Susan Foster: Von Elephanten, EMF und "Korruption" in der WHO (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 18.04.2014, 17:27 (vor 2469 Tagen)

Dariusz Leszczynski verbreitet auf seiner Website den Gastbeitrag WHO Knew: The Elephant in the Room – von Susan Foster („The elephant in the room“ ist eine englische Redewendung, mit der zum Ausdruck gebracht wird, dass das wesentliche Problem, das allen bekannt ist, nicht angesprochen wird). Er ist beileibe nicht der einzige, der das tut und die Gesellschaft, in die er sich begibt, ist auch schon mal klar verschwörerisch angehaucht. Soweit ich den Inhalt beim schnellen Überfliegen verstanden habe, geht es darin um die jüngst stattgefundene Präsentation des WHO-Krebsreports 2014 und die aus Sicht der Schreiberin nicht ausreichende Würdigung von EMF als angeblichen Krebsverursacher. So gesehen kann man als Deutscher die englisch auf 18 Seiten dargelegte Meinung von Mrs. Foster mühsam zur Kenntnis nehmen oder dies schmerzlos unterlassen.

Mir wäre Fosters Meinung auch gar nicht aufgefallen, hätte nicht ein Forstwirt, der glaubt elektrosensibel zu sein, auf diese Meinung im Gigaherz-Forum hingewiesen.

Da es Meinungen über die Auswirkung von EMF auf Lebewesen gar viele gibt, interessierte mich der Inhalt des Gastbeitrags weniger als die Frage: Wer zum Henker ist Susan Foster?

Die Antwort gibt Sie selber:

1. My name is Susan D. Foster, MSW. My address is 15957 Avenida Calma, Rancho Santa Fe, CA 92091.

(Ich heiße Susan D. Foster und lebe in Kalifornien - ungefähr 3 Autostunden von Cindy Sage entfernt ;-))

2. I am a medical writer and the organizer of a brain study of California firefighters exposed to RF radiation from a cell tower adjacent to their fire station of over 5 years.

(Ich bin Autorin für Medizinartikel und habe eine Studie organisiert, die Feuerwehrleuten galt, die fünf Jahre lang von einer nahe gelegenen Mobilfunk-Basisstation bestrahlt wurden.)

3. In 2004 I organized a pilot study of California firefighters who worked up to ninety (90) hours per week in fire stations with cell towers in close proximity to the two (2) stations where the firefighters work, eat, and sleep. The men were experiencing profound neurological symptoms following activation of the towers in 1999.

(2004 organisierte ich eine Pilotstudie an kalifornischen Feuerwehrleuten, die in zwei Feuerwachen mit nahe gelegenen Mobilfunk-Sendemasten stationiert waren und dort bis zu 90 Stunden pro Woche zubrachten. Die Männer zeigten starke neurologische Symptome nachdem die Sendemasten 1999 den Betrieb aufnahmen.)

Quelle der Selbstdarstellung ...

Damit ist die Position von Mrs. Foster in der Anti-Mobilfunkdebatte ziemlich klar.

Was Mrs. Foster fachlich qualifiziert ist nicht ganz leicht auszumachen, denn MSW ist mehrdeutig, sie könnte demnach "Master of Social Work" sein oder "Medical Social Worker" oder auch eine "Men Seeking Women". Mit Funkwellen scheint sie sich auf jeden Fall eher nicht physikalisch auseinander setzen zu können, sondern eher emotionell. Dieser Eindruck hat sich bei mir gefestigt, nachdem ich in ihrem Elefanten-Beitrag ihre Wertung der britischen Vorzeige-EHS Eileen O'Connor gelesen habe (... a woman who knew the horrors of 24/7 radiation first hand ...).

Das EMF-Portal ist über die Studie einer Autorin namens Susan D. Foster nicht im Bilde. Das kann mehrere Gründe haben, z.B. den, dass die Foster-Studie nur unter Freunden oder in einem pseudo-wissenschaftlichen Magazin publiziert wurde. Auch Google zeigt sich nach der Foster-Studie befragt ratlos.

