Noch mehr aggressive Strahlung (Allgemein)

KlaKla, Donnerstag, 28.04.2011, 18:16 (vor 4235 Tagen)

aus der Badischen Zeitung, von: Karin Heiß.

Kommentar: Da werden die Leute mal wieder für dumm verkauft.

Fängt harmlos an und steigert sich zur Brisanz, mit dem Vortrag von Ulrich W. Er sei einer von rund 25 000 "Funkgeschädigten" bundesweit, wobei die Dunkelziffer hoch sei, zumal die Erkenntnis, Beschwerden mit Funk in Verbindung zu bringen, oft nicht gleich da sei.

Währen die Angaben auch nur halbwegs wahr, hätte sich ein Protest der Entrüstung lange vor dem 8. Gigaherz Kongress für Elektrosmog Betroffener (EHS) abzeichnen müssen. Da dieser nicht wie gewohnt im strahlungsarmen Olten statt findet sondern in "stark" bestrahlten Bern. Von jemanden wie Ulrich W. hätte ich erwartet, dass er den Veranstalter (Hans-Ulrich Jakob) auf den nicht gerade fürsorglich gewählten Veranstaltungsort für EHS Erkrankte hinweist. Ulrich W. machte für diese Veranstaltung Werbung ohne Warnhinweis für die Leidensgenossen.

Da werden nur noch Mythen gepflegt, wie vor 100 Jahren. Elektrosmog-Panikmache.

Und dazu passt auch die neue Wortschöpfungen der Mikrowellen Star.

Ich würde sagen da hat man ein wenig über die Gesundheitsschäden durch militärische Radaranlagen gelesen. Zum Krankheitsbild ist angegeben grauer Star. Und schon ist der Mikrowellen Star erfunden, von denen angeblich Krankenkassen berichten. Das Wort Strahlung reicht um Laien zu ängstigen, daher spricht keiner von Funkwellen. Klinkt zu harmlos.


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Badische-Zeitung, Glaubwürdigkeit, Leidensgenossen, Grauer Star, Mikrowelle

Moskau, US-Botschaft wurde bestrahlt

KlaKla, Donnerstag, 28.04.2011, 18:48 (vor 4235 Tagen) @ KlaKla

Platz für Narren

Sind Mikrowellen gesundheitsschädlich? Eine westdeutsche Forschergruppe überprüfte die Behauptung.

Die unsichtbare Gefahr löste erstmals im Haus Nummer 19 an der Moskauer Tschaikowski-Straße bange Gefühle aus: Techniker der US-Botschaft hatten 1953 festgestellt, daß eine Mikrowellen-Strahlung auf die Westfassade des alten Prachtbaus einwirkte - war es ein Anschlag auf die Gesundheit der Botschaftsangehörigen?

Das "technisch unbekannte Moskau Signal", kurz TUMS, später auch SMUTS oder MUTS genannt, versetzte das Botschaftspersonal nahezu drei Jahrzehnte lang in Unruhe. Nachdem Mikrowellen-Sender in nahegelegenen Häusern geortet worden waren, klagten Sekretärinnen, Fahrer und Soldaten zunehmend über Nervosität, Kopfschmerzen und Schlafstörungen: Die sogenannte Radiowellen-Krankheit wurde auf die Verseuchung mit der hochfrequenten Strahlung zurückgeführt.

Was immer in der Moskauer US-Botschaft geschah - die widersprüchlichen Gerüchte darüber waren nur der Beginn einer Serie von Panikmeldungen, die bis heute nicht abgerissen ist. Den allgegenwärtigen Schwingungen, die von Radarstationen und Haushaltsgeräten, von Fernseh-Sendeantennen und Alarmanlagen ausgehen, wurden immer mehr Schäden angelastet - vom Herzinfarkt bis neuerdings zum Waldsterben.

Mehr ... Quelle: Der Spiegel 23/1985

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Moskau

Moskauer Botschaft würde bestrahlt

Roger @, Donnerstag, 28.04.2011, 18:53 (vor 4235 Tagen) @ KlaKla

Platz für Narren

Die unsichtbare Gefahr löste erstmals im Haus Nummer 19 an der Moskauer Tschaikowski-Straße bange Gefühle aus: Techniker der US-Botschaft hatten 1953 festgestellt, daß eine Mikrowellen-Strahlung auf die Westfassade des alten Prachtbaus einwirkte - war es ein Anschlag auf die Gesundheit der Botschaftsangehörigen?

Es war wirklich kalter und warmer Krieg ( Korea 1950 bis 1953) zu derzeit . Da musste alles herhalten . Auch wenn es nicht stimmte .

