Mobilfunkgegner: Mit der AZK als faustischem Partner zum Erfolg (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 11.02.2019, 13:52 (vor 8 Tagen) @ KlaKla

Anke Kern bei Ivo Sasek

Was Frau Kern dort vorgetragen hat, war zu erwarten gewesen. Zu den Inhalten ihrer Rede mag mich nicht äußern, auch ellenlanger Stuss fällt unter das Recht der freien Meinungsäußerung.

Für bemerkenswerter halte ich die Verbindung zwischen der Sekte AZK und organisierten Mobilfunkgegnern in Deutschland. Schließlich ist Anke Kern Ehefrau von Markus Kern, der lange Jahre in der Anti-Mobilfunk-Szene als Frontmann auftrat und bis vor Kurzem im Vorstand der von ihm mit gegründeten sogenannten Kompetenzinitiative saß.

Die AZK sollte inzwischen 2000 bis 3000 Anhänger mobilisieren können, das ist erheblich mehr als alle Mobilfunkgegner in den D-A-CH-Ländern zusammen auf die Beine bringen. Darin steckt ein beträchtliches Manipulationspotenzial, wie 2009 anlässlich der "Großdemo" von vermeintlichen Mobilfunkgegnern in Stuttgart erkennen ließ. AZK-Anhänger wurden damals in Bussen nach Stuttgart gekarrt, um den Medien eine "Masse" von Mobilfunkgegnern vorzutäuschen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Potenzial auch anderweitig genutzt wird, um z.B. in Kommentarecken von Medien, bei Petitionen und Bittschreiben an Politiker (Ständerat der Schweiz) die Meinungshoheit zu bestimmten Themen, darunter angebliche Risiken des Mobilfunks, zu erlangen. Da meiner Erfahrung nach auch Mobilfunkgegner einen starken Hang zum Manipulieren der öffentlichen Meinung haben, ergänzen sie und die AZK sich widerspruchsfrei. Die Fernindoktrination mit AZK-Propagandavideos gegen 5G sind ein deutliches Zeichen, dass die Sekte Angst vor Elektrosmog als Mittel zum Zweck betrachtet und dieses Eisen zur Steigerung dumpfer Staatsverdrossenheit mit Macht schmieden möchte.

Anlässlich der Erstaufführung des mobilfunkfeindlichen AZK-Films "Karma" in München, konnte ich mich von der beeindruckenden Organisationskraft der AZK und von einem erstaunlichen Zulauf überzeugen, ganze Familien mit Kind und Kegel inklusive Oma und Opa waren dort anzutreffen. Die Veranstaltung hatte für mich große Ähnlichkeit mit den gut organisierten und professionell inszenierten Gehirnwaschstraßen der US-amerikanischen Tea-Party-Bewegung, deren Ziel es war, mit allen Mitteln der Propaganda einen Republikaner ins Amt des US-Präsidenten zu hieven.

Bekannte Verbindungslinien zwischen der deutschen Anti-Mobilfunk-Szene und der schweizerischen AZK sind Uli Weiner und der inzwischen verstorbene Dr. med. Hans-C. Scheiner. Beide traten bereits als Redner auf AZK-Veranstaltungen auf. Weiner soll AZK-Chef Sasek überhaupt erst für das Thema "Elektrosmog" sensibilisiert haben.

Ich meine mich allerdings zu erinnern, dass Markus Kern eine bereits geleistete Zusage für so einen Auftritt bei der AZK zurückzog, nachdem ihm klar wurde, dass es sich hierbei um eine Sekte handelte. Im Forum hier konnte ich dies auf die Schnelle jedoch nicht finden. Wenn jetzt Kerns Ehefrau die Distanz zur AZK aufgegeben hat, ist dies mMn ein Zeichen dafür, dass bei Teilen der deutschen Mobilfunkgegnern (Gruppe um Kern) ein gravierender Notstand herrscht, noch Bündnispartner zu finden.

Auch der Anti-Mobilfunk-Verein Gigaherz liebäugelt mit der Sekte. Das AZK-Video mit den dilettantischen Ausführungen des Gigaherz-Präsidenten zu 5G soll zwar ohne Wissen und Genehmigung durch Hans-U. Jakob zustande gekommen sein, doch im Nachhinein fühlte sich Jakob von der Zuwendung der Sekte so geschmeichelt, dass er das Video und den Bruch des Urheberrechts widerspruchslos duldet.

Hintergrund
AZK im IZgMF-Forum

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Weiner, Propaganda, Scientology, Ko-Ini, AZK, Kern, Kampagne, Sasek, Notstand


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