ZDFinfo legt Märchenonkel Uli W. aufs Kreuz: Eva W. ist empört (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.08.2023, 00:32 (vor 296 Tagen) @ H. Lamarr

Und wer noch nicht genug hat, kann hier noch Uli Weiner & Co "genießen".

Prima Link! Das Video ist noch bis zum 3. August 2028 in der Mediathek des Senders.

Die selbstdiagnostizierte "Elektrosensible" Eva W. hat sich das Video angesehen und ist über alle Maßen empört:

[...] Hier werden nach allen Regeln der Kunst alle nur möglichen Verschwörungstheorien den von Funk betroffenen Personen nachgesagt.

So etwas Unglaubliches über Personen, die unter Funk leiden, hat es wohl noch nie gegeben.
[...]
Die Devise lautet: Niedermachen von elektrosensiblen Bürgern mit allen verfügbaren Mitteln. Es macht fassungslos, was im Dienste einer Technik alles möglich ist, in einem Land in dem doch ständig auf Rechte von Minderheiten hingewiesen wird.

Wenn wir in anderen Dingen genauso rigoros falsch informiert werden, dann "Gute Nacht".

Zur Erinnerung: Es geht in der betrachteten Sendung von ZDFinfo ab Minute 26.30 um eine sechs Minuten dauernde Sequenz über den Bullshit, den der "Elektrosensible" Uli W. über sich und die Wirkung von schwacher EMF-Einwirkung auf Menschen erzählt. Von den sechs Minuten verbraucht Uli W. rd. vier Minuten für sein Zeugs, die restlichen zwei Minuten nehmen kritische Stimmen zu Ulis Behauptungen ein. Die gesamte Sendung dauert rd. 44 Minuten, die übrigen 38 Minuten handeln von anderen Verschwörungsunternehmern, deren Mythen und Opfern, von "Elektrosensiblen" handelt allein die 6-min.-Sequenz und außer Uli W. tritt kein anderer "Elektrosensibler" in Erscheinung.

Uli W. ist das schwarze Schaf der deutschen "Elektrosensiblen"-Szene, 2011 wurde er auf der Jahresversammlung der "Bürgerwelle" (organisierte Mobilfunkgegner) aus dem Verein ausgeschlossen und er kooperiert ungeniert mit dem umstrittenen Schweizer Religionssektenguru Ivo Sasek (kla.tv). 2008 hatte Uli W. vor Gericht schon einen monetären Vergleich mit einer Versicherungsgesellschaft ausgehandelt, als seinem Prozessgegner der Nachweis arglistiger Täuschung gelang und der Versicherer den Vergleich somit erfolgreich widerrufen konnte.

An Ulis phantastischen Erzählungen stört sich Eva W. indes nicht. Ihre Empörung gilt allein den zwei Minuten dauernden kritischen Anmerkungen, die für jeden verständigen Menschen mMn einleuchtend, sachlich korrekt und keineswegs angriffslustig sind. Sich darüber derart zu ereifern wie Eva W. halte ich für unangemessen, weil maßlos übertrieben.

Eva W. betrachtet sich seit 2004 als "elektrosensibel". Vor vielen Jahren bewarb sie sich zu spät für die Teilnahme an einer EHS-Untersuchung des BfS und wurde deshalb abgelehnt. Seither lehnte sie mehrere meiner Angebote für eine Objektivierung ihrer gefühlten "Elektrosensibilität" ohne Angabe von Gründen kategorisch ab. Den gemeinsamen Nenner zwischen der Erregung der inzwischen über 80 Jahre alten Münchenerin wegen der kurzen Sequenz in der ZDFinfo-Sendung und ihrer behaupteten "Elektrosensibilität" sehe ich in einer eklatanten Wahrnehmungsverzerrung, die für sie Fluch und Segen zugleich ist und deshalb eine Heilung ausschließt. Den Fluch schildert Frau W. öffentlich seit bald 20 Jahren häufig und gerne in schillernden Farben, den daraus resultierenden Segen (sekundärer Krankheitsgewinn) hingegen nie.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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