Elektrosensibler psychiatrisiert Elektrosensible (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 14.09.2013, 11:10 (vor 3309 Tagen)

Der Lerntherapeut Thomas K. aus T. (Vils) in Bayern hält sich pünktlich zur Landtagswahl in Bayern für "elektrosensibel", und drängt mit seinem neuen Leiden in die Medien - aber nicht allein. Aus dem benachbarten Erding steht ihm Karl-Heinz Jobst bei, ödp-Bundesvorständler und sogenannter "Mobilfunkbeauftragter" seiner Partei. Beide hielten in einem örtlichen Wirtshaus einen Vortrag mit dem scheinheiligen Titel "Mobilfunk - Fluch oder Segen?". Scheinheilig, weil die beiden Referenten keinen Zweifel lassen, dass Sie Mobilfunk nicht als Segen sehen.

Zuerst verwurstete die ödp Erding das Auftreten der beiden Mobilfunkgegner am 17. August mit einer Presse-Information. Und am 2. September tat Merkur online der ödp den Gefallen, ebenfalls zu berichten, wobei die Inspiration durch die Presse-Information gut zu erkennen ist.

Inhaltlich ist wenig Substanzielles und viel Unsinn zu erkennen, fast möchte man meinen, das Ziel der Aktion kurz vor der Wahl ist eher die Vergegenwärtigung der ödp (in Erding) als Anti-Mobilfunk-Partei. Blanker Unsinn ist z.B. die Behauptung K.s, 70% aller Studien, zumal die Unabhängigen, würden große gesundheitliche Gefährdungen beschreiben. Entweder weiß es der Mann nicht besser oder er lügt. Auch die übrigen Argumente K.s ziehen nicht, sie wirken, als ob der Lerntherapeut das Internet nach Begriffen abgegrast hat, diese in einem Würfelbecher kräftig schüttelte, und nun lediglich anders sortiert auf den Tisch knallt.

Neu ist nur eines: K. stellt etwas fest, was allen anderen überzeugten Elektrosensiblen die Haare zu Berge stehen lassen muss, denn völlig überraschend "psychiatrisiert" er die Szene. In Merkur online liest sich das dann so:

"Laut K. hätten Studien ergeben, dass psychisch kranke, depressive und burn-out gefährdete Menschen besonders unter den biologischen Wirkungen von oxydativem Stress, ausgelöst durch elektromagnetische Felder des Mobilfunks, leiden würden."

Wenn das der "wuff" noch erlebt hätte!

Wo der T....ener seine Weisheiten aufsammelt ist klar: Er löffelt aus dem giftigen Desinformationsbrei, den diverse Anti-Mobilfunk-Vereine zuckersüß im www servieren. Und die ödp löffelt mit. Allerdings nur noch in ganz wenigen ländlichen Brennpunkten wie etwa im bayerischen Erding.

Sich politisch als knackiger Mobilfunkgegner zu präsentieren, ist zum Auslaufmodell geworden. Das hat spätestens die demütigende Veranstaltung der Anti-Mobilfunk-Szene am 27. Oktober 2012 in München gezeigt, als ödp-Vorsitzender Frankenberger vor leeren Rängen sprechen musste. Saft- und kraftlos versucht die ödp heute wenigstens noch den Resten der verkalkenden und zerbröselnden Anti-Mobilfunk-Bewegung eine politische Heimat zu geben, die Quittung dafür wird sie am 15. September bekommen.

[Posting anonymisiert am 16. Mai 2014, 22 Uhr 15, beim Stand von 793 Views]

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
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BUND, Oxidativer-Stress, Die Grünen, ödp, Selbstdarstellung, Burnout, Gehilfe, Landtagswahl, Taufkirchen, Bühne, Jobst

Mangelnde Dialogfähigkeit aber Linientreu - ÖDP

KlaKla, Sonntag, 15.09.2013, 10:50 (vor 3308 Tagen) @ H. Lamarr

"Laut Kleber hätten Studien ergeben, dass psychisch kranke, depressive und burn-out gefährdete Menschen besonders unter den biologischen Wirkungen von oxydativem Stress, ausgelöst durch elektromagnetische Felder des Mobilfunks, leiden würden."

Derartige Aussagen kommen mMn zu Stande, wenn man

  • a. nicht versteht, was man ließt oder
  • b. sich gutgläubig und nachlässig, auf inkompetente Stichwortgeber verlässt

Die Stichwortgeber für oxidativen Stress und Burnout sind hinreichend bekannt. Sie möchten gerne in der Liga der Wissenschaft mitspielen, kommen mVn über den Status Amateur nicht hinaus. Es gibt einen Zusammenschluss von agilen Rentnern aus fach fremden Gebieten, die versuchen ihre Meinung in Umlauf zu halten ohne ihre kommerziellen Interessen dabei außer acht zu lassen. Mangels fachlicher Kompetenz und Mut, können sie sich jedoch nicht am öffentlichen Dialog beteiligen.