Ich halte es für nicht ganz ungefährlich, wenn Dariusz Leszczynski - obwohl er sich von der Meinung seiner Gastautoren klar distanziert - seine Plattform für die Romane überzeugter Mobilfunkgegner zur Verfügung stellt. Dies wirft mMn kein gutes Licht auf seine geplante neue EMF-Publikation (Sonderheft "Radiation and Health") es könnten Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Chefredakteurs aufkommen, nur qualifizierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen.

Leszczynski und Adlkofer sind zwei an der umstrittenen "Reflex"-Studie beteiligte Forscher. Adlkofer musste mMn bereits einen steilen Abstieg hinnehmen, er bewegt sich inzwischen nicht mehr in wissenschaftlichen, sondern in fachfremden- oder pseudowissenschaftlichen Kreisen bis hinunter zu befremdlichen Auftritten bei grellen Laienorganistationen (Next-up, Gigaherz, Dr. Scheiner/Dr. Carlo-Veranstaltung). Das Schlimmste was Leszczynskis Ruf passieren könnte, wäre aus meiner Sicht ein Auftritt auf dem Gigaherz-Kongress, so dieser 2014 überhaupt noch stattfindet.

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Meinung, Klarstellung, Next-up, Leszczynski, Adlkofer, Pseudowissenschaft, Verbandszeitschrift, Laienorganisation, Kalifornien, Elefanten, Glaubenkrieg

Protest von Dariusz

Gast, Freitag, 18.04.2014, 19:33 (vor 2469 Tagen) @ H. Lamarr

Ich halte es für nicht ganz ungefährlich, wenn Dariusz Leszczynski - obwohl er sich von der Meinung seiner Gastautoren klar distanziert - seine Plattform für die Romane überzeugter Mobilfunkgegner zur Verfügung stellt. Dies wirft mMn kein gutes Licht auf seine geplante neue EMF-Publikation (Sonderheft "Radiation and Health") es könnten Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Chefredakteurs aufkommen, nur qualifizierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen.

Gegen die zitierte Textpassage protestierte Dariusz Leszczynski umgehend mit einer Mail ans IZgMF:

Last sentences of your latest post are misleading.

My guest blog forum is open to anyone. I had Susan Foster but I had Mike Repacholi too. I asked industry representatives, ICEMS and even Alexander Lerchl to write for BRHP. Lerchl refused outright claiming that he had bad experience with posting on my blog. This is absolutely untrue. He never asked to publish any text. He is only able to post accusing posts on IZgMF.

Any reasonable text, without insults and gossip, I can consider for BRHP guest blog... Both sides of the debate are invited...

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ICEMS

Susan Foster: Von Elephanten, EMF und "Korruption" in der WHO

Alexander Lerchl @, Freitag, 18.04.2014, 21:33 (vor 2469 Tagen) @ H. Lamarr

Dariusz Leszczynski verbreitet auf seiner Website den Gastbeitrag WHO Knew: The Elephant in the Room – von Susan Foster („The elephant in the room“ ist eine englische Redewendung, mit der zum Ausdruck gebracht wird, dass das wesentliche Problem, das allen bekannt ist, nicht angesprochen wird).

Es ist doch so: Susan Foster beklagt (auf 18 Seiten), dass keiner mehr die Saga von den Abermillionen von Krebstoten durch Mobilfunk hören will, weil alle Fakten dagegen sprechen. Dass sogar die anwesenden Journalisten das durchgekaute Thema nicht aufgreifen wollen, verstört den Rufer in der Wüste nachhaltig.

Susan Foster will nicht wahrhaben, dass das alles kein Thema mehr ist.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Kritik an Ukraine-Berichterstattung auf EHS umgemünzt

H. Lamarr @, München, Freitag, 18.04.2014, 23:15 (vor 2469 Tagen) @ Alexander Lerchl

Dass sogar die anwesenden Journalisten das durchgekaute Thema nicht aufgreifen wollen, verstört den Rufer in der Wüste nachhaltig.

