Primo Schär beim Science Brunch: Genotox nicht reproduzierbar (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 06.07.2016, 14:48 (vor 1247 Tagen) @ Alexander Lerchl

Primo Schär hat - zum wiederholten Mal - ausgeführt, dass er die genotoxischen Wirkungen von MF- und EMF-Expositionen (Wien, REFLEX) nicht wiederholen konnte.
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Im Juli 2009 sah das Prof. Adlkofer noch ganz anders. Auf die Frage "Können Sie bestätigen, dass Prof. Schär eine erfolgreiche Replikation des HF-Teils von Reflex nicht gelungen ist und möchten Sie dieses Resultat ggf. kommentieren?" schrieb mir seinerzeit der "Reflex"-Koordinator:

Prof Schär hat bis jetzt lediglich zwei Fibroblasten-Zelllinien nach Exposition gegenüber HF-EMF (GSM) untersucht. In der ersten Fibroblastenkultur fand er nach einer 16-stündigen Exposition bei einem SAR-Wert von 1 W/kg keinen signifikanten, aber einen trendmäßigen Anstieg der DNA-Strangbruchrate. In der zweiten Fibroblastenkultur beobachtete er unter denselben Expositionsbedingungen einen signifikanten Anstieg der DNA-Strangbruchrate, gleichgültig ob die Messung wie in Wien durch Auszählen der Strangbrüche unter dem Mikroskop oder durch eine vollautomatische Auswertung ohne jegliche persönliche Einflussnahme erfolgte. Wer bei dieser Sachlage behauptet, dass Prof. Schär die Wiener Forschungsergebnisse nicht bestätigt hat, hat keinen Grund mehr, sich als Wissenschaftler selbst noch ernst zu nehmen. Wie von mir wiederholt festgestellt, widerlegen Befunde dieser Art die Zuverlässigkeit der bestehenden Grenzwerte.

Kommentar: Wenn man diese aggressive Stellungnahme heute in der Rückschau liest darf man sich fragen, ob Herr Adlkofer sich denn mittlerweile noch selbst ernst nehmen kann. Denn Prof. Schär ist keineswegs der Belastungszeuge, als den ihn Prof. Adlkofer hinstellte. Mehr noch: Wenn Prof. Schär keine reproduzierbaren Effekte unter HF-Einwirkung im Kometentest finden konnte, dann darf dieses Ergebnis in die Liste der gescheiterten "Reflex"-Replikationen (HF-Exposition) aufgenommen werden, die mWn dann folgende Studien umfasst:

2007: Speit et al.
2012: Schär et al. (Seawind Projekt)
2013: Layer et al.
2013: Speit et al.

Hintergrund
Reflex-Replikationen - Sammelstrang

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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