Empfehlung: Seminar buchen bei der ÖDP-Pressesprecherin. :wink:

Karl Heinz Jobst sprach anschließend über den chaotischen Ausbau des Tetra-Behördenfunks. Dieser werde nicht nur weitere Milliarden verschlingen und die Kommunen würden in unbekannter Höhe an den Kosten beteiligt, sondern Funktionstüchtigkeit und Flächendeckung seien auch in den nächsten Jahren nicht in Aussicht. Man habe ein bewährtes analoges Funknetz ohne Not gegen ein von der Rüstungsindustrie aufgeschwätztes Abenteuer eingetauscht.

Jobst: „Eine große Rolle spielen dabei erhebliche Parteispenden der Mobilfunkbetreiber und Rüstungskonzerne, die auf diese unanständige Weise direkten Einfluss auf Politiker, Gesetzgebung, Wissenschaft und Behörden und somit auch auf Auftragsvergaben zu ihrem eigenen Vorteil nehmen.
Die ÖDP ist die einzige Partei, die satzungsgemäß keine Konzernspenden annimmt und deshalb auch als Einzige geschlossen, unabhängig und kritisch der aktuellen Mobilfunktechnologie gegenübertritt. … “

Presseinformation ÖPD

Satzungsgemäß keine Konzernspenden anzunehmen ist leicht für eine Partei, die eh keine Konzernspenden zu erwarten hat. So gewinnt man dem Negativem noch etwas positives ab. :wink:

Jobst mangelt es mVn seit Jahren am kritische Austausch und seine Kompetenz zum Thema endet mMn beim Weiterleiten von Meldungen seiner lieben Mitstreiter. Jobst, der seit Nov. 2012 im Bundesvorstand der ÖDP ist, ist gefordert.

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Mangelnde Dialogfähigkeit aber Linientreu - ÖDP

Christopher, Sonntag, 15.09.2013, 11:09 (vor 3308 Tagen) @ KlaKla

Satzungsgemäß keine Konzernspenden anzunehmen ist leicht für eine Partei, die eh keine Konzernspenden zu erwarten hat. So gewinnt man dem Negativem noch etwas positives ab. :wink:

Nicht nur das, durch die Behauptung, keine Konzernspenden anzunehmen, wird eine Nicht-Beeinflußbarkeit suggeriert, die objektiv nicht gegeben ist. Eine hohe Spende von einer Privatperson anzunehmen, die rein zufällig im Vorstand eines Konzerns sitzt, bleibt ja weiter erlaubt. Und wenn die Summe hoch genug ist, wird man sich sicher erinnern, in welchem Konzern die Privatperson sitzt...
Ich denke, da sind Kleinparteien deutlich anfälliger als Großparteien - die kriegen ihre Spenden ja aus allen Richtungen, da dürfte es deutlich schwieriger sein, durch eine Einzelspende etwas zu bewegen. Drum ging die Hotelier-Spende ja auch an die FDP - und nicht an die CDU...

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Mein angehäuftes Wissen

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.09.2013, 12:33 (vor 3308 Tagen) @ H. Lamarr

Aus dem benachbarten Erding steht ihm Karl-Heinz Jobst bei, ödp-Bundesvorständler und sogenannter "Mobilfunkbeauftragter" seiner Partei.

Herr Jobst erschreckt die Besucher seiner Website mit dem Bekenntnis:

Mein angehäuftes Wissen über Mobilfunk sagt mir eindeutig: Hier ist dringender Handlungsbedarf! Das Problem Mobilfunk hat eine Dimension, die das Asbest-Desaster bei Weitem übertrifft.

*schluck*

Auch hier ist mMn wieder diese Selbstüberschätzung erkennbar, die bei vielen öffentlich wahrgenommenen Mobilfunkgegnern erkennbar ist und z.B. aus braven Hausfrauen Anti-Mobilfunk-Furien macht, die sich mit Hilfe von Google in wenigen Stunden mit tiefer Besorgnis vollpumpen. Jobst bedient diese Ängste.

Angehäuftes Wissen über Elektrosmog ist wertlos wenn die Kompetenz oder der Wille fehlt, das angehäufte Wissen verantwortungsbewußt zu sortieren in Scheinwissen, Halbwissen und Vollwissen. Sich nur das herauszupicken, was einem momentan in den Kram passt, ist billig.

Wo mag der selbstständige Vermessungsingenieur Jobst seine Qualifikation her haben, sich derart verbindlich öffentlich über mögliche biologische Risiken des Mobilfunks zu äußern? Vor zehn Jahren bin ich auf Leute wie ihn hereingefallen, heute halte ich Auftritte wie den seinen für grob unverantwortlich und rücksichtslos. Der Mann ist sich offensichtlich nicht im Klaren darüber, welchen Schaden er mit seinem "angehäuften Wissen" und seiner Panikmache bei ängstlichen Leuten anrichten kann. Und: Jobst lernt nichts dazu. Sorgsam darauf bedacht öffentlich keine Handynummer von sich preiszugeben predigt er Wasser, trinkt jedoch selber - hier zu sehen - heimlich Wein. Das Desaster der Anti-Mobilfunk-Veranstaltung vom 27. Oktober 2012 in München, es hat den "Mobilfunkbeauftragten" der ödp augenscheinlich in keiner Weise beirrt.

