Was Ärzte wirklich bewegt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 04.02.2020, 22:26 (vor 1036 Tagen) @ H. Lamarr

Am 23. Oktober 2019 schritt von Herrmann zur Tat und gab für Diagnose-Funk eine Presse-Information (PI) heraus: Ärzte warnen vor 5G-Mobilfunk - Ärzte-Delegation zieht vors Staatsministerium in Stuttgart. Formal gibt es an der PI wenig auszusetzen, bei der Nennung der Breite des Drei-Meter-Banners, den die Ärzte mit vereinten Kräften trugen, vermisst der aufgeklärte Leser vielleicht zwei oder drei Nachkommastellen, der Umfang seiner PI ist dem frischgebackenen Pressereferenten vielleicht für den Anlass etwas zu üppig geraten und die vielen Zitate wirken vielleicht etwas überzogen, weil die zitierten Personen den allermeisten Lesern völlig unbekannt sein dürften. Dass von Herrmann in präkognitiver Wahrnehmung bescheiden von "über 20 Medizinern" spricht (womit üblicherweise 21 Personen gemeint sind), sein Kollege Thomas Durchdenwald von den Stuttgarter Nachrichten hingegen an Ort und Stelle "rund drei Dutzend Mediziner" gesehen haben will, also etwa 36 Weißkittel, das sind Widersprüche, die im Dunstkreis der Anti-Mobilfunk-Szene zum Alltag gehören, und von Herrmann nicht angelastet werden können.

Ob nun 21 oder 36 Ärzte vor 5G-Mobilfunk warnen ist wurscht, so oder so handelt es sich um eine bedeutungslose Splittergruppe irregeleiteter oder irreleitender Mediziner.

Geht es jedoch den Weißkitteln um etwas Wichtiges, können auch Mediziner scharenweise auf die Straße gehen, z.B. 3500 anlässlich eines Warnstreiks am 4. Februar 2020 in Hannover.

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Bild: Marburger Bund

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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