Mobilfunkgegner wollen Abgeordnete beeinflussen: Musterbrief (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 10.05.2020, 21:01 (vor 368 Tagen) @ H. Lamarr

Hier ist es nun, das Schreiben, das möglichst viele Anhänger der Gruppe stoppt-5g.jetzt an sämtliche Abgeordnete des Bayerischen Landtags schicken sollen. Die Formatierung fett ist aus dem Original übernommen worden. Und selbstverständlich handelt es sich nicht, wie es gleich im ersten Absatz falsch heißt, um eine Anfrage des Bayerischen Landtags, sondern um einen Beschluss desselben.

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Anfrage zu gesundheitlichen Risiken von 5G

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund einer Anfrage des Bayerischen Landtags vom 11.02.2020 befassen Sie sich derzeit mit Fragen zur Gesundheitsverträglichkeit von 5G.

Ich mache mir große Sorgen um meine Gesundheit sowie die meiner Kinder und insbesondere meiner Enkelkinder, wenn der flächendeckenden Ausbau mit 5G-Technologie ohne eine Gesundheitsfolgenabschätzung erfolgt.
Meiner Meinung nach wird damit auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit entspr. Grundgesetz Art.2 Abs.2 verletzt.

Nachgewiesene gesundheitliche Aspekte blieben bisher unberücksichtigt.
Die Einhaltung der bestehenden Grenzwerte, auf die als Rechtfertigung immer wieder hingewiesen wird, genügt mir nicht, denn diese sind in Deutschland (auch im Vergleich mit Nachbarländern) so hoch, dass sie gar nicht überschritten werden können!

Ich befürchte, dass durch 5G die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger - insbesondere von alten , kranken, sowie ganz besonders die von Ungeborenen und Kindern - noch erheblich mehr als durch 3G und 4G geschädigt werden wird. Hierzu möchte ich Ihnen die in den folgenden links dargestellten Studien ganz besonders ans Herz legen:
https://www.emfdata.org/de
http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu/internationale-warnungen/strahlenbelastung-international-risiken-mobilfunk/

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte im Mai 2011 Handystrahlung aufgrund des Anstieges des Hirntumorrisikos bei mehrjähriger intensiver Handynutzung als möglicherweise krebserregend ein. Die Europäische Umweltagentur mahnte bereits 2009 dringende Vorsorge-Maßnahmen an. Dafür setzte sich im gleichen Jahr auch das Europaparlament ein. Zahlreiche Appelle und Resolutionen hielten besondere Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen für angebracht, so im Herbst 2011 erneut die Europäische Umweltagentur. 2011 forderte der Europarat in einem einstimmigen Beschluss das Ende einer Funk-Politik, die in ihrer gegenwärtigen Form nicht als zukunftsfähig angesehen wird.

Das geplante Vorgehen ist in Zeiten von Corona, wo der Schutz des Lebens von der Politik als absolut vorrangiges Ziel allen Handelns dargestellt wird, nicht mehr zu verstehen und auch nicht zu rechtfertigen.

Außerdem gibt es gesundheitsverträgliche Alternativen!
Glasfaserausbau und LiFi-Technologien sind gesundheitsverträgliche Alternativen, die ohne Funkstrahlung auskommen und sowohl schnellstes Netz als auch technologische Anwendungen ermöglichen. Hier könnte Bayern sogar eine Vorreiter-Stellung in der Weltwirtschaft einnehmen!
https://www.ipms.fraunhofer.de/de/research-development/wireless-microsystems/LiFi/lifi-usecases.html

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, ich vertraue auf Ihr Verantwortungsbewusstsein als gewählte/r Volksvertreter/in und ich bitte Sie herzlich, bei Ihrer Beschäftigung mit der o.g. Anfrage die beigefügten Dokumente zur Kenntnis zu nehmen und zu berücksichtigen!

Hochachtungsvoll
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Viel gäbe es über die inhaltlichen Mängel des Schreibens zu sagen, allein es lohnt die Mühe nicht. Deshalb, weil ohnehin fix und fertig vorliegend, hier nur die Widerlegung der falschen Behauptung, der Europarat habe "in einem einstimmigen Beschluss" das Ende einer nicht zukunftsfähigen Funk-Politik beschlossen. Jede Tatsachenbehauptung des unglücklich formulierten Schreibens ließe sich auch mit weniger Worten entkräften.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Politik, Landtag, Brief, Bayern, Beeinflussung, Musterbrief, Stoppt5G, Stopfgänse


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