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Sein vorbildliches politisches Engagement

KlaKla, Sonntag, 15.09.2013, 13:06 (vor 3308 Tagen) @ H. Lamarr

Wo mag der selbstständige Vermessungsingenieur Jobst seine Qualifikation her haben, sich derart verbindlich öffentlich über mögliche biologische Risiken des Mobilfunks zu äußern?

Unter Beruf hat Jobst folgendes stehen,
persönlicher Referent von Dr. Hans Jürgen Fahn MdL für Umwelt und Energie

Seinen Austritt 2011 bei den FW begründet er mit Meinungsverschiedenheiten über Art und Umfang von Oppositionsarbeit in der Kreistagsfraktion, über Erarbeitung eines internen Leitbilds innerhalb des Kreisverbands, über Formen der Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie über Umfang des Engagements für Bürgerinteressen.

Was die ÖDP nicht zu Wege bringt, versucht man dann also über die FW.
http://www.fw-landtag.de/pm-landtagsfraktion/2012/expertenanhoerung-zu-auswirkungen-des-mobilfunks/

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Meine Meinungsäußerung

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Opposition, Wahlkampf, Fahn, Jobst, Freie Wähler

Sein vorbildliches politisches Engagement

H. Lamarr @, München, Sonntag, 15.09.2013, 14:21 (vor 3308 Tagen) @ KlaKla

Unter Beruf hat Jobst folgendes stehen,
persönlicher Referent von Dr. Hans Jürgen Fahn MdL für Umwelt und Energie

Ein ödp'ler ist also persönlicher Referent eines Vertreters der Freien Wähler.

Muss ich das verstehen?

Die ödp mogelt sich über diesen irritierenden Umstand so aus der Bredouille:

"Der Dipl.-Ing. für Vermessung und Geoinformatik ist Gutachter für Immobilienwert­ermittlung und gleichzeitig parlamentarischer Berater für Umwelt und Energie im Bayer. Landtag."

Für mich ist Herr Jobst unwählbar, weil seine (folgenden) Grundsätze - auf dem Spezialgebiet Mobilfunk kann ich das bewerten - nur auf dem Papier stehen:

Es genügt nicht, nur darüber zu klagen, sondern es ist Zeit, Einfluss zu gewinnen und aktiv zu werden.

Einfluss, mit dem Sachverstand und Bürgerwille in die Politik zurückkehren.
Einfluss, mit dem Willkür und Arroganz aus der Politik verdrängt werden.
Einfluss, mit dem Toleranz, Meinungsvielfalt und Diskussionskultur gestärkt werden.

Wir haben Herrn Jobst am 5. Juli 2012 in München getroffen, als uns der Zutritt zu einer sogenannten Presse-Konferenz von Diagnose-Funk verwehrt wurde. Nicht einmal ansatzweise hielt er es damals für nötig, auch nur einem seiner Grundsätze zu folgen. Er blieb tatenlos.

Inwieweit sich dies für die ödp und ihren Landtagskandidaten im Stimmkreis München-Land Süd auszahlt, voraussichtlich <hier> wird es heute ab etwa 19:00 Uhr sichtbar werden.

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Filz, Bündnis, Einflussnahme, Partei, Kandidaten

Die Ouittung für Karl-Heinz Jobst Landtagswahl 2013

KlaKla, Montag, 16.09.2013, 07:01 (vor 3308 Tagen) @ H. Lamarr

Sich politisch als knackiger Mobilfunkgegner zu präsentieren, ist zum Auslaufmodell geworden. Das hat spätestens die demütigende Veranstaltung der Anti-Mobilfunk-Szene am 27. Oktober 2012 in München gezeigt, als ödp-Vorsitzender Frankenberger vor leeren Rängen sprechen musste. Saft- und kraftlos versucht die ödp heute wenigstens noch den Resten der verkalkenden und zerbröselnden Anti-Mobilfunk-Bewegung eine politische Heimat zu geben, die Quittung dafür wird sie am 15. September bekommen.

Stimmkreis 123 München-Land-Süd - Wahlbeteiligung 74%
Karl-Heinz Jobst holte 1224 Einzelstimmen 1,5 % Gesamtstimmen
Für die Freien Wähler holte er 2008 im Stimmkreis Erding 13,1% der Gesamtstimmen - Wahlbeteiligung 61,5%

Stimmkreis 108 München-Schwabing - Wahlbeteiligung 63,1%
ÖDP Parteivorsitzender Sebastian Frankenberger holte 1482 Einzelstimmen 2,0% Gesamtstimmen

Stimmkreis 104 München-Milbertshofen - Wahlbeteiligung 61,0%
Klaus Buchner holte 1829 Einzelstimmen 2,4 % Gesamtstimmen

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