Vom Elend des deutschen Strahlenschutzes (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 30.11.2012, 01:55 (vor 3657 Tagen)

Nachdem zuletzt am 27. Oktober 2012 das Elend des deutschen Widerstandes gegen Funkwellen offensichtlich wurde, schlägt der in München gedemütigte Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk, nun wieder daheim in Stuttgart, zurück, und bringt ein 16-seitiges PDF mit dem Titel heraus: Prof. Alexander Lerchls Kampagne gegen WHO Beschluss [sik!] gescheitert - Vom Elend des deutschen Strahlenschutzes.

Das Werk, das sich nur anhand der Dateieigenschaften dem gelernten Drucker i.R. Peter Hensinger zuordnen lässt, ist ein echter "Brennpunkt", denn man merkt an der ziemlich wirren Zusammenstellung der Inhaltsfragmente, dass hier Stückwerk mit heißer Nadel auf Länge gestrickt wurde. Nach wenigen Absätzen habe ich aufgehört, konzentriert zu lesen, denn es sind lediglich die bereits anderweitig bekannt gemachten Vorwürfe gegen den Bremer Professor, die einem hier als alter Wein in neuen Schläuchen serviert werden. Neu sind mir nur die Ausfälle von Dr. Neitzke (Ecolog) gegen Prof. Lerchel gewesen, doch liegen die (angeblich) schon rund ein Jahr zurück. Der Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk wird mit diesem Brennpunkt einmal mehr seiner Rolle gerecht, Sprachrohr des ehemaligen Tabaklobbyisten Dr. Franz Adlkofer zu sein, dem Erzfeind von Prof. Lerchl.

Da es bis auf die Auseinandersetzung Lerchl ./. Hardell keinen aktuellen Anlass gibt, vermeintliches Belastungsmaterial gegen den SSK-Mann Lerchl auf 16 Seiten aufzublähen, stellt sich die Frage, wieso dies von den fleißigen Anti-Mobilfunkern aus Stuttgart ausgerechnet jetzt eben doch gemacht wird.

Ich meine die Antwort zu kennen.

Prof. Lerchl scheidet in wenigen Wochen planmäßig aus der SSK aus, er hat dort die höchstzulässige Verweildauer erreicht, und muss, so wie ein amerikanischer Präsident nach zwei Amtsperioden gehen muss, seine Tätigkeit bei der SSK an den Nagel hängen. Da ich meine, bei organisierten Mobilfunkgegnern des öfteren eine gehörige Portion Verschlagenheit erkannt zu haben, sagt mir mein Bauch, dass dieser Brennpunkt sich als Trittbrettfahrer den unspektakulären Abschied Lerchls zunutze machen möchte. Denn aus meiner Sicht spekulieren die Anti-Mobilfunker darauf, dass sich schlecht informierte Kreise der Bevölkerung in ein paar Wochen zu dem Irrtum verleiten lassen, zu glauben, der Abschied Lerchls von der SSK habe etwas mit dem "Druck" zu tun, dem Lerchl zuletzt seitens seiner Gegner und Feinde ausgesetzt war. Durch geschickt nebulös gehaltene Formulierungen, könnte derartigen Missverständnissen leicht gezielt Vorschub geleistet werden. Es wäre schließlich nicht das erste mal, dass die organisierten Anti-Mobilfunker unangenehm damit auffielen, sich gezielt missverständlich auszudrücken. Ziel ist es, den entscheidenden Fehler im Kopf des Lesers/Zuhörers entstehen zu lassen - selbst aber die Hände in Unschuld zu waschen.

Also: Holzauge, sei wachsam!

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Manipulation, Hensinger, Trittbrettfahrer, Vorstand, Brennpunkt, Kampagne, Verschlagenheit

Vom Elend des deutschen Strahlenschutzes

KlaKla, Freitag, 30.11.2012, 12:55 (vor 3656 Tagen) @ H. Lamarr

Nachdem zuletzt am 27. Oktober 2012 das Elend des deutschen Widerstandes gegen Funkwellen offensichtlich wurde, schlägt der in München gedemütigte Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk, nun wieder daheim in Stuttgart, zurück, und bringt ein 16-seitiges PDF mit dem Titel heraus: Prof. Alexander Lerchls Kampagne gegen WHO Beschluss [sik!] gescheitert - Vom Elend des deutschen Strahlenschutzes.

Da schreiben sich Laien zu xten mal ihren Frust von der Seele (therapeutisches Schreiben).
Sie waren/sind erfolglos. Verantwortlich machen sie dafür die böse Industrie und all jene, die mit dieser zusammenarbeiten. Aus ihnen spricht der Neid.

Trotz vieler Bemühungen und wohlklingender Namensgebungen ihrer unterschiedlichen Vereine sind sie nicht anerkannt in Fachkreisen. Sie bedienen Wutbürger, die kurze Zeit für sie aktiv sind. Wer das Agieren dieser Frontleute kritisch analysiert, wird sich von ihnen nach kurzer Zeit wider lösen. Spätestens dann, wenn sich kein Erfolg einstellt und der Mast errichtet wird.

Diese Frontleute gewinnen ihren Nachschub nicht dank ihrer hervorhebender Leistung, sondern durch die Leistung der Netzbetreiber. Kein neuer Mast, kein neuer Mitläufer.

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