Moskau, US-Botschaft wurde bestrahlt - Lilienfeld

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 28.04.2011, 22:16 (vor 4235 Tagen) @ KlaKla

Das "technisch unbekannte Moskau Signal", kurz TUMS, später auch SMUTS oder MUTS genannt, versetzte das Botschaftspersonal nahezu drei Jahrzehnte lang in Unruhe. Nachdem Mikrowellen-Sender in nahegelegenen Häusern geortet worden waren, klagten Sekretärinnen, Fahrer und Soldaten zunehmend über Nervosität, Kopfschmerzen und Schlafstörungen: Die sogenannte Radiowellen-Krankheit wurde auf die Verseuchung mit der hochfrequenten Strahlung zurückgeführt.

Die 1978 publizierte Lilienfeld-Studie hat die Wirkung der Befeldung auf die Botschaftsangehörigen untersucht und festgestellt, dass die Mitarbeiter nicht kränker waren als die Belegeschaft in anderen Botschaften Osteuropas.

Michael Hahn hat das wichtigste aus dieser Studie zusammengefasst ins deutsche übersetzt, abzuholen als PDF hier: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=7536

Und hier ist eine nette Auseinandersetzung über diese Studie zwischen Herrn Hahn und Herrn Jakob von Gigaherz dokumentiert.

Weiteres aus dem Forum zum Stichwort: Lilienfeld.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Lilienfeld-Studie, Moskau

Handy mit Mikrowellenherd verwechselt

H. Lamarr @, München, Freitag, 29.04.2011, 00:03 (vor 4235 Tagen) @ KlaKla

Und dazu passt auch die neue Wortschöpfungen der Mikrowellen Star.

Der Artikel gibt dazu Frau Bleuel, die übrigens nicht wie geschrieben "Wissenschaftlerin" ist, sondern selbstständige Vortragsreisende, so wieder:

"Die Krankenkassen würden vom "Mikrowellen-Star" berichten. Besonders das Auge nehme die Strahlung auf, weil es am wasserhaltigsten ist. "Dann geht die Strahlung in den Kopf." Bei schlechtem Empfang nehme die Wattzahl so stark zu, dass das Gewebe die aufgenommene Energie nur schwer absorbieren könne."

Ich habe den Eindruck, Frau Bleuel sucht sich Ihre Vortragsinhalte etwas arg einseitig im Internet zusammen. Ein Handy bewirkt am Ohr bekanntlich maximal 2 W/kg, mehr ist für Privatpersonen nicht erlaubt (beruflich schon). Wieviel davon am Auge ankommen weiß ich nicht, es ist auf jeden Fall erheblich weniger als 2 W/kg, solange sich keiner sein Handy beim Telefonieren aufs Auge drückt. Bis hierhin müsste eigentlich jetzt noch jeder zustimmend nicken.

Gut, dann relativiere ich jetzt mal die "Warnung" von Frau Bleuel mit Hilfe einer neuen Studie, bei der das BfS Probanden Tetra-Funksignale um die Ohren hauen lässt. Die entsprechende Passage von der Website lautet:

Die Expositionsanlage verursacht in der höchsten Leistungsstufe, die zu einer Exposition von 6 W/kg führt, am Kopf eine oberflächliche Erwärmung von fast 1 °C. Da die Studie verblindet durchgeführt werden soll (es wissen also weder der Proband noch der direkt beteiligte Wissenschaftler, wann welche Exposition stattfindet), war es wichtig zu prüfen, ob diese Erwärmung durch die Testpersonen wahrgenommen werden kann. Hierzu wurde eine Vorstudie durchgeführt. Es hat sich herausgestellt, dass die Probanden subjektiv nicht in der Lage sind, die tatsächliche Temperaturerhöhung richtig einzuschätzen, ein Entblindungsrisiko (also das Erkennen der spezifischen Exposition durch die Probanden) besteht also nicht.

Es gäbe noch so viel mehr zu den Behauptungen von Frau Bleuel und Herrn Weiner zu sagen, aber wozu? Wer hier regelmäßig mit liest kennt die Schwachpunkte sowieso schon und wer sie nicht kennt, der muss halt laut geben.

Handy "zufällig" mit Mikrowellenherd verwechselt
Zu allem Überfluss habe ich auch noch diese Website gefunden, die allem Anschein nach Frau Bleuel zu Ihrer Behauptung inspiriert hat: "Die Krankenkassen würden vom "Mikrowellen-Star" berichten. Nur, dort geht es überhaupt nicht um Handys, sondern um Mikrowellenherde, bevorzugt um defekte (undichte).

"Die Krankenkassen" schrumpfen dort auf eine einzige (TK) und selbst dies ist noch fragwürdig, weil sich nur eine einzige Medizinerin der TK im Sinne von Frau Bleuel geäußert hat.

Wenn ich das richtig verstanden habe, referiert Frau Bleuel gegen Honorar. Wäre das Gesagte fachkundig und ausgewogen, gäbe es dagegen auch nichts zu sagen. So aber habe ich den Eindruck, Frau Bleuel betreibt Desinformation statt Aufklärung. Entschuldigt ist sie, wenn die Journalistin der BZ sie falsch wiedergegeben hat.

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