bereits nach einer akuten Exposition bereits zur Ausbildung von Mikrokernen kommt (Hinweis auf akute permanente DNA-Schädigung) führten wir ein Kleinkern-Experiment durch und stellten fest, dass eine einmalige 16 stündige Exposition zu keinen bleibenden DNA-Schäden führt. [...]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
DNA-Schäden, Speichel, AUVA, ATHEM-Projekt, Versicherung, Mosgöller, Speicheltest, Endbericht, Athem-2

Athem-2 mit ungeeigneter DNA-Testmethode?

Spatenpauli @, München, Mittwoch, 17.08.2016, 23:38 (vor 820 Tagen) @ Spatenpauli

Beim ATHEM-2-Projekt ging es neben der Untersuchung von kognitiven Wirkungen darum, ob und wie die HF-EMF-Exposition Zellen des menschlichen Körpers verändert. Möglicherweise gibt die Projekt-Dokumentation (PDF, 188 Seiten, deutsch) darüber Auskunft, was Prof. Mosgöller gemeint haben könnte.

Die Zusammenfassung auf Seite 164 bringt allerdings auch kein Licht ins Dunkel, der Text ist mMn ziemlich unverbindlich und lässt allerlei Deutungen zu ...

Dort heißt es:

Methodisch kam der sogenannte Standard-Comet-Assay zur Anwendung.

Prof. Primo Schär, Universität Basel, aber sagt:

So, COMET is not the right thing to look on EMF effects.

Der Schweizer ist seit spätestens 2012 der Ansicht, der Comet-Assay sei für EMF ungeeignet, weil dieser Test nach EMF-Einwirkung fälschlich DNA-Schäden anzeige, die in Wahrheit keine sind. Andererseits ist schwer vorstellbar, dass Prof. Mosgöller die Dokumentation des Seawind-Projekts der EU kennt und die darin geäußerten Bedenken gegenüber dem Kometentest bei Athem-2 einfach ignoriert hat.

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Tags:
ATHEM-Projekt, Comet-Assay, Mosgöller, Seawind-Projekt, Athem-2

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