Blut-Hirn-Schranke (Allgemein)

RDW, Dienstag, 28.11.2006, 19:28 (vor 6389 Tagen) @ KlaKla

Wenn die Studie von Salford methodische Mängel aufweist, kann die nachfolgende Replikationsstudie neue Erkenntnisse bringen. So gesehen muss man doch die Ergebnisse der Replikationsstudie abwarten, bevor man eine positive oder negative Aussage macht. Misstrauisch macht mich das Ganze, weil ich dazu nichts auf den WebtSeiten vom BfS finde. In den Kreisen der Mobilfunkgegner wird die Salford-Studie gerne als deutlicher Hinweis auf Gesundheitsschäden durch HF-Einfluss herangezogen. Wenn Salford seine zu vor gemachten Erkenntnisse in einer neu aufgelegten Studie nicht erbringen konnte, fällt eine weitere Stütze im Gerüst der Argumentation der Mobilfunkgegner.

Ich frage mich, warum diese Diskussion nicht schon nach der Veröffentlichung des FGF-Newsletters 3/2006 Ende September begonnen hat. Denn dort konnte man in dem Bericht von der BEMS 2006, neben anderen Ergebnissen der BHS-Forschung auch zu Salford lesen:
"Bei der Haupttagung wurden von der genannten schwedischen Forschergruppe Ergebnisse einer Erweiterung der eigenen Studie gezeigt. Hierbei konnten nach einer verlängerten Expositionszeit und zusätzlich durchgeführten Verhaltenstests die älteren Ergebnisse nicht bestätigt werden. Der Widerspruch wurde mit der Annahme erklärt, dass das Gehirn sich nach wiederholten Expositionen möglicherweise an die Bedingungen anpasst. Insgesamt betrachtet stellen sich demnach die früheren Befunde von Salford und Kollegen als Einzelergebnis ohne interne oder externe Bestätigung dar, denen im Hinblick auf die Bewertung gesundheitlicher Risiken des Mobilfunks kaum noch ein Stellenwert eingeräumt werden kann."

Die Seiten des BfS zur Untersuchung der BHS sind seit der Veröffentlichung des Zwischenberichts in 2005 nicht mehr aktualisiert werden, also was will man da aus dem Jahr 2006 erwarten? Und selbst wenn, welcher Mobilfunkkritiker hätte das dann auch gelesen? Es scheint ja auch kaum einer von diesen die vorangegangene Seite des BfS zur BHS zu kennen und ich habe keine Zweifel, dass die etablierten Kritiker die neuen Salford-Ergebnisse ebenso beharrlich ignorieren werden.
Dazu zählt wohl auch ein Häuflein aus Baden-Württemberg, das angesichts seinen Vorwürfen bezüglich einer Kirchensendung dazu die besten Voraussetzungen mitbringt und noch nicht einmal Hemmungen hat, Befunde zur BHS selbst bei beim hundertfachen (und mehr) SAR-Wert des heutigen Grenzwertes auf Mobilfunkanlagen zu beziehen.

RDW


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