Nicht alle. Der oben erwähnte überzeugt elektrosensible Forstwirt zaubert auch für die Verweigerungshaltung der Medien - oder wie er es nennen würde, für deren "Totschweigen" des Themas "Elektrosensibilität" - ein Kaninchen namens Krone-Schmalz aus dem Hut. Die ehemalige ARD-Korrespondentin mit der Micky-Maus-Frisur sieht in der Berichterstattung der Medien über die Ukraine-Krise Fehler. Breunig seinerseits glaubt nun Krone-Schmalz' kompetente Medienschelte könne, an die Behandlung des Themas "Elektrosensibilität" adaptiert, erhellend sein. Es sind also wieder einmal die anderen dran schuld, dass nichts weiter geht im Mikrokosmos der EHS. Die Idee, das ewig gleiche Lamento der Zunft könne Jounalisten inzwischen nur noch langweilen, sie wartet darauf, auch in der vertrocknenden EHS-Szene frei gelassen zu werden.

Herr Breunig hat seine seltsam verdrillte Ausdrucksweise noch immer, gebraucht heute jedoch den Begriff "Elektrosensibilität", den er früher durch Umbenennung weg haben wollte. Da er keine Quelle für das Krone-Schmalz-Interview nennt, machte ich mich auf die Suche und fand es zuerst auf der Website der Wochenzeitung der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD). Ob er sich nicht traute, darauf zu verlinken, weiß ich nicht, die "Rote Fahne" hat jedenfalls ein Herz für Mobilfunkgegner. In Ausgabe 3/2005 z.B. interviewte sie den emeritierten Prof. Frenzel-Beyme zur Naila-Studie. Was F-B damals vom Stapel ließ legt allerdings den Schluss nahe, seine überhastete Verabschiedung Ende 2003 durch die Uni Bremen hatte noch tiefere Gründe, als <hier> dargelegt.

Wie dem auch sei, wer nicht bei der MLPD vorbei schauen mag, kann sich das, was Frau Krone-Schmalz im Interview mit dem NDR zu sagen hatte, auch hier ansehen.

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Naila, Elektrosmog-Report, Frentzel-Beyme, UMG, Ewiggestriger, MLPD

Kritik an Ukraine-Berichterstattung auf EHS umgemünzt

Lilith, Samstag, 19.04.2014, 00:48 (vor 2469 Tagen) @ H. Lamarr

Wie dem auch sei, wer nicht bei der MLPD vorbei schauen mag, kann sich das, was Frau Krone-Schmalz im Interview mit dem NDR zu sagen hatte, auch hier ansehen.

Die hörenswerten Aussagen von Frau Krone-Schmalz sollten sich vor allem die Lokalreporter ansehen, die die von Spinnern und zweifelhaften Esoterikern erfundenen "Mobilfunkrisiken" in ihrer Lokalberichterstattung immer wieder einmal künstlich hochkochen. Das tun sie entweder, weil sei meinen, sie retten ihre Blätter durch die Präsentation schiefwinkliger Sensatiönchen - oder weil sie aus Faulheit, ein Thema ordentlich zu hinterfragen, den Einflüsterungen ihrer vor-Ort-Wutbürger ganz und gar bereitwillig erliegen.

Das Video ist also in diesem Sinn Weiterbildung zum Nulltarif.

Man sollte den Link zum Beispiel an die Redaktion des "Donaukurier" senden, der, wie ich finde, im Falle der Riedenburger Menschenhatz über Wochen hinweg eine unsägliche Rolle eingenommen und den journalistischen Auftrag geradezu verraten hat.

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Video, Journalisten, Hintergründe, Nachhilfe, Wutbürgertum, DonauKurier, Stuttgarter-Zeitung

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