Krebs: Ärztekammer Wien ignoriert eigene Prognose (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 08.12.2019, 17:55 (vor 727 Tagen) @ H. Lamarr

In einer Pressekonferenz der ÄGU haben heute Dr. Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner, Dr. Piero Lercher von der Ärztekammer und Eva Rath, selbsternannte Mobilfunk-Expertin, zu einem Rundumschlag gegen die bevorstehende Einführung der 5G-Mobilfunk-Technologie ausgeholt.

Auszug aus einer Presse-Information des FMK vom 6. Dezember 2019:

Wien (OTS) - Wie es scheint, ignoriert die Ärztekammer Wien ihre eigenen Aussagen betreffend Mobilfunk und Gesundheit. Denn in mehreren historischen Aussendungen wird der damalige Referent für Umweltmedizin , Dr. Erik Huber, zum Thema zitiert. Dieser beruft sich nämlich auf eine Studie, die ein erhöhtes Risiko ausweist, an einem Tumor wegen Mobilfunk zu erkranken.

Wörtlich liest man etwa in einem im April 2008 veröffentlichten Papier, „Sollten sich die Daten in den nächsten fünf Jahren erhärten, würden ungeahnte medizinische Probleme auf die Bevölkerung zukommen“.

Ärztekammer-Funktionär Lercher ignoriert scheinbar Ärztekammer-Aussagen

Die gute Nachricht: In der Zwischenzeit sind über 11 Jahre vergangen und die Tumor-Neuerkrankungsrate hat sich nicht verändert. Im Gegenteil, in der Langzeitbeobachtung zeigt sich, dass in manchen Jahren die Neuerkrankungsrate sogar zurück ging.

Diese aus heutiger Sicht sehr beruhigende Feststellung des damaligen Umweltreferenten der Ärztekammer Wien scheint seinen Nachfolger, Dr. Piero Lercher, nicht zu interessieren. Statt dessen wirft er der Mobilfunkindustrie vor, die „Leute für dumm zu verkaufen“, womit Lercher gleich zweimal irrt. [...]

Kommentar: Das Problem, dass sich Prophezeiungen von Mobilfunkgegnern nicht bewahrheiten, begleitet die Anti-Mobilfunk-Szene seit Anbeginn an. Besonders auffällig ist dies bei Krebsprognosen aus dem Bauch der Szene. Weil diese regelmäßig von der Zeit eingeholt wurden und sich als unzutreffend herausstellten, ist die Szene ständig gezwungen, ihre eigenen Prognosen auf späteres Eintreffen hin zu korrigieren. Dies bemerkt nur, wer die alten Prognosen kennt, denn die Korrektur der genannten Zeiträume geschieht ausnahmslos stillschweigend. So wurden aus einst zehn Jahren, bis der Mobilfunk-Krebs die Bevölkerung weltweit dahinrafft, im Laufe der Zeit 20 Jahre, 30 Jahre und mehr.

In Deutschland wurde das C-Netz (1G, Analogtechnik, geringe Teilnehmerzahl) 1985 eingeführt, der Regelbetrieb des GSM900-Mobilfunks (2G, Digitaltechnik, sehr große Teilnehmerzahl) startete Mitte 1992. Rechnet man den 1G-Analogfunk hinzu, haben wir hierzulande seit 34 Jahren Mobilfunk, ohne 1G sind es 27 Jahre. Der schwedische Wissenschaftler Lennart Hardell ist überzeugt, erste Anzeichen eines Inzidenzanstiegs bei Hirntumoren in Schweden dem intensiven und andauernden Gebrauch von Mobiltelefonen zuschreiben zu können, die Mehrheit der Wissenschaftler vom Fach teilt diese Ansicht nicht.

Hintergrund
Hirntumoren und frühe Mobilfunknetze

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Prophezeiung, Seilschaft, Hardell, Popanz, Lercher, Aerztekammer für Wien


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